(@ Gespräche am Jakobsbrunnen - und natürlich für alle, die sich dafür interessieren)
Es ist (grundsätzlich) logisch, erst eine Wohnung zu suchen, wenn man weiß, wo man arbeitet. Jedenfalls habe ich mich jetzt für einen Pflegehelferkurs angemeldet. Von 31.7.-1.8. Erste-Hilfe-Kurs (Toll, das ist ein Sonntag, ist aber bei jedem Erste-Hilfe-Kurs so )-: ), vom 2. - 13. 8. Theorie, 14tägiges Praktikum ist (selbstständig suchen!) innerhalb 4 Monaten abzuleisten. Mit der Sozialstation hier habe ich schon gesprochen, das geht klar.
Vermutlich werde ich das auf die ersten zwei Septemberwochen legen (Termin darf ich wählen, fahre ja nur einfach bei einer Schwester mit), da ich Urlaub 2. Augusthälfte schon gebucht hatte (4wöchige Ignatianische Exerzitien "kompakt" in 1 Woche für die eiligen modernen Europäer).
Mein Bruder hat sich, als klar war, daß jetzt wirklich bald Schluß mit diesem Arbeitsplatz ist (Sorry, aber ich muß sachlich bleiben. Das Herz hat Redeverbot), ohne ein Wort von mir angeboten, mir beim Umzug in seine Nähe zu helfen. Da werden sich sicher noch ein paar helfende Hände finden, das hat noch immer geklappt. Seit meinem 30. Geburtstag bin ich durchschnittlich alle 2 Jahre umgezogen *schluchz*. Umzüge gehören nämlich NICHT zu meinen Lieblingstätigkeiten, wenn's mich selbst betrifft. Und die Möbel schätzen Luftveränderung auch nicht unbedingt ... Bei Ümzügen anderer helfen tue ich jederzeit gerne.
Ob das nun mit der Anfrage Private Pflege ganz weit weg was wird, muß ich noch abwarten, wäre für mich aber insofern unpraktsch, als ich dann wieder meinen ganzen nach der letzten Pflege mühsam zusammengebastelten Haushalt auflösen muß und sehen, wo ich dann meinen Urlaub verbringe oder eine Wohnung mieten, die ich nur in meinem Urlaub sehe. Beides unpraktisch für mich. Aber grundsätzlich gefällt mir der Gedanke, dort zu arbeiten. Ist ja bis jetzt nur eine Anfrage, Genaues müßte - sofern mein Antwortbrief auf die Anfrage auf offene Ohren gestoßen ist - noch abgesprochen werden.
Natürlich könnte ich die Wohnung auch in der Nähe der Pflegestelle nehmen, aber ...
Hier im öffentlichen Internet mag ich mich nicht detailliert äußern, aber als ich vor vielen Jahren zwecks Studium umgezogen bin, lag mir da immer wieder ein "Brett" im Weg. Und irgendwann hatte ich einen "Stein im Brett". Und eines ist sicher: Wenn ich diesen "Stein" wegnehme, wird eine schier unheilbare Wunde bleiben ... Das "Brett" ist schon alt und hat in seinem Leben nicht viel Gutes erlebt.
Wer kümmert sich um mich? Gute Frage - wie gesagt, meine Geschwister sind da ganz gut dabei, aber bei Umzügen wünschte ich mir schon eine eigene Familie, damit ich nicht immer bei den Nachbarn klingeln muß, wenn mir nach dem Weggang der Umzugshelfer ein Karton zu schwer ist oder ich einen Tisch doch gerne im anderen Zimmer hätte. Da schäme ich mich immer ganz enorm, aber der Mensch ist nun mal mit 1 Paar Händen geboren und auch nur mit einer gewissen Muskelkraft ... obwohl ich ein durchaus muskulöses weibliches Exemplar homo sapiens bin.
Was aber wenn ..., ja: Was aber, wenn das "Brett" sagt: Du, ich brauche dich, der Arzt hat gesagt, meine Lunge ist seit der letzten Untersuchung SOOO viel schlechter geworden? - Ja, dann ist es klar, dann kümmere ich mich um das alte "Brett".
Superschön fände ich - was hier leider nicht geklappt hat -, neben der Pflege in Heimarbeit Arztbriefe zu schreiben, dann muß ich meinen Arbeitgeber nicht so "schröpfen". Ein Normalverdiener kann es sich ja normalerweise nicht leisten, einen Normalverdiener einzustellen. Und irgendwie muß ja was in meine Rentenversicherung eingezahlt werden, sonst wohne ich später unter der Brücke und gehe zur Tafel ... Und mein "Äutöchen", für das ich immerhin 11 € Steuer im Jahr bezahle, würde ich auch GERNE behalten ... Wenn's denn geht.
Allerdings bin ich mit aller Deutlichkeit preiswerter als ein Heimplatz. Logisch.
Und wenn's nix mit Pflege ist, dann ist es ja egal wo ich wohne, denn eine Schreibstelle in Heimarbeit (ohne die zeitliche Einschränkung durch eine Pflege) müßte ich auf jeden Fall finden.
Und dann ziehe ich zu meinem "Brett" ...
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