1. Deine Lieb‘, o Jesu, lenket
Zu der Gegenlieb‘ mein Herz,
Weil Du Dich für mich versenket
In die tiefste Pein und Schmerz,
In das äußerste Verderben,
Nur dass ich nicht möchte sterben;
Tausend-tausendmal sei Dir
Liebster Jesu, Dank dafür.
2. Du, ach Du hast ausgestanden
Lästerreden, Spott und Hohn,
Speichel, Schläge, Strick und Banden,
Du gerechter Gottessohn!
Nur mich Armen zu erretten
Von des Satans Macht und Ketten;
Tausend-tausendmal sei Dir ...
3. Du hast lassen Wunden schlagen,
Dich erbärmlich richten zu,
Um zu helfen meine Plagen,
Und zu setzen mich in Ruh.
Ach, Du hast zu meinem Segen
Lassen Dich mit Fluch belegen!
Tausend-tausendmal sei Dir ...
4. Man hat Dich sehr hart verhöhnet
Und mit großem Schimpf belegt,
Gar mit Dorn Dein Haupt gekrönet
Was hat Dich dazu bewegt?
Dass Du möchtest mich ergötzen,
Mir die Ehrenkron‘ aufsetzen;
Tausend-tausendmal sei Dir ...
5. Du hast wollen sein geschlagen
Zur Befreiung meiner Pein,
Fälschlich lassen Dich anklagen,
Dass ich könnte sicher sein;
Dass ich möchte trostreich prangen,
Bist Du ohne Trost gehangen;
Tausend-tausendmal sei Dir ...
6. Deine Demut hat gebüßet
Meinen Stolz und Übermut,
Dein Tod meinen Tod versüßet:
Es kommt alles mir zu gut;
Dein Verspotten, Dein Verspeien
Muss zu Ehren mir gedeihen;
Tausend-tausendmal sei Dir ...
7. Nun ich danke Dir von Herzen,
Jesu, für gesamte Not,
Für die Wunden, für die Schmerzen,
Für den herben, bittern Tod;
Für Dein Zittern, für Dein Zagen,
Für Dein tausendfaches Plagen,
Für Dein‘ Ach und tiefe Pein
Will ich ewig dankbar sein.
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