1. Lass mich Deine Leiden singen,
Dir des Mitleids Opfer bringen,
Unverschuld’tes Gotteslamm!
Das von mir die Sünden nahm.
Jesus, drücke Deine Schmerzen
Tief in aller Christen Herzen.
Lass mir Deine Todespein
Trost in meinem Tode sein.
2. Ins Gericht für Menschen treten,
Zum erzürnten Vater beten,
Seh‘ ich Dich mit Blut bedeckt
Auf den Ölberg hingestreckt.
Jesus, drücke ...
3. Dich zu binden, Dich zu schlagen,
Zu beschimpfen und zu plagen,
Nahet sich der Feinde Schar,
Und Du gibst Dich willig dar.
Jesus, drücke ...
4. Von den Richtern, die Dich hassen,
Wilden Kriegern überlassen,
Strömet Dein unschuldig‘ Blut
Unter frecher Geißeln Wut.
Jesus, drücke ...
5. Unter lauter Spott und Hohne
Seh‘ ich eine Dornenkrone,
Die, mein Heiland, scharf gespitzt,
Deine Stirne schmerzlich ritzt.
Jesus, drücke ...
6. Wundenvoll, erblasst, entkräftet,
An das Opferholz geheftet,
Seh‘ ich, wie ein Gottmensch stirbt
Und den Sündern Heil erwirbt.
Jesus, drücke ...
7. Heiland, meine Missetaten
Haben Dich verkauft, verraten,
Dich gegeißelt, Dich gekrönt,
An dem Kreuze Dich verhöhnt.
Ach, es reuet mich von Herzen!
Lass, mein Heiland, Deine Schmerzen,
Deines Mittlertodes Pein
Nicht an mir verloren sein.
(Melodie: Christi Mutter stand mit Schmerzen)
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