Montag, 23. Mai 2011

Priesterweihe in Würzburg

Da ich am Samstag nun doch nicht als Umzugshelfer gebraucht wurde, hatte ich die Auswahl zwischen einer gregorianischen Messe, einem Besuch bei einem lieben Menschen, der mich gerne einmal wieder gesehen hätte und einem Vortrag über die Zukunft der Kirche einerseits und einer Priesterweihe von Br. Bernhardin M. Seither und Br. Steffen Behr mit anschließend Zeit zur freien Verfügung auf der anderen Seite (nach der Priesterweihe gab es anschließend sogar noch einen Imbiß im Kreuzgang). Da es heißt, dass ein Primizsegen wert ist, dafür ein Paar Schuhsohlen durchzulaufen, habe ich mich nach Würzburg begeben.

Der kleine „Pimpf“ hat sich den allgemein offensichtlich begehrtesten Platz ausgesucht: Im hinteren Drittel der Kirche war hinter einer Säule noch ein Platz frei. - Wenn ich etwas sehen wollte, müsste ich in die ersten Reihen – und die sind üblicherweise wohl für die Angehörigen reserviert. Also ist es wirklich egal, auf welchem Platz ich „nichts“ sehe, und da ich nicht an Platzangst leide, habe ich ob der Aussicht für die Zeit des Gottesdienstes nur heimlich in mich hinein geschmunzelt. Ich hatte einen Platz in der Bank ... Dabei waren es nur zwei Priesteramtskandidaten und die Kirche ist doch recht groß.
... Aber ... Bei Priesterweihen von Ordensmitgliedern kommen die „Verwandten“ Schwestern aus dem Kloster ein paar Straßen weiter – und selbstverständlich Franziskaner von überall her, egal ob Kapuziner, Minderbrüder oder was auch immer. In meiner Nähe saß ein Ordensangehöriger mit franziskanischem „Seil“ um die Taille, aber mit (mir von den Benediktinern her bekanntem) Skapulier, ohne das „Schultertuch mit Kapuze“ der Würzburger Franziskaner (OFM Cap.). Nie zuvor gesehen. Ja, sicher, ein Franziskaner ist das schon. Aber woher?

Zwei Franziskanerinnen haben als Kantorinnen gewirkt – und es war – wie bei der Seligsprechung von Pfr. Georg Häfner auch (fast ein Grund, den Fernseher auszuschalten!) – eine „Quotenministrantin“ dabei.
SCHADE.
Und das in einem Männerorden! Na, wenn’s da nicht genügend Männer gibt ... anscheinend beten wir zu wenig!!! (dies ist ein AUFRUF)

Die Heiligen-Litanei
- fand ich musikalisch nicht schön
- war wegen der Frauenstimmen teilweise nicht zu verstehen
- schien mir verkürzt.
SCHADE.

Der Organist konnte alles sehr gut, nur bei den Stücken, die extra für die Priesterweihe einzuüben waren, hat es manchmal geklemmt.
SCHADE.

Außer der nicht besonders gelungenen Litanei wurden noch ein oder zwei neuere Lieder gesungen, aber die waren recht schön und auch vom Organisten nicht „vergriffen“ – im Gegensatz zu den Stücken mit Trompete und Orgel sowie der Litanei.

DENNOCH: Alles in allem eine schöne und würdige Feier.
HERR, segne DEINE Priester!!!

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