Mittwoch, 16. März 2011

Auf den Sonntag Judica

1. Seht, Christen, Gottes Untertanen,
Beschaut des Königs blut’ge Fahnen,
Das Kreuz in seinem vollen Schein.
Es starb an diesem Holz das Leben,
Ein neues Leben uns zu geben;
Sein Tod sollt‘ uns das Leben sein.

2. Das Leben wollt‘ am Kreuzesstamme
Uns waschen von dem Sündenschlamme,
Drum duldet Er den Lanzenstoß.
Und hier war jene große Stunde,
In der aus Seiner Seitenwunde
Das Blut und Wasser häufig floss.

3. In die Erfüllung ist gegangen
Das Wort, nach dem die Väter rangen,
Von ihrem Elend tief gerührt;
Das Wort, das David uns gelehret,
Der es von Gottes Geist gehöret:
Der Gottmensch hat am Holz regiert.

4. O Baum, dem alle Bäume weichen,
Dem keine Zedern zu vergleichen,
Der heil’ge Schatten um sich streut:
Du warst erwählet, zu berühren
Den frommen Leib; dich sollte zieren
Das königliche Purpurkleid.

5. O Baum, an dem der Preis gehangen,
Durch welchen wir zum Heil gelangen,
Du bist des Mittlers Blutaltar.
Du Waag‘, auf der der Leib gewogen,
Der wieder hat zu Sich gezogen
Den Raub, der sonst der Hölle war.

6. O uns’re Hoffnung! Sei gegrüßet,
O Kreuz, von dem alleine fließet
Das Heil in dieser Lebenszeit;
Vermehre Gottes Huld den Frommen,
Verschaffe, dass die Sünder kommen
Zu Gott, von ihrer Schuld befreit.

7. Dich lobe, was im Himmel schwebet,
Dich preise, was auf Erden lebet,
Du Quell‘ des Heils; Dreifaltigkeit!
Gib uns, die wir durchs Kreuz gesieget,
Den Lohn, der schon bereitet lieget
Für Überwinder in dem Streit.

Keine Kommentare: