Montag, 31. Mai 2010

Dem Herrn Alipius

Nun geht der Herr Alipius
Von Rom, denn mit Studier'n ist Schluß
Doch alles ist noch nicht vorbei,
Noch schreibt er Prüfung, 2 x 3.

Die Prüfung fällt ihm gar nicht schwer:
Gelernt hat er; wir beten sehr.
Er kriegt da sicher beste Noten -
Ich glaub: Das ist doch nicht verboten!

Dann gönnt er eine Auszeit sich,
In Franken und bei Mutter. - Nich?
Dann geht's nach Österreich ins Stift
- Die warten schon ganz sehnsüchtig.

Zum Diakon wird er geweiht,
September, 8 ist es soweit.
Die Priesterweih' nach Ostern dann,
Vorher ist's Praktikum noch dran.

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen
Auf "Österr.-Deutschen Römerwegen"!

Sonntag, 30. Mai 2010

Theologiestudium in Würzburg

"EINE UNÜBERSCHAUBARE WIRKLICHKEIT
Erster Abend der Ringvorlesung "Was treibt die Theologie?"

WÜRZBURG. Mit Traditionen und Denkmustern möchte sich weder die alttestamentliche Textwissenschaft noch die christliche Sozialwissenschaft zufrieden geben. Getragen vom kritischen Geist der Aufklärung sehen beide Fächer im Hinterfragen ihre Aufgabe. Dies wurde vor mehr als 70 Zuhörern deutlich beim Auftakt der Ringvorlesung "Was treibt die Theologie?". In der Reihe beleuchtet die Fakultät für katholische Theologie an vier Abenden das Selbstverständnis einer zeigemäßen Theologie.

"Reine Bibeltheologie ist ein Haus ohne Fundament", sagte der Alttestamentler Theodor Seidl in seinem Vortrag "Textwissenschaft - Religionsgeschichte - Bibeltheologie?". An einem Beispiel demonstrierte er, was die Textwissenschaft als Grundlage für die Bibelexegese leistet: In der Einheitsübersetzung erschafft Gott in den ersten Zeilen des Schöpfungsberichtes (Genesis 1, 1 - 3) "Erde und Himmel" aus dem Nichts. Die Übersetzung des Würzburger Lehrstuhlinhabers legt jedoch eine andere Lesart nahe. "Erde und Himmel" tauchen bei ihm nur in einem untergeordneten Nebensatz auf. Hauptgeschehen ist nun das Licht, mit dem Gott die bereits vorhandene Welt erleuchtet. Diese bekannte Bibelstelle erhält so eine komplett neue Deutung. ..."
Später in dem Artikel legt Seidl noch Wert darauf, daß man die textkritische Methode bei der Bibelexegese auf KEINEN FALL aufgeben dürfe.
(Quelle: Würzburger katholisches Sonntagsblatt Nr. 21, 23. Mai 2010)

... vielleicht sollte der Titel heißen "Wer treibt die Theologie?"

Allerheiligste Dreifaltigkeit

Weil sie so schön bildhaft war: die heutige Predigt aus Wigratzbat (7.55 h) von mir in einem Satz zusammengefaßt:

Der Sämann (Vater) sät den Samen (das WORT) in die (!!! gut vorbereitete ???) Erde (Menschenherz) und gießt Wasser (Hl. Geist) darauf, damit es wachsen kann so gut eben die Erde vorbereitet war.

Samstag, 29. Mai 2010

Macht der Zölibat pädophil?

"... In den USA sind 0,2 % aller Sporttrainer bereits einmal wegen Pädophilie verurteilt worden - wäre derselbe Prozentsatz deutscher Priester pädophil, müßte die Zahl der Geistlichen, gegen die ermittelt wird, um etwa 100 höher sein ..."

Kirche heute, 17. Jahrgang, 3/2010, März 2010

Freitag, 28. Mai 2010

Vergelt's Gott - eine Anekdote

Eine arme Witwe ging von Zeit zu Zeit, wenn sie eben ein wenig Geld übrig hatte, zum Metzger, um sich ein paar Suppenknochen, vielleicht auch einmal ein Stück Suppenfleisch zu kaufen.

