Dienstag, 28. August 2012

Wohlfühlen im Gottesdienst

... wie geht das?

Nun habe ich mir hierzu nochmals Gedanken gemacht.

Die Kirchenbänke sind aus Holz. Natürlich, viele Kirchen mitsamt Einrichtung stammen aus einer Zeit, in der jede Art von Polster ein Luxus war, den sich die meisten Menschen nicht leisten konnten ...

... aber: Zu Hause in der alten Kirche (nicht im Neubau von ca. 1966) war an den Bänken früher (bei der Renovierung wurde dies abgeschliffen) das Brett, auf dem der "Hintermann" sein Gesangbuch ablegen kann und das den oberen Abschluss von des "Vordermanns" Lehne bildet, Richtung "Vordermann" um 1 - 2 cm vorstehend, so dass das Anlehnen zwar möglich, aber nicht unbedingt ein Vergnügen war ...

IHM zuliebe, der für uns am Kreuz verblutete und der uns zuliebe davor auch allerhand Schmerz und Schmach erduldet hat.

Lies Jesu Leidensgeschichte und dann überlege, ob es angesichts solcher für uns freiwillig ertragener Leiden passend ist zu überlegen, wie ich mich in der Kirche wohlfühlen kann. - Hiermit soll niemandem, der es braucht, das Kissen unter dem Gesäß oder unter den Knien ausgeredet werden.

Und auch theologisch: was hat meine Seele davon, wenn der Pfarrer das Paradies predigt und Worte wie Sünde, Buße ... nicht vorkommen? - Auch hier gilt sinngemäß das Gleiche wie im Absatz zuvor: Es müssen nicht immer Drohpredigten sein, das ermüdet die Seele, flößt empfindsamen Seelen Angst vor Gott ein. Aber deshalb ist der Priester nicht verpflichtet, solche Themen total außen vor zu lassen ...

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