14, 2 – 10
Dies spricht Gott, der Herr: Bekehre dich, Israel, zu dem
Herrn, deinem Gott; denn du bist zum Falle gekommen durch deine Missetat.
Nehmet zu euch die Worte, und bekehret euch zu dem Herrn, und sprechet zu ihm:
Nimm hinweg alle Missetat, nimm Gutes an, so wollen wir die Opfer unserer
Lippen bringen. Assyrien soll uns nicht helfen, auf Rosse wollen wir nicht
steigen, noch fürder die Werke unserer Hände Götter nennen; denn du erbarmest
dich der Waise, die dein ist. Ich will heilen ihre Wunden, aus freiem Antriebe
sie lieben; denn mein Zorn wendet sich ab von ihnen. Ich will wie Tau sein,
Israel soll blühen wie eine Lilie und Wurzel schlagen wie der Libanon. Ausbreiten
sollen sich seine Zweige, sine Pracht gleich sein dem Ölbaume und sein Geruch
gleich dem Libanon. Sie werden wieder unter seinem Schatten sitzen, vom Weizen
leben und wie ein Weinstock grünen; sein Andenken wird wie der Wein Libanons sein.
Ephraim, was sollen mir fürder die Götzen? Ich will ihn erhören, ich ihn ziehen
wie eine grünende Tanne; aus mir erhältst du deine Frucht. Wer ist weise und
versteht dieses? Klug und erkennet es? Denn gerade sind die Wege des Herrn, und
die Gerechten wandeln darauf, aber die Missetäter fallen darauf.
Evangelium des Hl. Lukas
7, 36 – 50
In derselben Zeit bat einer von den Pharisäern Jesus, dass
er bei ihm esse; und er ging in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu
Tische. Und siehe, ein Weib, die eine (öffentliche) Sünderin in der Stadt war,
erfuhr, dass er in dem Hause des Pharisäers zu Tische sei, und sie brachte ein
Gefäß von Alabaster mit Salbe, stellte sich rückwärts zu seinen Füßen und fing
an, seine Füße mit ihren Tränen zu benetzen, und trocknete sie mit den Haaren
ihres Hauptes, uns küsste seine Füße und salbte sie mit der Salbe. Als dies
der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst die Worte:
Wenn dieser ein Prophet wäre, so würde er wohl wissen, wer die ist, die ihn
berührt, und was sie für ein Weib ist; denn sie ist eine Sünderin. Jesus aber
hob an und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach:
Meister, rede! Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Der eine war ihm fünfhundert
Denare schuldig, der andere fünfzig. Da sie aber nichts hatten, wovon sie bezahlt
hätten, schenkte er es beiden. Welcher nun liebt ihn mehr? Simon antwortete und
sprach: Ich glaube der, dem er das meiste geschenkt kat. Und Jesus sprach zu
ihm: Du hast recht geurteilt. Dann wandte er sich zu dem Weibe und sprach zu Simon: Siehst du
dieses Weib? Ich kam in dein Haus und du gabest kein Wasser für meine Füße;
diese aber benetzte meine Füße mit Tränen und trocknete sie mit ihren Haaren.
Du gabest mir keinen Kuss; sie aber hörte nicht auf, seit sie hereingekommen
ist, meine Füße zu küssen. Du salbtest mein Haupt nicht mit Öl; diese aber
salbte mit Salbe meine Füße. Darum sag' ich dir: Ihr werden viele Sünden
vergeben, weil sie viel geliebt hat; wem aber weniger vergeben wird, der liebt
auch weniger. Und er sprach zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben. Da fingen
die, welche mit zu Tische waren, an, bei sich zu sagen: Wer ist dieser, dass er
sogar Sünden vergibt? Er aber sprach zu dem Weibe: Dein Glaube hat dir
geholfen! Geh hin in Frieden!
Gebet der Kirche
Allmächtiger Gott, lass uns die jährliche Feier der Fasten mit
solcher Andacht begehen, dass wir sowohl am Leibe als an der Seele dir wohlgefallen
mögen – durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herrn ... Amen.
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