Nach dem dritten Adventssonntag
Lection aus dem Propheten Jesaia
7, 10 - 25
In jenen Tagen sprach
der Herr zu Achaz: Begehre dir ein Zeichen von dem Herrn, deinem Gott, es sei
in der Tiefe unten oder in der Höhe oben. Und Achaz sprach: Ich will keines
begehren und den Herrn nicht versuchen. Da sprach er: So höret denn ihr vom
Hause Davids! Ist es euch zu wenig, Menschen zu ermüden, dass ihr auch meinen
Gott ermüdet? Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die
Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, und seinen Namen wird man
Emanuel nennen. Butter und Honig wird er essen, damit er das Böse verwerfen und
das Gute wählen lerne.
Evangelium des hl. Lukas
1, 26 – 38
Zu derselben Zeit
ward der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, mit Namen
Nazareth, zu einer Jungfrau, die mit einem Manne vom Hause Davids vermählt war,
welcher Joseph hieß; und der Name der Jungfrau war Maria. Und der Engel kam zu
ihr hinein und sprach: Gegrüßt seist du, voll der Gnaden, der Herr ist mit
dir, du bist gebenedeit unter den Weibern! Da sie dies hörte, erschrak sie über
seine Rede und dachte nach, was das für ein Gruß sei. Und der Engel sprach zu
ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast Gnade gefunden bei Gott! Siehe, du
wirst empfangen in deinem Leibe und einen Sohn gebären, und du sollst seinen
Naben Jesus heißen. Dieser wird groß sein und der Sohn des Allerhöchsten
genannt werden; Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben,
und er wird herrschen im Hause Jakobs ewiglich, und seines Reiches wird kein
Ende sein. Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies geschehen, da ich
keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: der Heilige
Geist wird über dich kommen, und die
Kraft des Allerhöchsten dich überschatten: darum wird auch das Heilige, welches
aus dir geboren werden soll, Sohn Gottes genannt werden. Und siehe, Elisabeth,
deine Verwandte, auch diese hat einen Sohn in ihrem Alter empfangen, und sie,
die unfruchtbar heißt, geht nun schon im sechsten Monate; denn bei Gott ist
nichts unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin eine Magd des Herrn, mir
geschehe nach deinem Worte!
Gebet der Kirche
Verleihe, allmächtiger
Gott, auf unser Flehen, dass die nahende Feier unserer Erlösung uns für das
gegenwärtige Leben kräftige und für das künftige beselige – durch Jesum
Christum, Deinen Sohn unsern Herrn, Der mit Dir lebt und regieret in Einigkeit
des Heiligen Geistes gleicher Gott in alle Ewigkeit. Amen.
Quelle
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