Dann lange nichts, der Metzger dachte schon, die Frau sei gestorben. Doch eines Tages kam die Frau, noch schmaler und blasser als sonst, zu ihm in das Geschäft. Sie bat ihn inständig, ob er ihr denn nicht ein paar kleine Suppenknochen schenken könne, sie werde auch für ihn beten.

Der Metzger schimpfte über das Bettelpack und wollte die Frau schon hinauswerfen. Doch sie ließ nicht nach und bat inständig: "Lieber Metzger, lassen Sie es uns doch einmal probieren: Ich schreibe auf ein Blatt Papier 'Vergelt's Gott' und Sie legen das Papier auf die Waage und auf die andere Seite ein wenig Fleisch, bis das Gewicht erreicht ist!"

Der Metzger lachte laut und gab der Frau Papier und Stift. Das "Vergelt's Gott" legte er auf die Waage und legte ein kleines Stücklein Fleisch auf die andere Seite in der Annahme, daß die Waage sofort ausschlagen werde. Doch halt! Er mußte noch und noch Fleisch auflegen, die Waage wollte sich nicht rühren.

Das Gesicht des Metzgers wurde immer länger, aber er hielt sich an sein Wort. Die Frau ging überglücklich mit zwei Taschen voller Fleisch nach Hause und der Metzger wurde ein frommer Mann, der gerne half.
(Autor unbekannt)

Für alle, denen der Ausdruck nicht geläufig ist: Die Antwort auf "Vergelt's Gott!" lautet "Segen's Gott!"

Requiem aeternam - eine Anekdote

Einem reichen Kaufmanne war der Vater gestorben. So steckte der gläubige Mann seine Taschen voller Gold, ging zum nahegelegenen Kloster und bat, sie möchten doch für das Geld um das Seelenheil seines verstorbenen Vaters beten.

Man ging gemeinsam in die Kapelle, die Mönche knieten nieder und beteten: "Requiem aeternam dona eis, Domine ..."

"Was? War das alles?"

Der Abt bat den Kaufmann, sein Gold auf die Waagschale zu legen, alle Mönche sollten den Text auf einen Zettel schreiben und auf die andere Waagschale geben.
Noch hatten nicht alle Mönche ihren Zettel auf der Waagschale niedergelegt, als die Waage anfing auszuschlagen und die Seite mit den Gebetszetteln sank nach unten.
(Autor unbekannt)

Donnerstag, 27. Mai 2010

Stellvertretung: Warum wir Katholiken für andere etwas aufopfern, für Verstorbene beten ...

Zunächst grundlegende Aussagen:
(1) Gott ist unabhängig von Raum und Zeit. D. h. von Gott aus gesehen, ist "jetzt" Eiszeit, laufen "jetzt" Dinosaurier über die Erde, schafft Gott "jetzt" Adam und Eva, opfert "jetzt" Jesus am Kreuz für unsere Sünden Sein Leben, werde ich "jetzt" geboren, sterbe ich "jetzt" und bin auch "jetzt" (schon, nach meinem Tod) in der Ewigkeit - je nach meinem Verdienst im Himmel, Fegefeuer oder in der Hölle.
(2) Alles Gute, das der Mensch tut und denkt, kommt von Gott, der Mensch kann nichts Gutes tun ohne Gott.
(3) Jesus Christus war ohne Sünde auf Erden.
Wenn wir uns hier einig sind, können Sie weiterlesen; wenn nicht, reden wir aneinander vorbei.

Jetzt meine Antwortversuche:
Alles Gute kommt von Gott. - Warum gibt die Bank mir einen Kredit, obwohl ich keinerlei Sicherheiten zu bieten habe? - Ich habe jemanden mitgebracht, der für mich bürgt. Dieses für Bankangestellte ganz normale Geschehen - ohne Gottes Wirken wäre es nicht möglich. Kein Mensch hätte je von sich aus auf diese Idee kommen können.

