Donnerstag, 21. Februar 2013

Am Quatember-Freitage


Lection aus dem Propheten Ezechiel


 18, 20 - 28

Dies spricht Gott der Herr: Die Seele, welche sündigt, die soll sterben; der Sohn soll nicht tragen die Missetat des Vaters und der Vater nicht tragen die Missetat des Sohnes; die Gerechtigkeit des Gerechten bleibt auf dem Gerechten, und die Missetat des Gottlosen bleibt auf dem Ungerechten. Wenn aber der Gottlose Buße tut über alle seine Sünden, die er begangen, und alle meine Gebote beobachtet und Recht und Gerechtigkeit übt, der soll leben, ja leben und nicht sterben. Ich will all seiner Missetaten, die er begangen, nicht mehr ge­denken; um seiner Gerechtigkeit willen, die er geübt hat, soll er leben. Sollt’ ich ein Wohlgefallen haben an Tode des Gottlosen, spricht Gott der Herr, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehre von seinen Wegen und lebe? Wenn sich aber der Gerechte von seiner Gerechtig­keit abwendet und Böses tut nach allen Greueln, die der Gottlose zu tun pflegt, wird der leben? All seiner Gerechtigkeit, die er geübt hat, wird nicht mehr gedacht werden; in seiner Missetat, womit er sich verfehlt, und in seiner Sünde, womit er gesündigt, darin wird er sterben! Und doch sprechet ihr: Der Weg des Herrn ist nicht gerecht! Höret also, Haus Israel: Ist mein Weg nicht gerecht? Sind nicht viel­mehr eure Wege verkehrt? Denn wenn der Gerechte sich abwendet von seiner Gerechtigkeit und Sünde begeht, so wird er darin sterben; um der Ungerechtigkeit willen, die er begangen hat, wird er sterben. Und wenn der Gottlose sich abwendet von seiner Bosheit, die er be­gangen hat, und Recht und Gerechtigkeit übt, der wird seiner Seele das Leben geben. Denn er geht in sich und wendet sich ab von allen seinen Missetaten, die er begangen hat; darum wird er leben, ja leben und nicht sterben, spricht der Herr, der Allmächtige.

Evangelium des Hl. Johannes

 5, 1 – 15

In jener Zeit war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jeru­salem. Es ist aber zu Jerusalem der Schafteich, welcher auf hebräisch Bethsaida heißt und fünf Hallen hat. In diesen lag eine große Menge von Kranken, Blinden, Lahmen, Abgezehrten, welche die Bewegung des Wassers abwarteten. Denn ein Engel des Herrn stieg zur be­stimmten Zeit in den Teich hinab, und das Wasser kam in Bewegung. Wer nun zuerst nach der Bewegung des Wassers in den Teich hinab­stieg, der ward gesund, mit welcher Krankheit er auch behaftet sein mochte. Es war aber daselbst ein Mensch, welcher seit achtunddrei­ßig Jahren krank war. Als Jesus diesen liegen sah und wusste, dass er schon lange so war, sprach er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich brächte, wenn das Wasser in Wallung kommt; denn während ich komme, steigt ein anderer vor mir hinab. Jesus sprach zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und wandle. Und sogleich ward der Mensch gesund; und er nahm sein Bett und wandelte. Es war aber Sabbat an demselben Tage. Da sprachen die Juden zu dem, der geheilt worden war: Es ist Sabbat, du darfst dein Bett nicht tragen! Er antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht hat, dieser sprach zu mir: Nimm dein Bett und wandle. Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und wandle? Der aber gesund geworden war, wusste nicht, wer er war; denn Jesus war von dem Volke abgewichen, das sich an dem Orte befand. Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige nun nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres begegne. Da ging dieser Mensch hin und verkündigte es den Juden, dass es Jesus sei, der ihn gesund gemacht habe.

Bild: Jesu Wunderwerk am Teich Bethsaida

Gebet der Kirche

O Herr, sei gnädig deinem Volke und erquicke es, da du ihm die Gna­de der Andacht verleihest, nach deiner Erbarmung mit deiner milden Hilfe – durch Jesum Christum, unsern Herrn ... Amen.
Quelle

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