Samstag, 21. April 2012

Den, dem der HImmel Ehr erweist

1. Den, Dem der Himmel Ehr’ erweist,
Dem sich die Sterne neigen,
Den, Den die Erde lobt und preist,
Dem Meer und Winde schweigen:
Dem alle Dinge dienstbar sind,
Den trägt Maria als ein Kind,
Als ein Kind, als ein Kind,
In ihrem reinen Schoße.

2. Der Sonn’ und Mond in ihrem Gleis,
Gebietet stets zu eilen,
Um so in einem steten Kreis
Die Zeit von Zeit zu teilen,
Den hat Mariens Jungfrauschaft,
Beschattet durch des Geistes Kraft,
So Mutter, doch Jungfrau,
Als ihren Sohn empfangen.

3. Der mit der Hand die Himmel wägt,
Der Schöpfer aller Dinge,
Der uns’re Welt am Finger trägt,
Der macht Sich so geringe,
Und hält es für die süß’ste Lust,
Zu ruhen unter deiner Brust,
Maria, Maria,
O höchst beglückte Mutter.

4. Ein Himmelsbot’ erklärte dir,
Du solltest Mutter werden,
Du sprachst: „Dein Wort gescheh’ in mir,
Im Himmel und auf Erden.“
So hast du aus des Geistes Kraft
Den Heiland aller Völkerschaft,
Unsern Gott, unsern Gott,
Empfangen und geboren.

5. Glorreiche Jungfrau, o wie hoch
Bist du dadurch erhoben!
Was auf der Erde wird dich doch
Zur G’nüge können loben?
Der Herr, der dir das Leben gab,
Lässt Sich zum zarten Kind herab,
O Gnade! o Liebe!
Und sauget deine Brüste.

6. Was uns der Erden Schuld beraubt,
Verführt durch Satans Tücke,
Gibst du uns, weil du fest geglaubt,
Durch deine Frucht zurücke.
Du öffnest uns das Himmelstor;
Wir können uns zum Heil empor,
O Jungfrau und Mutter!
Durch deine Fürbitt’ schwingen.

7. Du bist das Tor, durch das zur Welt
Der Gottmensch ist gekommen;
Du bist der Saal, der Ihm gefällt,
Den Er zum Sitz genommen.
Durch dich, o Jungfrau, wird das Heil
Uns armen Sterblichen zuteil.
Freuet euch, freuet euch!
Freut euch, erlöste Völker!

8. O Schöpfer, unser Gott und Herr,
Gedenk’ an Deine Liebe:
Erinn’re Dich, Grundgütigster
! Der wunderbaren Triebe,
Aus denen Du, o höchstes Gut,
Von einer reinen Jungfrau Blut,
Obgleich Gott, die Menschheit,
Die Menschheit angenommen.

9. O Mutter der Barmherzigkeit,
Maria, Trost der Sünder,
Du Helferin der Christenheit,
Schau her auf deine Kinder.
Schütz’ uns vorm Feind und an dem End’,
Wenn sich der Geist vom Leibe trennt:
Nimm ihn hin, o Mutter!
Nimm ihn in deine Hände.

10. Dir, süßer Jesus, der Du kamst
Vom Himmel unsertwegen,
Und Fleisch von einer Jungfrau nahmst,
Sei Dank und Ehr’ und Segen.
Dem Vater und dem Heil’gen Geist,
Den dort der Cherub ewig preist,
Dem sei Lob, Dem sei Lob,
Sei Lob zu allen Zeiten.
(Melodie: Mein Herz entzünd’)

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