Warum muß ich für meine zahlreichen Sünden nicht in die Hölle? Ich weiß, ich werde sie aus eigener Kraft nie "abbezahlen" können. -: Jesus hat für mich gebürgt, ER ist wegen MEINER SÜNDEN am Kreuz gestorben. ER, der Sündenlose, Gottes Sohn. Nur ER konnte den Himmel aufschließen, wir müßten erst einmal unsere Sünden abbüßen, bevor wir uns oder gar anderen den Himmel aufschließen. Unmöglich. Das kann nur DER Sündenlose.
Aber: Ich muß das Geschenk auch annehmen, ER wirft es mir nicht umsonst hinterher.

Auch ich darf für andere "bürgen", die Schuld anderer abzutragen helfen, für andere um Bekehrung beten ... jetzt ist der Himmel ja grundsätzlich offen, durch eine nicht abgeschlossene Tür kann man leichter hinein. - Fasten, Beten, Opfer irgendwelcher Art. Warum? Weil Gott Menschen vor dem ewigen Verderben retten will - Nach dem Motto des Hl. Apostels Paulus: "So freue ich mich nun der Leiden, die ich für euch erdulde, und erfülle damit am eigenen Fleische, was am Leidensmaße Christi noch abzutragen ist. Es kommt Seinem Leibe, der Kirche, zugute." (Kol 1, 24, Übersetzung Rösch).
Doch, doch, Christus hat genug gelitten! ER hat uns den Himmel aufgeschlossen. Was da an den Leiden Christi noch "fehlt", ist unsere Bekehrung. Daß wir unsere Sünden bereuen und uns bessern wollen (auch wenn's allzu oft nicht klappt).
Und dazu können wir uns gegenseitig helfen, können (wenn auch nur geringe "Summen", um in der Banksprache zu bleiben) gegenseitig bürgen. "Ja, Herr, DU weißt doch, er WILL sich bessern, er hat DEINE Liebe noch nicht richtig erfaßt, er ist so schwach im Glauben! Habe Geduld mit ihm! Sende DEINEN GEIST!" - Wenn wir ehrlichen Herzens Gott für andere bitten, so wird ER uns erhören. Wir haben "gebürgt", um Seelen zu retten. Wir können unser schwaches Gebet unterstreichen durch freiwilligen Verzicht, Fasten, Opfer, ein ausführliches Gebet. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, wenn es ehrlich gemeint und auch ehrlich ein Opfer ist. Auch unsere körperlichen oder seelischen Schmerzen können wir Gott zum Opfer anbieten. Mit je mehr Liebe, desto lieber nimmt Gott unsere Opfer an - und wenn sie uns noch so klein scheinen ...

Wenn der andere sich aber nicht bekehrt?
Wirklich nicht? Gott hat Zeit bis zur letzten Sekunde unseres Lebens!!! Und wenn der, für den wir beten, sich ABSOLUT NICHT bekehren WILL? - Dann nimmt Gott unser Gebet und Opfer als "Blankoscheck" und schenkt es einem andern, der es gut brauchen kann. Ich vertraue da ganz auf Gottes Auswahl ...

Aber das Gebet für Verstorbene?
(2) Wenn wir für andere opfern können, damit sie den Weg in den Himmel nicht verfehlen, wenn wir "bürgen" für einen Teil ihrer Schulden und wenn
(1) Gott unabhängig ist von Raum und Zeit, dann spielt es für IHN keine Rolle, ob derjenige, für den wir beten, in unserer Zeit noch lebt oder ob er schon gestorben ist.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Priesterweihe

Priesterweihe in Würzburg? - Früher wurde das rechtzeitig im Sonntagsgottesdienst verkündet. Dieses Jahr habe ich nichts gehört. Scheint nicht wichtig zu sein, sowas ...

Ayurveda

Heute vor 20 h kam bei Phönix ein sehr interessanter und sachlicher Film über Ayurveda. In einem Satz wurde erwähnt, daß in diese Art von Medizin auch die Weltanschauung hineingreift.

Sonntag, 23. Mai 2010

Christenverfolgung

Die Menschen werden jenes Ding verfolgen
vor dem sie am meisten Angst haben.
(Leonardo da Vinci)

Komm, Heiliger Geist!

Ein Mensch, dem stets der Glaube wichtig,
Der hält's für - selbstverständlich! - richtig,
Am Sonntag in die Kirch zu geh'n,
Nicht nur um Freunde dort zu seh'n.

An Pfingsten geht er, ist doch klar,
In "Seine" Kirch', wie's immer war.
Er weiß, der Pfarrer nimmt es "locker",
Drum wirft ihn nichts so schnell "vom Hocker".

Doch bei der Predigt stutzt er doch
Und fragt: "Bin ich katholisch noch?
Was ich da hör', das kann nicht sein!
In welche Kirch' ging ich hinein?"

Der Pfarrer spricht, man staun' und höre
Über kathol'sche Sexuallehre:
"Dran tut sich heute niemand halten,
Das ist doch nur was für die Alten!

Wer heute lebt mit off'nen Augen,
Der kann doch sowas nicht mehr glauben!
Der Papst, der soll das schnell abschaffen,
Sonst macht er sich noch mehr zum "Affen"!"

Der Mensch, er schüttelt fromm sein Haupt,
Weil er verhört zu haben glaubt.
Doch nein - er glaubt's noch immer kaum -
Es war - wie schade! - doch kein Traum!

Und auch wie es jetzt weiter geht -
Der Mensch die Welt nicht mehr versteht:
Der Pfarrer setzt sich - und bleibt sitzen! -
Der Mensch, jetzt fängt er an zu schwitzen.

Statt Credo singt der Chor ganz leis
Modernes über'n Heilgen Geist.
- Jetzt sieht der Mensch doch endlich klar:
Nicht er, der Pfarr' katholisch war!

Donnerstag, 20. Mai 2010

Beim Pfarrer

Pfingsten steht vor der Tür. In manchen umsichtig geleiteten Zeitungen schreiben sie jetzt über Pfingstbrauchtum oder über die Maifeier am Hofe Karls des Großen. Das mag für den Städter lehrreich sein, er weiß nun, dass so ein Fest Hand und Fuß hat und nicht nur durch sein Alter und die Bibel geadelt ist. Bei uns auf dem Land nimmt man weniger Bedacht auf Gelehrsamkeit. Und wenn es einen auch verdrießt, dass allerorten die hellen Birken ausgeplündert werden, so sieht man doch darüber hinweg, weil es halt Sitte ist. Auch ich betrachte mir meine alten Birken und denke, welche Zweige man wohl abschlagen kann, ohne den Bäumen wehzutun.
Nachdem das geschehen ist, fällt mir ein, dass ich unserm Pfarrer einen Besuch schuldig bin; er war zu Ostern bei mir, da will ich ihm zu Pfingsten mein Kompliment machen. Ich mag ihn, weil er auf der Kanzel nicht anders spricht als daheim: er dröhnt nicht wie eine Glocke und schüttet den Andächtigen nicht mit Bibelzitaten zu. So schreite ich gelassen auf das hübsche, von japanischem Wein umrankte Pfarrhaus zu. Sanfte, ruhige Gespräche, das ist es, wonach mir der Sinn steht. Unser Pfarrer ist noch jung, eifrig bei der heiligen Sache ohne zu eifern, ein Priester von der liebenswerten, hellen Art, was manchen missfällt, weil sie die Donnerer lieben. Ich hab es gern; auch in meiner baltischen Heimat nahmen die Pfarrer keine Privatstunden bei Komödianten. Einer stotterte sogar ein wenig, und wenn er bei einem schwierigen Wort steckenblieb, half ihm jemand, man sah darin nichts unstatthaftes, man liebte ihn nur noch mehr, weil er stotterte.
Was unsern Pastor betraf, schätze ich an ihm, dass er in mir nicht die öffentliche Person sieht, sondern den Nachbarn. Er fragt nicht nach meinen Büchern, sondern nach meinen Rosen. So wird es eine unfeierliche Stunde, in der es nach gutem Pfeifentabak duftet, während die Sonne prall in die Veranda scheint. Eine schöne, linde vorpfingstliche Stunde. – Wie war das doch mit den Flämmchen über den Häuptern der Jünger, und wie legen Sie das aus? – Die feurigen Zungen, antwortet er bedächtig, das Pfingstwunder, das denke er sich so und so. Das ist ein rechter Pfarrer. Er steigt nicht mit einem kritischen Sack auf die Kanzel, er vivizesiert nicht die Heilstaten. Und was den Herrn Jesus angeht, so wendet er nicht neue Theorien auf ihn an. Er klopft ihm nicht auf die Schulter und sagt „alter Freund“, sondern er glaubt an ihn, und aus diesem einfachen, klaren Glauben entwickelt er einfache, klare Gedanken. Wie ich so bei ihm sitze und in seine klugen Augen sehe, da erscheint mir alles Wunderbare natürlich und glaubhaft. Was aber die feurigen Zungen angeht, so sehe ich nicht ein, warum das nicht so gewesen sein soll, auch wenn es heute mehr falsche als feurige gibt.
(Frank Thiess/LA)
Quelle: Würzburger katholisches Sonntagsblatt, 23. Mai 2010, S. 32 Feuilleton

Dienstag, 18. Mai 2010

ENDE

Der Waldesrand ließ mich nun gehn,
(ich freu mich schon aufs Wiedersehn).
Es war sehr schön, würd' gerne bleiben!
- Das wird - vielleicht - zu ander'n Zeiten.
Nun heißt es wieder: "Sei bereit
Für täglich neue Dienstbarkeit!"
Die Arbeit rief, ich antwort' gern
Und geb' das Schwere unser'm Chef.

Sonntag, 9. Mai 2010

Warum wir Katholiken Maria verehren. Versuch eines Nicht-Theologen

Wo auch immer wir in der Bibel über Maria nachlesen, immer stellt sie sich „unten“ an, nie will sie Ehre für sich.
Dies sieht man z. B. bei der Verkündigung (Lk 1,29 Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?),
auf der Hochzeit zu Kana (Joh 2), wo sie sich nicht selbstbewusst als Mutter des Herrn vordrängt, sondern unauffällig auf den Mangel hinweist - und trotz abweisender Antwort so sehr auf die Hilfe ihres Sohnes vertraut, dass sie sich an die Diener wendet um ihnen zu sagen, dass sie den Anordnungen ihres Sohnes folgen sollen.
Es gibt noch etliche Bibelstellen, die diese ihre Haltung beweisen.
Und: Maria war eine starke Frau. Die "starken Helden", die beim Abendmahl noch groß redeten, sie würden auch für Jesus sterben wollen –
Mt 26,34 Jesus sprach zu Petrus: Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. 35 Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müßte, will ich dich nicht verleugnen. Das gleiche sagten auch alle Jünger.
- keiner von ihnen stand unter dem Kreuz außer dem jüngsten von ihnen, Johannes der Evangelist. Und Maria.

@ alipius

... da ist ja noch jemand nicht ganz dicht! (Nur wer nicht ganz dicht ist, hat Grund zum Dichten. Oder?) ;-)

Das Ave Maria, Versuch einer Erläuterung

Verkündigung der Geburt Jesu
Lk 1,28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!
Lk 1,30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden.
=> „Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.“

Marias Besuch bei Elisabeth
Lk 1,42 und [Elisabeth] rief laut und sprach: Gepriesen bist du unter den Frauen, und gepriesen ist die Frucht deines Leibes!
=> „Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.“

Und weil wir Katholiken glauben, dass die Heiligen nicht im Grabe bleiben, sondern jetzt ganz nah bei Gott sind, weil wir glauben, dass sie eine große Fürbittmacht haben beten wir zu ihnen.
Dies hat nichts mit einer spiritistischen Sitzung zu tun, denn wir warten nicht jetzt direkt auf eine hör-, sicht- oder sonst bemerkbare direkte Antwort. Wir versuchen nicht, Kontakt aufzunehmen, sondern rufen gleichermaßen einfach „in den Himmel“, in dem Glauben, dass wir gehört, erhört werden..
Wir beten also am Ende des Gebetes zu Maria, die z. B. auf der Hochzeit zu Kana (Joh 2) ihre Fürbittkraft schon erwiesen hat:
=> „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen."

Mein Einstand

Liebe Blogœzesanen!
Meine Güte, Ihr macht mich ja ganz fertig! - Daß ich hier beim ersten Wort gleich „in der Luft zerrissen“ werde, hätte ich ja nicht gedacht, aber mit einer solch überaus herzlichen Begrüßung habe ich erst recht nicht gerechnet!!! Wer bin ich denn?

Kaum bin ich da,
bin ich der Star.
Hab' schon einen Leserkreis,
kaum daß einer von mir weiß.
Hat euch mein Gedicht gefallen?
Ja, ich seh' es schon, (fast) allen!

- Kaum hab' ich mich hingesetzt,
wird die Feder schon gewetzt,
hol' das Tintenfaß herbei,
tauch' die Feder da hinei(n).
Und ich schreibe ohne Eile
eine Zeile, noch 'ne Zeile.

- Ei! sieh da! Ihr glaubt mir nicht?
„Von der Feder sie hier spricht!“
Ja, ich weiß, es gibt Computer,
Kuli, Bleistift! „Doch das Luder
spricht von Feder, Tintenfaß!
Schreibt sie wirklich noch mit „naß“?“

Ja, wenn ich von alten Tagen
träum' – und möchte fast verzagen,
weil heut' alles anders ist
man die alte Zeit vergißt,
dann greif' ich zum Tintenfaß
- macht das Schreiben wieder Spaß.

Keinen Strom und keine Tasten,
Bildschirm, Maus, Computerkasten,
all' das kann ich mir ersparen
schreibend über Blätter fahren!
Sitze hier am Küchentisch,
schreibe flott auf einen „Wisch“.

Liebe Brüder, liebe Schwestern,
hätt' ich das gewußt schon gestern
(die herzliche Begrüßung – Anm. d. Verf.)
hätt' ich noch zwei Wochen g'wartet
und wär dann erst losgestartet.
Denn ich geh' in Urlaub bald,
da wohn' ich ganz nah am Wald.

Internet, das gibt’s da nicht
(aber schon elektrisch Licht!),
d'rum werd' ich mich dort bescheiden
und ganz andre Sachen schreiben.
Die bekommt ihr dann zu lesen -
(ich) hoff', das war's dann nicht gewesen ...

Doch bis dahin ist noch WEIT!
Viele Seiten, viel Arbeit.

Blogœzesen-Lyrikblog – oder so ähnlich (ich habe hier kein Internet, muß also in der Erinnerung „schürfen“) ... stimmt ja auch, zugegeben. Aber ich kann auch Prosa ... ;-) Das ist ein Ehrentitel, den müßte ich mir glatt auf ein T-Shirt schreiben lassen ... „Blogœzesen-Lyrikbloggerin“. Aber wer weiß schon, was eine Blogœzese ist ... Nicht mal mein Computer, ... das muß ich gleich ändern!

Also:
Ich bin dann demnächst mal weg, und wenn ich wieder da bin, bin ich wieder da. Eine genaue Datums- und Zeitangabe hab' ich leider nicht.

Leb' auf einem schwankend' Schiff,
hab' nicht alles so im Griff!

Bless you!

Mittwoch, 5. Mai 2010

Ein Gedicht!

