21, 33 – 46
In jener Zeit
sprach Jesus zu dem Volke der Juden und zu den vornehmsten Priestern dieses
Gleichnis: Es war ein Hausvater, der pflanzte einen Weinberg und umgab ihn mit
einem Zaune und grub darin eine Kelter und baute einen Turm und verpachtete ihn
an die Winzer und verreiste dann. Da aber die Zeit der Früchte gekommen war,
schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seine Früchte zu empfangen. Die
Winzer nun ergriffen seine Knechte, schlugen den einen, den andern töteten sie,
den dritten aber steinigten sie. Abermals schickte er andere Knechte, und war
mehrere als vorher, und sie machten es ihnen ebenso. Zuletzt aber sandte er
seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden vor meinem Sohne Ehrfurcht haben!
Als aber die Winzer den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der
Erbe; kommt, wir wollen ihn umbringen, so werden wir sein Erbe in Besitz nehmen
können. Und sie ergriffen ihn, warfen ihn zum Weinberge hinaus und töteten ihn.
Wenn nun der Herr des Weinberges kommen wird, was wird er wohl diesen Winzern
tun? Sie sprachen zu ihm: Er wird die Bösen elendiglich u Grunde richten und
seinen Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm zu ihrer Zeit die Früchte
liefern. Da sagte Jesus zu ihnen: Habt ihr niemals in der Schrift gelesen: „Der
Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Ecksteine geworden? Vom
Herrn ist dies geschehen und es ist wunderbar in unsern Augen.“ Darum sage ich
euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden,
das die Früchte desselben hervorbringt. Und wer auf diesen Stein fällt, der
wird zerschmettert werden; und auf wen er fällt, den wird er zermalmen. Als
nun die Hohenpriester und Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, dass
er von ihnen spräche. Und sie suchten Gelegenheit, ihn zu ergreifen; aber sie
fürchteten das Volk, weil es ihn für einen Propheten hielt.
Gebet der Kirche
Gib, wir bitten dich,
allmächtiger Gott, dass wir, durch die heilige Übung der Selbstverleugnung
gereinigt, mit unentweihtem Herzen die nahende Ostern begehen – durch Jesum
Christum deinen Sohn, unsern Herrn, ... Amen.
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