Mittwoch, 25. April 2012

Wie schön scheint die Sonn!

1. Wie schön scheint die Sonn!
Wie hell leucht der Mond!
Die Schönheit Marias doch herrlicher thront;
Denn sie nur allein war würdig und rein,
Die Mutter des Göttlichen Sohnes zu sein.

2. In Demut verzagt zum Engel sie sagt:
„Mein Will’ ist des Herren, ich bin Seine Magd.“
Und über sie naht sich himmlische Gnad’,
Darinnen die Gottheit vermenschet sich hat.

3. O Jungfrau geehrt, ganz rein, unversehrt,
Ein göttliches Wunder bist worden der Erd’.
O goldenes Zelt, vom Himmel gestellt,
Woraus ist gegangen der Retter der Welt.

4. Ach, hör’ uns’re Klag’: die Feinde verjag’,
Wend’ ab von den Christen, Krieg, Elend und Plag’!
Vor Krankheit und Brand zu Wasser und Land,
Behüt’ uns, o Mutter, mit mächtiger Hand.

5. Auch bitten wir dich: verlass’ uns doch nicht,
Zur Stunde des Todes, im letzten Gericht.
Ach, bitt’ deinen Sohn, dass Er uns verschon’,
In Gnaden uns rufe zum himmlischen Thron.

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