Katholiken in Myladydorf:
1996: 6430 Personen, das entspricht 57,70 %
2001: 6328 Personen, das entspricht 54,24 %
In 5 Jahren ist dies also ein Verlust von 3,46 %.
Dann WÄREN wir 2006 bei 50,78 % gewesen, kämen 2011 bei 47,32 % an. Von 2006 fehlen mir leider die offiziellen Zahlen, habe einfach diese für mich nur einmalig zu beobachtende Entwicklung fortgedacht ...
Wer mag bis 0 % weiterrechnen???
... und tatsächlich hat's einer getan: Josef Bordat. Und weil's so gut ist, wird's NICHT als Kommentar genehmigt, sondern hierher kopiert:
"Ich bin zwar auch der Ansicht, dass sich Kirchlichkeit nicht im Lamentieren über sinkende Mitgliedszahlen erschöpfen sollte, aber als alten Statistik-Freak reizt mich das doch.
Die Frage ist aber eher: „Wer kann bis 0 Prozent weiterrechnen?“ – Es gibt ja doch einige Unwägbarkeiten (die Bevölkerungsentwicklung insgesamt, die Konversionsstatistik, Missionsbemühungen, Sondereffekte). Ob etwa zwischen 2001 und 2006 der Rückgang ebenfalls 3,46 Prozent (gemessen am Bevölkerungsanteil) betrug, darf stark bezweifelt werden, denn das „Papst-Jahr“ 2005 hat deutschlandweit zu einer Abschwächung des Schwundes geführt, regional sogar zu einer (kurzfristigen) Trendumkehr. Ob man den Abgang linear fortschreiben kann, ist ebenso sehr fraglich. Oft zeigt sich in Diaspora-Situationen ein degressiver Verlauf – bis zu einem Sockel, der unumstößlich ist. Das bedeutet: Solange es Menschen gibt, wird es auch Katholiken geben.
Aber rein arithmetisch wird nach etwa 14 Fünf-Jahres-Perioden der Katholiken-Anteil bei 0 Prozent liegen, also in etwa 70 Jahren. Ich wäre dann 108. Ich sollte mich besser ernähren und mehr bewegen, um das noch mitzuerleben.
Herzliche Grüße,
Ihr
Josef Bordat"
... und die hinter der Maske von Eugenie Roth wäre bis dahin - älter als ihre Maske heute ...
Und noch einer!!!
Auch Vincentius Lerinensis hat SCHARF nachgedacht und bleibt nicht versteckt. Alle Achtung, ihr denkt mit!!!
"Sorry, bei Statistik muß ich immer klugscheißen. Zwei Fehler:
1. Der Verlust beträgt nicht 3,46% (sondern nur 3,46 Prozentpunkte), sondern 6%. (Die 57,7% von 1996 sind die 100%, auf die man die 54,24% beziehen muß: 54,24/57,7=0,9400=94%, d.h. 2001 gab es noch 94% des Katholikenanteils von 1996, der Verlust beträgt also exakt 6%.)
2. Auch bei einem Verlust von 6% Katholiken alle fünf Jahre wirst Du nie bei Null ankommen können, zumal der Verlust in absoluten Zahlen nur 1,6% ausmacht. (Woraus wir schließen können, daß Myladydorf in den fünf Jahren um immerhin 523 Personen oder 4,7% gewachsen sein muß :-)
Rechnet man mit einem fünfjährigen Bevölkerungswachstum von 4,7% und einem 6%igen Verlust am Katholikenanteil (also einem 1,6%igen Verlust an absoluter Zahl von Katholiken) wird selbst bei konsequentem Abrunden die absolute Null erst im Jahre 4746 erreicht (bei einer Einwohnerzahl von 1.041.621.853.979.180).
Die 0%-Marke ist bei ebenso konsequentem Abrunden übrigens bereits 2326 erreicht (0,971% Katholiken an der Gesamtbevölkerung), das entspräche aber immer noch 2245 Katholiken.
Würde der Prozentanteil der Katholiken tatsächlich jährlich um 3,46 Prozentpunkte abnehmen, hättest Du im Jahre 2076 übrigens noch 2,34% Katholikenanteil oder 543 Katholiken, 2081 aber einen Anteil von -1,12% oder -272 Katholiken. Was zum Henker sind bloß negative Katholiken?
So much for statistics. :-)"
2 Kommentare:
Seit wann machen wir sorgfältig geplante Frustration?
Wenn man so einen Trend erkennt, ist Berufungspastoral gefragt - dann rechnet man nicht den Niedergang aus, sondern sorgt dafür, dass es mehr werden... ;-)
Früher waren es wohl 1100 Protestanten und über 4000 Katholiken. Was anderes gab's damals noch nicht. Frustrierend ist das schon ...
Aber zu beten höre ich deshalb nicht auf!!! (-;
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