All jenen gewidmet, die sich über Bischof Mixas Rücktrittsgesuch freuen

Die Kruzifix’ in Klassenzimmern,
Die Kinder an den Tod erinnern,
Sie müssen weg, so steht’s geschrieben,
Nicht nur bei Kindern unter sieben.

Ob schwul, ob lesbisch, ist egal,
Wer kann und will darf allemal
- „heiraten“ darf man es nicht nennen -
Dem Amt den Lebenspartner nennen.
Das wird dann sauber eingeschrieben,
’s gibt Witwergeld, wenn wer verschieden.

Das habt Ihr sauber hingekriegt!
Auch hier und da habt ihr gesiegt.
Ist’s nicht genug? Nein! Es geht weiter!
Mitten in der Kirche, heiter.
Ein Priester hier, ein Bischof dort,
So treibt’s die Presse munter fort.

„Ist alles dies denn auch belegt?“
Die Frag’ die Presse nicht erregt.
Und weiter, weiter wird geschrieben,
- nur solche Fragen – totgeschwiegen.
Missbrauch? Misshandlung? Ist egal.
Die Presse, die hat radikal
Den Unterschied, der da bestand
„Über den Haufen“ schnell „gerannt“.
Dafür ist sie gar sehr zu loben.
Nun kann sie auch viel besser toben.

Ein Opfer dieser „Bagatelle“
(Aufhebung des Unterschiedes. D. Verf.)
Ist Bischof Mixa auf die Schnelle.
’ne Watsch’n und ’ne Geldgeschicht’.
Da ist das erste lange G’sicht.
Doch ehrlich: Wer hat nie „gewatscht“?
Und doch wird über dies getratscht.
Wird breitgetreten zum wie’s nur geht,
Damit so richtig Druck entsteht.

Jetzt soll der „böse“ Bischof gehen.
Wie’s weitergeht? Wir werden sehn ...
Sagt, hat die Presse kein Gewissen?
Paßt ihr was nicht, wird hingeschaut!
Wird freudig in den Schmutz gezogen,
Wenn’s sein muß wird es auch verbogen.
Nun sagt mir: wer ist morgen dran?
Und auch: wem man noch trauen kann?
So geht es munter immer weiter ...
Leider, leider. Leider, leider ...

Montag, 3. Mai 2010

GL 249 (Der Geist des Herrn erfüllt das All

GL 249 (Der Geist des Herrn erfüllt das All)
4. Der Geist des Herrn durchweht die Welt
Gewaltig und unbändig;
Wohin Sein Feueratem fällt
Wird Gottes Reich lebendig.
Da schreitet Christus durch die Zeit
In Seiner Kirche Pilgerkleid,
Gott lobend: Halleluja!

„Da schreitet Christus durch die Zeit
In Seiner Kirche Pilgerkleid“.
Sag, ist es nicht schon recht zerschlissen?
Von manchen Dornen arg zerrissen?
Beschmutzt, bespieen – welch ein Graus!
Manch’ einer glaubt, er hält’s nicht aus.
Zweitausend Jahre geht das schon,
Gar mancher schlich sich schon davon.
Hat
· Einfach grad nur resigniert
· ’nen eig’nen Laden ausstaffiert
· wie Blitz und Donner laut geschimpft,
die Nachbarschaft damit „geimpft“.
Auch heute – täglich kann man’s lesen,
Denkt jeder, er sei auserlesen,
Der Kirch’ die Meinung laut zu sagen,
Daß and’re stimmen ein in’s Klagen.
Doch was, so glaubt ihr, wird geschehen,
Wenn’s Kleid vom Winde wird verwehen?
Wenn’s wirklich ganz mal ist zerschlissen,
- wird es dann einfach weggeschmissen?
„ ... da schreitet CHRISTUS durch die Zeit ...“!
ER trägt die Kirche wie ein Kleid.
Und wenn das Kleid ist ganz kaputt
- meinst du, dann ist es endlich gut?
Vorbei, die Kirche endlich tot?
- So einfach ist das nicht bei Gott!
Denn dann steht Christus strahlend da,
So klar, wie Ihn noch keiner sah ...