... in dem Heim, in dem Mutter jetzt lebt, den ich besucht habe.
Die ganze Zeit habe ich mich davor "gedrückt", wollte keine Enttäuschung erleben.
Aber gestern "musste" ich - umständehalber ...
Also: Hinten in die letzte Bank und mal sehen, welche Schrecken ich erleben werde ...
Der Priester tritt aus der Sakristei, bekreuzigt sich in Ruhe, läutet die Glocke zum Zeichen für den Organisten, dass der Gottesdienst beginnt (der Organist hat offenhörbar statt Harmonielehre die Vorlesung Disharmonielehre belegt gehabt, er war von seinem Spiel sehr überzeugt ...).
Was passiert? Kreuzzeichen. Schuldbekenntnis. Vergebungsbitte. Kyrie.
Und so weiter. Keine Begrüßung der doch immerhin 11 anwesenden Gottesdienstbesucher - ein anderer Priester wäre bei der kleinen Anzahl vielleicht auf die Idee gekommen, die Anwesenden einzeln per Handschlag zu begrüßen ... wer weiß.
Daumen und Zeigefinger ab der Opferung beieinander. "... für euch und für viele ..."
... und noch etliche andere schöne Überraschungen ...
Nach dem Gottesdienst, vor dem Auszug, Gang zur Muttergottesstatue.
Lied Nummer (altes GL, Diözesanteil), "Reinste Mutter": Der Angelus in Tönen. Ohne die drei Ave dazwischen, das Lied wurde von der ersten bis zur letzten (4.) Strophe gesungen.
Wenn ich Zeit gehabt hätte nach dem Gottesdienst - Mutter wartete auf einen wichtigen und eiligen Anruf, wir mussten gleich in ihr Zimmer - wäre ich in die Sakristei gegangen und hätte dem Priester ein DICKES LOB ausgesprochen ...
Er ist wohl um die 50 Jahre alt ... die guten Priester - das ist schon das dritte Mal, dass ich das erlebe - werden von der Kirche ... abgeschoben ins Altenheim oder Krankenhaus ...
ALSO: Bist du auf der Suche nach einem Gottesdienst im Novus Ordo, der den Namen Gottesdienst verdient - versuch's mal dort!
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