1. Sing, meine Zunge, feierlich,
Besing’ die Brotsgestalten,
Die (denn der Glaube lehrt es mich)
Ein göttlich’ Fleisch enthalten.
Besing’ das große Lösegeld,
Das Jesus dargeschossen,
Da Er für die verlor’ne Welt
Sein teures Blut vergossen.
2. Die reinste Jungfrau hat uns Ihn
Durch Gottes Geist geboren.
Heil uns! Wir wären sonst dahin,
Wir gingen ganz verloren.
Der Lehre Same war zerstreut
Allhier mit vielem Fleiße;
Nun schloss Er Seine Lebenszeit
Auf wunderbare Weise.
3. Da Er beim letzten Abendmahl
Das Osterlamm genossen,
Und so, wie das Gesetz befahl,
Die Mahlzeit schon geschlossen:
Gab Er Sich Selbst mit eig’ner Hand
Zur Speise Seinen Brüdern!
Und so empfingen sie das Pfand
Von allen Himmelsgütern.
4. Er hat durchs Wort den Wein zu Blut,
Das Brot zu Fleisch verwandelt;
Als Gott hat Er so, uns zu gut,
Aus höchster Macht gehandelt.
Der Sinn begreift zwar hievon nichts,
Nur Glaube kann’s erreichen.
Genug, denn Gott der Wahrheit spricht’s,
Drum muss der Sinn hier weichen.
5. Dies Sakrament lasst uns denn nun
Anbetend hoch verehren.
Und nach dem wahren Glauben tun,
Den uns die Väter lehren.
Ein christlich Herz muss sich hiebei
Vom Glauben leiten lassen,
Und es, von blöden Sinnen frei,
Durch festen Glauben fassen.
6. Gott Vater auf dem Himmelsthron,
Sei hoch von uns gepriesen,
Dem eingebor’nen Gottessohn
Sei gleiches Lob erwiesen;
Es soll der Heil’ge Geist zugleich
Gelobt auf ewig werden
Von allen im dem Himmelreich,
Von allen hier auf Erden.
(Melodie: Mein Zung’ erkling’ und fröhlich sing’)
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