Mittwoch, 18. April 2012

Auf das Fest Opferung Mariä

1. Du, Sions Tempel, öffne dich,
Der Opferpriester schmücke sich!
Ein Opfer tritt schon wirklich nah;
Ein Opfer, dem die ganze Welt
Noch nie ein gleiches dargestellt,
Desgleichen nie der Himmel sah.

2. Kein Engel ist, der es ermisst,
Wie unbefleckt dies Opfer ist.
Wie Gott gefällig und wie rein;
Dreijährig zwar, doch wohl Verstand,
Eilt es, geführt von Gottes Hand,
Behende zu dem Tempel ein.

3. Maria, die von David stammt,
Und ganz von Liebe Gottes flammt,
Gelobet Ihm die Jungfrauschaft.
Sie will mit Leib und Seel’ allein
Dem Gott des Himmels eigen sein.
Dies tut der Liebe Gottes-Kraft.

4. Die Sünde hat sie nie befleckt,
Durch Gottes Kraft zurückgeschreckt,
Ließ sie die Jungfrau unberührt.
Gott hat sie gleich von Anfang mehr,
Als insgesamt das Engelsheer,
Mit hohen Gnaden ausgeziert.

5. Sie ist zur Weltbeherrscherin,
Zu einer Himmelskönigin,
Zur Mutter Gottes selbst ernannt.
Sie wird den Kopf der Schlange bald
Zertreten. Ihr ist die Gewalt,
Zur Hölle Schrecken, zuerkannt.

6. Dank sei dem Vater, Ehr’ und Lob,
Der dich, o Jungfrau, hoch erhob,
Zur Mutter für den ew’gen Sohn.
Dem Sohn, Der Fleisch von dir annahm,
Dem Geiste, deinem Bräutigam,
Sei Ehr’ und Preis auf Ihrem Thron.

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