1. Weichet, finstere Gedanken,
Die mit meinem Herzen zanken,
Dass mein Gott mich nicht mehr liebt,
Wenn Er mich im Leiden übt.
2. War nicht Jesus Sein Geliebter?
Und wer lebte je betrübter?
Und wer rang so mit der Not?
Und wer litt so einen Tod?
3. Krippe, des Gebor’nen Lage,
Wunde schon am achten Tage;
Nach Ägypten harte Flucht,
Haben Ihn als Kind besucht.
4. Jesus wuchs, und mit den Jahren
Musst Er auch mehr Kreuz erfahren.
Armut, Arbeit, Herzensprast
Waren Seiner Jugend Last.
5. Als ein Mann beschwerte Reisen,
Drohung, Flüche falscher Weisen,
Blutschweiß, Bande, Geißel, Spott
Littest Du, vermenschter Gott!
6. Herr! Bei Deines Kreuzes Fuße
Wähl‘ ich dann ein Kreuz zur Buße,
Das des rechten Mörders Geist
Zu dem Paradeise weist.
7. Ja, an diesem bleib‘ ich hangen,
Und ich will damit noch prangen,
Bis die Stund‘, die Du bestimmt,
Mich herab vom Kreuze nimmt.
8. Lass Dein Blut darüber fließen,
Meine Sünden abzubüßen;
Und Dein Kreuz, wenn es wird stehn,
In den Wolken froh zu sehn.
9. Alsdann geh ich nach dem Leiden
Mit Dir, Herr, in Deine Freude.
O beglückte Schädelstatt,
Die den Himmel nach sich hat!
(Melodie: Mutter Christi hoch erhoben)
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