Freitag, 20. September 2013

Am Quatember-Samstag

Epistel des Hl. Paulus an die Hebräer
 9, 2 – 12

Brüder! Es war das Vorderzelt gemacht, worin der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote waren, welches das Heilige heißt; und hin­ter dem zweiten Vorhange war das Zelt, welches das Allerheiligste heißt, welches das goldene Rauchfass und die von allen Seiten mit Gold belegte Bundeslade enthielt, worin die goldene Urne mit den Manna, der ausgeschlagene Stab Aarons und die Bundestafeln sich befanden, und über welcher die Cherubim der Herrlichkeit waren, den Gnadenthron überschattend, von welchem allen jedoch im einzelnen jetzt nicht zu reden ist; da dieses aber so eingerichtet war, so gingen in das Vorderzelt jederzeit die Priester ein, wenn sie den Opferdienst verrichteten; in das Hinterzelt (ging) einmal im Jahre der Hohepriester allein, nicht ohne Blut, welches er darbrachte für seine und des Volkes Sünden; wodurch der Heilige Geist andeuten wollte, dass der Weg zum Heiligtume noch nicht geöffnet sei, solange das erste Zelt Bestand hätte. Dieses ist ein Sinnbild der gegenwärtigen Zeit, gemäß welchem Gaben und Opfer dargebracht werden, die im Gewissen nicht vollkommen manchen können den, welcher nur in Rücksicht auf Speisen und Getränke mittelst mancherlei Abwaschungen und fleischlicher Rechtfertigungsgebräuche, die bis zur Zeit der Verbesserung auferlegt waren, Gott dient. Dagegen ist Christus, nachdem er als Hoherpriester der zukünftigen Güter gekommen, durch ein höheres und vollkommeneres Zelt, das nicht von Menschenhänden gemacht, nämlich nicht von dieser Welt ist, auch nicht durch Blut von Böcken und Stieren, sondern mit seinem eigenen Blute ein für allemal ins Heiligtum eingegangen, und hat eine ewige Erlösung gefunden.

Evangelium des Hl. Lukas
 13, 6 – 17

In jener Zeit sprach Jesus zu dem Volke dieses Gleichnis: Einer hatte einen Feigenbaum, der in seinem Weinberge gepflanzt war. Und er kam und suchte Früchte auf demselben, fand aber keine. Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, schon drei Jahre komme ich und su­che Frucht an diesem Feigenbaume und finde keine; hau ihn also weg! Was soll er noch das Land einnehmen? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, lass ihn auch noch dieses Jahr, bis ich um ihn her aufgegraben und Dünger daran gelegt habe, vielleicht bringt er Frucht; wenn nicht, so magst du ihn für die Zukunft weghauen. Am Sabbate aber lehrte er in ihrer Synagoge. Siehe, da war ein Weib, die schon achtzehn Jahre einen Geist der Krankheit hatte; sie war ge­krümmt und konnte durchaus nicht aufwärts sehen. Da nun Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, du bist von deiner Krankheit befreit! Und er legte ihr die Hände auf, und sie richtete sich sogleich auf und pries Gott. Es entgegnete aber der Synagogenvor­steher, welcher unwillig war, dass Jesus am Sabbate geheilt hatte, und sprach zu dem Volke: Sechs Tage sind, an welchen man arbeiten soll; an diesen kommt und lasset euch heilen, aber nicht am Tage des Sabbats. Der Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Ihr Heuchler, bindet nicht jeder von euch am Sabbate seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke? Diese Tochter Abrahams aber da, die der Satan schon achtzehn Jahre gebunden hielt, sollte nicht von dieser Fessel gelöst werden am Tage des Sabbats? Und als er dieses sagte, schämten sich alle seine Widersacher; das ganze Volk aber freute sich über alle die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.

Gebet der Kirche

Allmächtiger, ewiger Gott, der du durch heilsame Enthaltsamkeit Leib und Seele heilest, wir bitten demütig deine Majestät, dass du, durch das inbrünstige Flehen der Fastenden geführt, uns sowohl gegen­wärtige als künftige Hilfe verleihest – durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herrn ... Amen.
Quelle

Keine Kommentare: