Sonntag, 28. Februar 2016

Jorge Bergoglio als Meßdiener

Ja, doch, er war einer!

Demo für Alle 2016

Keine Gegendemonstration, sondern ein Fest!

Ganz offiziell.

Ich  habe mein Versprechen gehalten und heute den ganzen Rosenkranz gebetet, 153 Ave Maria.

Vorsatz für die Fastenzeit

... in Wort und Schrift.

Vergelt's Gott für den "Tritt in den Allerwertesten"!!!

"Das haut mich um!"

... sagt man oft.
Vergelt's Gott an Jobo72 für die Gedanken zum Evangelium!

Samstag, 27. Februar 2016

Demo für Alle

Heute verlinke ich mal.

Aus einer eMail, die ich am 26.02.2016 erhalten habe:

Am 28. Februar 2016 veranstaltet das Aktionsbündnis für Ehe & Familie erneut eine große DEMO FÜR ALLE in Stuttgart, um die Bürger kurz vor den Landtagswahlen noch einmal für diese zentralen Themen zu sensibilisieren. Wir von CitizenGO möchten helfen, diese wichtige Demonstration bekannter zu machen:
Datum: Sonntag, 28. Februar 2016  
Uhrzeit: 14 Uhr
Ort: Stuttgart / Schillerplatz

Es wird sicherlich informativ!

Als Redner wurden angekündigt:
  • Weihbischof Andreas Laun (Erzdiözese Salzburg)
  • Hartmut Steeb (Generalsekretär der Evangelischen Allianz Deutschland)
  • Birgit Kelle (Journalistin und Buchautorin, Vorsitzende von Frau2000plus)
  • Ein Vertreter der Petitionsinitiative (Zukunft-Verantwortung-Lernen e.V.)
  • Albéric Dumonat (Vize-Präsident La Manif Pour Tous)
  • Hedwig von Beverfoerde (Koordinatorin Aktionsbündnis für Ehe & Familie – DEMO FÜR ALLE)

Für manche ist vielleicht auch dies bedenkenswert.

Samstag der zweiten Fastenwoche NO

Mich 7, 14 – 15. 18 - 20
Zum Vergleich: Schott 1975
14 Herr, weide mit deinem Stab dein Volk, die Schafe, die dein Eigentum sind, die einsam lagern in einer Wildnis mitten im Fruchtland! Mögen sie wieder in Baschan und Gilead weiden wie in den Tagen der Vorzeit.
15 Wie in den Tagen, da du aus Ägypten auszogst, laß uns deine Wunder schauen!
18 Wer ist Gott wie du, der Schuld wegnimmt und Frevel vergibt dem Restvolk, das ihm gehört? Nicht für immer hält er seinen Zorn fest; denn er liebt es, gnädig zu sein.
19 Er wird sich unser wieder erbarmen, er wird unsere Schuld zertreten. Du wirst alle unsere Sünden in die Tiefe des Meeres werfen.
20 Du wirst Jakob Treue erweisen und Abraham Huld, wie du unsern Vätern geschworen in den Tagen der Vorzeit.


Mich 7, 14 – 15. 18 - 20
Henne/Rösch
Gebet um Heraufführung des messianischen Heils
141 Weide dein Volk mit deinem Stab, die Herde, die dir zu eigen, die einsam im Waldland wohnt inmitten des Fruchtgefildes!
Laß sie auch wieder in Basan und Galaad weiden wie in den Tagen der Vorzeit!
15 Wie in den Tagen, da du zogst aus Ägypten laß ich sie Wunder schauen.

Vertrauensvolle Hoffnung auf Gottes Gnade und Vergebung
182 Wer ist wohl ein Gott wie du, der Sünden vergibt und dem Rest seines Erbes die Frevel erläßt, der seinen Zorn nicht festhält für immer, sondern Freude hat an der Gnade?
19 Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Frevel zertreten und all unsre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen.
20 Du wirst an Jakob Treue, an Abraham Gnade erweisen, wie du unsern Vätern geschworen in den Tagen der Vorzeit.


Mich 7, 14 – 15. 18 - 20
Vulgata Clementina
14 Pasce populum tuum in virga tua, gregem hereditatis tuae habitantes solus in saltu, in medio Carmeli: pascentur Basan et Galaad juxta dies antiquos.
15 Secundum dies egressionis tuae de terra Aegypti ostendam ei mirabilia.
18 Quis Deus similis tui, qui aufers iniquitatem, et transis peccatum reliquiarum hereditatis tuae? Non immittet ultra furorem suam, quoniam volens misericordiam est.
19 Revertetur, et miserebitur nostri: deponet iniquitates nostras, et projiciet in profundum maris omnia peccata nostra.
20 Dabis veritatem Jacob, misericordiam Abraham: quae jurasti patribus nostris a diebus antiquis.

1 14 – 17 Nach einem Gebet an den göttlichen Hirten, er möge der Herde, die bisher nur einsam im waldigen Bergland Palästinas inmitten der Fruchtgefilde im Westen und Osten wohnte, wieder die reiche Weide in Basan und Galaad schenken (V. 14), antwortet Gott, er werde die Wunder von Ägypten wiederholen (V. 15) und die Folge davon werde die Bekehrung der Heiden sein (V. 16 f.).

2 18 – 20 Die Größe Gottes wird sich besonders darin zeigen, daß er die Sündenschuld verzeiht.

Freitag, 26. Februar 2016

Mir kam da ein Name in den Sinn:

Reinhard Mey.

Und dann hab' ich mal reingehört.
Wer lieber reinliest, ist hier richtig.

Oder: Hier und da.

Oder sowas.

Freitag der zweiten Fastenwoche NO

Gen 37, 3 – 4. 12 – 13a. 17 b - 28
Zum Vergleich: Schott 1975
3 Israel liebte Josef unter allen seinen Söhnen am meisten, weil er ihm noch in hohem Alter geboren worden war. Er ließ ihm einen Ärmelrock machen.
4 Als seine Brüder sahen, daß ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brüder, haßten sie ihn und konnten mit ihm kein gutes Wort mehr reden.
12 Als seine Brüder fortgezogen waren, um das Vieh ihres Vaters bei Sichem zu weiden,
13a sagte Israel zu Josef: Deine Brüder weiden bei Sichem das Vieh. Geh, ich will dich zu ihnen schicken! Er antwortete: Ich bin bereit.
17b Da ging Josef seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan.
18 Sie sahen ihn von weitem. Bevor er jedoch nahe an sie herangekommen war, faßten sie den Plan, ihn umzubringen.
19 Sie sagten zueinander: Dort kommt ja der Träumer.
20 Jetzt aber auf, erschlagen wir ihn und werfen wir ihn in eine der Zisternen! Sagen wir, ein wildes Tier habe ihn gefressen. Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen wird.
21 Ruben hörte das und wollte ihn aus ihrer Hand retten. Er sagte: Begehen wir doch keinen Mord!
22 Und Ruben sagte zu ihnen: Vergießt kein Blut! Werft ihn in die Zisterne da in der Steppe, aber legt nicht Hand an ihn! Er wollte ihn nämlich aus ihrer Hand retten und zu seinem Vater zurückbringen.
23 Als Josef bei seinen Brüder angekommen war, zogen sie ihm sein Gewand aus, den Ärmelrock, den er anhatte,
24 packten ihn und warfen ihn in die Zisterne. Die Zisterne war leer; es war kein Wasser darin.
25 Als sie dann beim Essen saßen und aufblickten, kam gerade eine Karawane von Ismaelitern aus Gilead, Ihre Kamele waren mit Tragant, Mastix und Ladanum beladen. Sie waren unterwegs nach Ägypten.
26 Da schlug Juda seinen Brüdern vor: Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut zudecken?
27 Kommt, verkaufen wir ihn den Ismaelitern. Wir wollen aber nicht Hand an ihn legen, denn er ist immerhin unser Verwandter! Seine Brüder waren einverstanden.
28 Midianitische Kaufleute kamen vorbei. Da zogen sie Josef aus der Zisterne heraus und verkauften ihn um zwanzig Silberstücke an die Ismaeliter. Diese brachten Josef nach Ägypten.


Gen 37, 3 – 4. 12 – 13a. 17 b - 28
Henne/Rösch
3 Israel hatte aber Joseph lieber als alle seine Söhne, weil er ihm in seinem Alter geboren worden war, und so ließ er ihm ein langes Ärmelkleid machen.
4 Als nun seine Brüder sahen, daß ihr Vater ihn lieber hatte als alle seine Brüder, faaßten sie Haß gegen ihn und brachten es nicht über sich, freundlich mit ihm zu reden.

Joseph wird nach Ägypten verkauft
12 Als seine Brüder weggegangen waren, um bei Sichem die Schafe ihres Vaters zu weiden,
13a sagte Israel zu Joseph: Deine Brüder hüten bei Sichem. Komm, ich will dich jetzt zu ihnen schicken! Er antwortete ihm: Ich bin bereit!
17b So ging denn Joseph seine Brüdern nach und traf sie in Dothain.
18 Als sie ihn von weitem sahen, bevor er noch zu ihnen herangekommen war, heckten sie einen arglistigen Plan gegen ihn aus, um ihn umzubringen.
19 Sie sagten zueinander: Seht, da kommt der Träumer!
20 Her jetzt, wir wollen ihn totschlagen und ihn in eine der Zisternen werfen und dann sagen, ein wildes Tier habe ihn gefressen. Wir werden ja sehen, was aus seinen Träumen wird.
21 Als Ruben dies hörte, suchte er ihn aus ihren Händen zu erretten und sagte: Wir wollen ihn nicht ums Leben bringen!
22 Und Ruben redete ihnen zu: Vergießt kein Blut! Werft ihn dort in die Zisterne in der Steppe, aber legt nicht Hand an ihn! So wollte er ihn aus ihrer Hand retten und ihn seinem Vater wieder zurückbringen.
23 Sobald nun Joseph bei seinen Brüdern angekommen war, zogen sie Joseph den Rock, den langen Leibrock, den er anhatte, aus, packten ihn und warfen ihn in eine Zisterne.
24 Die Zisterne war aber leer. Kein Wasser war darin.
25 Dann setzten sie sich nieder, um ihre Mahlzeit einzunehmen. Als sie ihre Augen erhoben und ausschauten, sahen sie eine Karawane von Ismaelitern aus der Richtung von Galaad daherkommen. Ihre Kamele waren mit Gummi, Balsam und Rosenharz beladen; sie waren damit unterwegs, um es nach Ägypten zu bringen.
26 Juda sagte zu seinen Brüdern: Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder umbringen und seine Ermordung verheimlichen?
27 Kommt, wir wollen ihn an die Ismaeliter verkaufen und nicht Hand an ihn legen! Er ist ja unser Bruder, unser eigen Fleisch. Seine Brüder willigten ein.
28 Als nun die madianitischen Kaufleute vorbeikamen, holten jene Joseph aus der Zisterne herauf und verkauften Joseph für zwanzig Silberlinge an die Ismaeliter. Diese brachten Joseph nach Ägypten.


Gen 37, 3 – 4. 12 – 13a. 17 b - 28
Vulgata Clementina
3 Israel autem diligebat Joseph super omnes filios suos, eo quod in senectute genuisset eum: fecitque ei tunicam polymitam.
4 Videntes autem frates ejus quod a patre plus cunctis filiis amaretur, oderant eum, nec poterant ei quidquam pacifice loqui.
12 Cumque fratres illius in passcenis gregibus patris morarentur in Sichem,
13 Dixit ad eum Israel: Fratres tui pascunt oves in Sichimis: veni, mittam te ad eos. Quo respondente,
14 Praeso sum.
17* Perrexit ergo Joseph post fratres suos, et invenit eos in Dothain.
18 Qui cum vidissent eum procul, antequam accederet ad eos, cogitaverunt illum occidere:
19 Et mutuo loquebantur: Ecce somniator venit:
20 Venite, occidamus eum, et mittamus in cisternam veterem: dicemusque, Fera pessima devoravit eum: et tunc apparebit quid illi prosint somnia sua.
21 Audiens autem hoc Ruben, nitebatur liberare eum de manibus eorum, et dicebat:
22 Non interficiatis animam ejus, nec effundatis sanguinem: sed projicite eum in cisternam hanc, quae est in solitudine, manusque vestras servate innoxias: hoc autem dicebat, volens eripere eum de manibus eorum, et reddere patri suo.
23 Confestim igitur ut pervenit ad fratres suos, nudaverunt eum tunica talari, et polymita#:
24 Miseruntque eum in cisternam veterem, quae non habebat aquam.
25 Et sedentes ut comederent panem, viderunt Ismaelitaas viatores venire de Galaad, et camelos eorum portantes aromata et resinam, et stacten in Aegyptum.
26 Dixit ergo Judas fratribus suis: Quid nobis prodest si occiderimus fratrem nostrum, et celaverimus sanguinem ipsius?
27 Melius est ut vendumdetur Ismaelitis, et manus nostrae non polluantur: frater enim, et caro nostra est. Acquierunt fratres sermonibus illius.
28 Et praetereuntibus Madianitis negotiatorbus, extrahentes eum de cisterna, vendiderunt eum Ismaelitis, viginti argenteis: qui duxerunt eum in Aegyptum.

*Hier hat die Vulgata Clementina offensichtlich eine andere Zählung.

# das fehlt sogar bei Henne Rösch

Donnerstag, 25. Februar 2016

Vergleiche mit dem Schott von 1975

... sollten die Texte inzwischen geändert worden sein, ich habe keinen neueren Schott.

Beim Abschreiben tippe ich ja einfach nur, um mich nicht zu vertippen.
Wenn ich hier aber manchmal einen Abschnitt lese, fällt mir immer wieder auf, wie anders ich die Texte aus dem Schott verstehe im Vergleich zu Henne Rösch - und wenn ich grad mal ein paar Worte Latein verstehe, auch mit der Vulgata Clementina ...

Warum verändert man den Sinn der Texte? Daß man die Wortwahl "modernisiert", da habe ich absolut nichts dagegen. Aber am Sinn des Wortes Gottes gibt's nichts zu drehen ... sollte man meinen ...

Donnerstag der zweiten Fastenwoche NO

Jer 17, 5 - 10
Vergleich: Schott 1975
5 So spricht der Herr: Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt und dessen Herz sich abwendet vom Herrn.
6 Er gleicht einem kahlen Strauch in der Steppe; nie erlebt er, daß Gutes kommt, er muß im dürren Wüstenland bleiben, im unbewohnten Salzgebiet.
7 Gesegnet der Mann, der auf dem Herrn vertraut und dessen Hoffnung der Herr ist!
8 Er gleicht einem Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt; er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; sein Laub bleibt grün; auch im trockenen Jahr ist er ohne Sorge und hört nicht auf, Früchte zu tragen.
9 Arglistig ohnegleichen ist das Herz und unverbesserlich; wer kann es ergründen?
10 Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem nach seinen Wegen zu vergelten, nach der Frucht seiner Taten.


Donnerstag der zweiten Fastenwoche NO
Jer 17, 5 - 10
Henne/Rösch

Weisheitssprüche
51 So spricht der Herr:
Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, auf Menschen sich stützt, dessen Herz sich abkehrt von Gott!
6 Er gleicht einem Strauch in der Steppe.
Er erlebt es nicht, daß es ihm gut geht.
Er haust in dürrem Wüstenland, in salziger, unwirtlicher Gegend.
7 Gesegnet der Mann, der auf den Herrn vertraut, dessen Zuversicht der Herr ist!
8 Er ist wie ein Baum, an Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bache erstreckt.
Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt. Sein Laub bleibt grün; im trockenen Jahr hat er keine Not.
Er hört nicht auf, Früchte zu tragen.
9 Arglistig ist das Herz, mehr als alles, und verschlagen. Wer kann es ergründen?
10 Ich, der Herr, durchforsche das Herz, prüfe die Nieren, um jedem zu vergelten nach seinem Wandel, wie sein Tun es verdient.


Jer 17, 5 - 10
Vulgata Clementina
5 Haec dicit Dominus: Maledictus homo, qui confidit in homine, et ponit carnem brachium suum, et a Domino recedit cor ejus.
6 Erit enim quasi myricae in deserto, et non videbit cum venerit bonum: sed habitabit in siccitate, in deserto, in terra salsuginis, et inhabitabili.
7 Benedictus vir, qui confidit in Domino, et erit Dominus fiducia ejus.
8 Et erit quasi lignum quod transplantatur super aquas, quod ad humorem mittit radices suas: et non timebit cum venerit aestus. Et erit folium ejus viride, et in tempore siccitatis non erit sollicitum, nec aliquando desinet facere fructum.
9 Pravum est cor omnium, et inscrutabile: quis cognoscet illud?
10 Ego Dominus scrutans cor, et probans renes: qui do unicuique juxta viam suam, et juxta fructum adinventionum suarum.

1 5 – 13 Warum die Weisheitssprüche hier eingefügt sind, obwohl sie mit den Reden in keinem Zusammenhang stehen, ist unbekannt. Die einzelnen, unter sich selbständigen Sprüche, beziehen sich auf die gerechte Vergeltung.

Mittwoch, 24. Februar 2016

Mittwoch der zweiten Fastenwoche NO

Jer 18, 18 - 20
Vergleich: Schott 1975
18 Die Feinde des Propheten sagten: Kommt, laßt uns gegen Jeremia Pläne schmieden! Denn nie wird dem Priester die Weisung ausgehen, dem Weisen der Rat und dem Propheten das Wort. Kommt, wir wollen ihn mit seinen eigenen Worten schlagen und achtgeben auf alles, was er sagt!
19 Jeremia betete zum Herrn: Gib du, Herr, acht auf mich und höre das Gerede meiner Widersacher!
20 Darf man denn Gutes mit Bösem vergelten? (Denn sie haben mir eine Grube gegraben.) Denk daran, wie ich vor dir stand, um zu ihren Gunsten zu sprechen und deinen Zorn von ihnen abzuwenden!


Jer 18, 18 - 20
Henne/Rösch
181 Sie sagen:
Wohlan, laßt uns Pläne schmieden gegen Jeremias!
Denn noch ist die Weisung nicht vom Priester gewichen, noch der Rat vom Weisen noch das Wort vom Propheten.
Wohlan, wir wollen ihn mit der Zunge treffen! Wir achten nicht all seiner Reden!
19 Höre auf mich, o Her! Vernimm meiner Gegner Rede!
202 Soll Gutes vergolten werden mit Bösem, daß sie mir eine Grube graben?
Denke daran, wie ich vor dich trat, zum Besten für sie zu reden, deinen Zorn abzuwenden von ihnen!


Jer 18, 18 - 20
Vulgata Clementina
18 Et dixerunt: Venite, et cogitemus contra Jeremiam cogitationes: non enim peribit lex a sacerdote, neque consilium a sapiente, nec sermo a propheta: venite, et percutiamus eum lingua, et non attendamus ad universos sermones ejus.
19 Attende Domine ad me, et audi vocem adversariorum meorum.
20 Numquid redditur pro bono malum, quia foderunt foveam animae meae? Recordare quod steterim in conspectu tuo, ut loquerer pro eis bonum, et averterem indignationem tuam ab eis.

1 Die Redenden sind die leitenden Kreise der Stadt: die veräußerlichte Priesterschaft, die Gesetzeskundigen und die falschen Propheten. Jeremias hat ihnen oft genug den Untergang vorausgesagt. Hier entgegnen sie ihm höhnisch, daß sie noch im Besitz ihrer Macht sind und sie gebrauchen werden.

2 Jeremias war stets bestrebt, bei Gott durch seine Fürbitte für sie einzutreten (vgl. 15, 11; 17, 16).

Dienstag, 23. Februar 2016

Warum fasten wir?

... diese alte und doch immer wieder neue Frage wird hier beantwortet.

Ausschnitt:
Doch der Christ hat einen besonderen Grund, einen ‚mystischen’ Grund, nicht zur Buße allgemein, sondern speziell zum Fasten: – die
Abwesenheit des Herrn.
Da kamen die Juden zu Jesus und fragten: „Warum fasten wir Jünger des Johannes und der Pharisäer, während deine Jünger nicht fasten?“ Jesus erwiderte ihnen: „Wie können die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen weilt? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam ihnen entrissen wird. An jenen Tagen werden sie fasten.“ (Mk. 2, 19-20)
Diese Worte aus dem Evangelium sind genau die Antwort auf unsere Frage nach dem Sinn des Fastens in der Kirche. Als Christus unter seinen Jüngern hier auf Erden anwesend war, da konnten sie nicht fasten. Und dies, bis zur Himmelfahrt des Herrn. Danach erinnerten sich die Apostel, dass Jesus diese Worte gesprochen hatte, und setzten viele Fasttage ein. In der Antike, mindestens bis zum 7.Jh., fastete man jeden Mittwoch und jeden Freitag des Jahres als Andenken an die Passion, an die Leiden des Erlösers. Dann auch besonders einige Zeit vor dem Osterfest bis zu Karsamstag, dem Gedenktag des Abstiegs Christi in die Unterwelt, an dem das Fasten komplett, d.h. den ganzen Tag eingehalten wurde. Heute werden allzu oft die Feierlichkeiten der Auferstehung schon etwas vorweggenommen. Doch Gregor der Große erzählt, dass zu seiner Zeit sogar die Kinder am Karsamstag nicht essen wollten… weil der Herr nicht da ist. Es gibt auch keine Messe an diesem Tag: denn der Herr ruht im Grabe (großer Ruhetag). Hingegen ist es absolut verboten, am Sonntag zu fasten. Zur Ehre des glorreichen Auferstandenen, der gesagt hat:
„Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.”

Vergelt's Gott!

Dienstag der zweiten Fastenwoche NO

Jes 1, 10. 16 - 20
Vergleich: Schott 1975
10 Hört das Wort des Herrn, ihr Gebieter von Sodom, vernimm die Weisung unseres Gottes, du Volk von Gomorra!
16 Wascht euch, reinigt euch! Schafft mir eure bösen Taten aus den Augen! Hört auf, Böses zu tun!
17 Lernt Gutes tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht! Tretet ein für die Witwen!
18 Kommt, wir wollen miteinander rechten, spricht der Herr. Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle.
19 Wenn ihr willig seid und hört, sollt ihr den Ertrag des Landes verzehren.
20 Wenn ihr euch aber weigert und widerstrebt, soll euch das Schwert verzehren. Fürwahr, der Mund des Herrn hat gesprochen.


Is (Jes) 1, 10. 16 - 20
Henne Rösch
Wertlosigkeit des Opferdienstes ohne die rechte Gesinnung
10 Hört denn das Wort des Herrn, ihr Fürsten von Gomorrha!

Der Weg zur Versöhnung mit Gott
16 Waschet euch! Reinigt euch! Schafft eure bösen Taten aus meinen Augen! Laßt ab vom frevlen Treiben!
17 Lernt Gutes tun! Strebt nach dem Rechten!
Helft dem Bedrückten! Schafft Recht der Waise! Führt den Rechtsstreit der Witwe!
18 Wohlan, laßt uns rechten!, so spricht der Herr.
Ob eure Sünden auch rot sind wie Scharlach, weiß sollen sie werden wie Schnee. Ob sie auch rot sind wie Purpur, weißt sollen sie werden wie Wolle!
19 Gebt ihr willig Gehör, so sollt ihr genießen das Beste im Land.
20 Doch weigert ihr euch und trotzt, so wird euch fressen das Schwert! -
Wahrlich, des Herrn Mund hat gesprochen.

 
Is (Jes) 1, 10. 16 - 20
Vulgata Clementina
10 Audite verbum Domini principes Sodomorum, percipite auribus legem Dei nostri populus Gomorrhae.
16 Lavamini, mundi estote, auferte malum cogitationum vestrarum ab oculis meis: quiescite agere perverse,
17 Discite benefacere: quaerite judicium, subvenite oppresso, judicate pupillo, defendite viduam.
18 Et venite, et arguite me, dicit Dominus: si fuerint peccata vestra ut coccinum, quasi nix dealbabuntur: et si fuerint rubra quasi vermiculus, velut lana alba erunt.
19 Si volueritis, et audieritis me, bona terrae comedetis.
20 Quod si nolueritis, et me ad iracundiam provocaveritis: gladius devorabit vos, quia os Domini locutum est.

Montag, 22. Februar 2016

Montag der zweiten Fastenwoche NO

Dan 9, 4b - 10
Vergleich: Schott 1975
4b Daniel betete: Her, du großer und furchterregender Gott! Du bewahrst den Bund und die Huld denen, die dich lieben und deine Gebote halten.
5 Wir haben gesündigt und Unrecht getan, wir sind abtrünnig gewesen und haben uns empört: von deinen Geboten und Gesetzen sind wir abgewichen.
6 Wir haben nicht gehört auf deine Diener, die Propheten, die in deinem Namen zu unseren Königen und Vorstehern, zu unseren Vätern und dem ganzen Volk des Landes geredet haben.
7 Du, Herr, bist im Recht; uns aber steht bis heute die Scham im Gesicht, den Leuten von Juda, den Bewohnern Jerusalems und allen Israeliten, seien sie nah oder fern in allen Ländern, wohin du sie verstoßen hast; denn sie haben dir die Treue gebrochen.
8 Ja, Herr, uns steht die Scham im Gesicht, unseren Königen, Oberen und Vätern: denn wir haben gegen dich gesündigt.
9 Aber beim Herrn, unserem Gott, ist Erbarmen und Vergebung. Ja, wir haben uns doch gegen ihn empört.
10 Wir haben uns die Stimme des Herrn, unseres Gottes, nicht gehört und seine Weisungen nicht befolgt, die er durch seine Diener, die Propheten, uns gegeben hat.

 
Dan 9, 4b - 10
Henne Rösch

Daniels Schuldbekenntnis
Ich betete zum Herrn, meinem Gott und bekannte:
4b O Herr, du großer und furchtbarer Gott! Du bewahrst den Gnadenbund denen, die dich lieben und deine Gebote halten.
5 Wir haben gesündigt und unrecht getan. Wir sind gottlos gewesen, haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und Satzungen abgewichen.
6 Wir haben nicht auf deine Diener, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen, zu unseren Fürsten und zu unseren Vätern und zum ganzen Volk des Landes redeten.
7 Du, o Herr, bist gerecht, uns jedoch sollte die Schamröte ins Gesicht steigen am heutigen Tage, allen Männern Judas, den Bewohnern von Jerusalem, und ganz Israel, nach und fern in allen Ländern, wohin du sie verstoßen hast um der Untreue willen, die sie gegen dich begangen haben.
8 O Herr, die Schamröte sollte ins Gesicht steigen uns, unseren Königen und Fürsten und unseren Vätern, weil wir gegen dich gesündigt haben;
9 Doch bei dem Herrn, unserem Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung dafür, daß wir uns gegen ihn aufgelehnt haben;
10 daß wir nicht auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, gehört haben, um nach seinen Satzungen zu wandeln, die er uns durch seine Diener, die Propheten, gegeben hat.


Dan 9, 4b - 10
Vulgata Clementina
Et oravi Dominum Deum meum, et confessus sum, et dixi:
4b Obsecro Domine Deus magne et terribilis, custodiens pactum, et misericordiam dilgentibus te, et custodientibus mandata tua.
5 Peccavimus, iniquitatem fecimus, impie egimus, et recessimus: et declinavimus a mandatis tuis, ac judiciis.
6 Non obedivimus servis tuis prophetis, qui locuti sunt in nomine tuo regibus nostris, principus nostris, patribus nostris, omnique populo terrae.
7 Tibi Domine justitia: nobis autem confusio faciei, sicut est hodie viro Juda, et habitatoribus Jerusalem, et onmi Israel, his qui prope sunt, et his qui procul in universis terris, ad quas ejecisti eos propter iniquitates eorum, in quibus peccaverunt in te.
8 Domine nobis confusio faciei, regibus nostris, principibus nostris, et patribus nostris qui peccaverunt.
9 Tibi autem Domino Deo nostro misericordia, et propitiatio, quia recessimus a te:
10 Et non audivimus vocem Domini Dei nostri ut ambularemus in lege ejus, quam posuit nobis per servos suos prophetas.

Samstag, 20. Februar 2016

Samstag der ersten Fastenwoche NO

Dtn 26, 16 - 19
Zum Vergleich: Schott 1975
16 Mose sprach zum Volk Israel: Heute, an diesem Tag, verpflichtet dich der Her, dein Gott, diese Gesetze und die Rechtsnormen zu halten. Du sollst auf sie achten und sie halten mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele.
17 Heute hast du der Erklärung des Herrn zugestimmt, nach der er dein Gott werden will und du auf seinen Wegen gehen, auf seine Gesetze, Gebote und Rechtsnormen achten und auf seine Stimme hören sollst.
18 Und der Herr hat heute deiner Erklärung zugestimmt, nach der du, weil er es dir zugesagt hat, erwartest, das Volk zu werden, das ihm persönlich gehört, und auf alle seine Gebote achten willst,
19 er dich über alle Völker, die er geschaffen hat, erheben soll, zum Lob, zum Ruhm, zur Zierde, und du, weil er es zugesagt hat, erwartest, ein Volk zu werden, das dem Herrn, deinem Gott, heilig ist.


Dtn 26, 16 – 19
Henne/Rösch
Die Bundesformel
161 Am heutigen Tage befiehlt dir der Herr, dein Gott, diese Gesetze und Verordnungen zu halten. So beachte und befolge sie aus ganzem Herzen und von ganzer Seele!
17 Heute hast du dir vom Herrn erklären lassen, daß er dein Gott sein will und daß du auf seinen Wegen wandeln und seine Gebote, Vorschriften und Rechtsbestimmungen beobachten und ihm gehorchen müßtest.
18 Der Herr aber hat dich heute erklären lassen, daß du sein Eigentumsvolk sein willst, wie er dir versprochen hat, und bereit bist, all seine Vorschriften zu beobachten.
19 Er will dich über alle Völker, die er schuf, erheben zu Ruhm, Ehre und Ansehen. Und du sollst dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk sein, wie er geboten hat.

Dtn 26, 16 – 19
Vulgata Clementina
16 Hodie Dominus Deus tuus praecepit tibi ut facias mandata haec atque judicia: et custodias et impleas ex toto corde tuo, et ex tota anima tua.
17 Dominum elegisti hodie, ut sit tibi Deus, et ambules in viis ejus et custodias ceremonias illius, et mandata atque judicia, et obedias ejus imperio.
18 Et Dominus elegit te hodie ut sis ei populus peculiaris, sicut locutus est tibi, et custodias omnia praecepta illius:
19 Et faciat te excelsiorem cunctis gentibus quas creavit, in laudem, et nomen, et gloriam suam: ut sis populus sanctus Domini Dei tui, sicut locutus est.

1 16 – 19 Von neuem verpflichtet sich das Volk in den Steppen Moabs auf das Gesetz, und Gott nimmt das Versprechen Israels, sein Volk zu sein und seine Gebote zu halten, an und sagt seinen göttlichen Schutz zu.

Freitag, 19. Februar 2016

Freitag der ersten Fastenwoche NO

Ez 18, 21 - 28
Zum Vergleich: Schott 1975
So spricht der Herr:
21 Wenn der Schuldige sich von allen Sünden, di er getan hat, abwendet, alle meine Gesetze beachtet und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, dann wird er am Leben bleiben und nicht sterben.
22 Keines der Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, wird ihm angerechnet. Wegen seiner gerechten Taten wird er am Leben bleiben.
23 Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen? – Wort des Herrn. Wird er nicht am Leben bleiben, wenn er seine Bösen Wege verläßt und umkehrt?
24 Wenn jedoch ein Gerechter sein rechtschaffenes Leben aufgibt, wenn er Unrecht tut und alle die Greueltaten begeht, die auch der Gottlose verübt, sollte er dann etwa am Leben bleiben? Keine seiner gerechten Taten wir ihm angerechnet. Wegen seiner Treulosigkeit und wegen der Sünde, die er begangen hat: ihretwegen muß er sterben. Wegen des Unrechts, das er getan hat, wird er sterben.
25 Ihr aber sagt: Das Verhalten des Herrn ist nicht richtig. Hört doch, ihr vom Haus Israel: mein Verhalten soll nicht richtig sein? Nein, euer Verhalten ist nicht richtig.
26 Wenn der Gerechte sein rechtschaffenes Leben aufgibt und Unrecht tut, muß er dafür sterben. Wegen des Unrechts, das er getan hat, wird er sterben.
27 Wenn sich der Schuldige von dem Unrecht abwendet, das er begangen hat, und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er sein Leben bewahren.
28 Wenn er alle seine Vergehen einsieht, deren er sich schuldig gemacht hat, und sich bekehrt, wird er am Leben bleiben. Er wird nicht sterben.


Ez 18, 21 - 28
Henne/Rösch
Gericht nach der gegenwärtigen Gerechtigkeit, nicht der früheren Ungerechtigkeit
211 Wenn aber der Gottlose von all seinen Sünden, die er begangen hat, sich bekehrt und all meine Satzungen beobachtet und Recht und Gerechtigkeit übt, so wird er sicherlich leben.
22 Er soll nicht sterben! Alle seine Missetaten, die er begangen hat, sollen ihm nicht angerechnet werden. Um seiner Gerechtigkeit willen, die er geübt hat, soll er leben.
23 Sollte ich denn Wohlgefallen am Tode des Gottlosen haben, - Spruch des Herrn – und nicht vielmehr daran, daß er sich von seinem Wandel bekehre und lebe?
24 Wenn sich aber der Gerechte von seiner Gerechtigkeit abwendet und Frevel verübt nach dem Vorbild all der Greuel, die der Gottlose verübt, sollte er, wenn er solches tut, leben? Nein, all sein gerechtes Tun, das er vollbracht, wird ihm nicht angerechnet werden. Wegen des Treubruchs, den er begangen, und wegen der Sünde, die er getan hat, wird er sterben.
25 Ihr sagt: Der Weg des Herrn ist nicht gerecht! - Meine Wege sollen nicht gerecht sein, Haus Israel? Sind nicht vielmehr eure Wege nicht gerecht?
26 Wenn sich der Gerechte von seiner Gerechtigkeit abwendet und Frevel verübt und darüber stirbt: er stirbt wegen seines Frevels, den er verübt hat.
27 Wendet sich aber der Gottlose von seiner Gottlosigkeit ab, die er verübt hat, und übt er Recht und Gerechtigkeit, so wird er sein Leben erhalten.
28 Wenn er Einsicht annimmt und sich von all seinen Freveltaten abwendet, so soll er leben und nicht sterben.

Ez 18, 21 - 28
Vulgata Clementina
21 Si autem impius egerit poenitentiam ab omnibus peccatis suis, quae operatus est, et custodierit omnia praecepta mea, et fecerit judicium, et justitiam: vita vivet, et non morietur.
22 Omnium iniquitatum ejus, quas operates est, non recordabor: in justitia sua, quam operatus est, vivet.
23 Numquid voluntatis meae est mors impii, dicit Dominus Deus, et non ut convertatur a viis suis, et vivat?
24 Si autem averterit se justus a justitia sua, et fecerit iniquitatem secundum omnes aboninationes, quas operari solet impius, numquid vivet? Omnes justitiae ejus, quas fecerat, non recorabuntur: in praevaricatione, qua praevaricatus est, et in peccato suo, quod peccavit, in ipsis morietur.
25 Et dixistis: Non est aequa via Domini. Audite ergo domus Israel: Numquid via mea non est aequa, et non magis viae vestrae pravae sunt?
26 Cum enim averterit se justus a justitia sua, et fecerit iniquitatem, morietur in eis: in injustitia, quam operatus est, morietur.
27 Et cum averterit se impius ab impietate sua, quam operates est, et fecerit judicium, et justitiam: ipse animam suam vivificabit.
28 Considerans enim, et avertens se ab omnibus iniquitatibus suis, quas operatus est, vita vivet, et non morietur.

1 21 – 29 Gott ist nicht nur gerecht, sondern auch barmherzig. Wenn sich ein Gottloser bekehrt, wird er leben. Den Gerechten aber, der von Gott abfällt, wird seine frühere Frömmigkeit vor dem Tode nicht bewahren.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Donnerstag der ersten Fastenwoche NO

Est 14, 1. 3 – 5. 12 - 14
Vergleich: Schott 1975
1 Die Königin Ester wurde von Todesangst erfaßt und nahm ihre Zuflucht zum Herrn.
3 Sie betete zum Herrn, dem Gott Israels: Herr, unser König, du bist der Einzige! Hilf mir! Denn ich bin allein und habe keine Helfer außer dir.
4 Die Gefahr steht greifbar vor mir.
5 Von meiner Geburt an habe ich in meiner Familie und in meinem Stamm gehört, daß du, Herr, Israel aus allen Völkern erwählt hast: du hast unsere Väter mehr als alle ihre Vorfahren ausgezeichnet, sie als dein ewiges Erbteil angenommen und an ihnen gehandelt, wie du es versprochen hattest.
12 Erinnere dich daran, Herr! Offenbare ich in der Zeit unserer Bedrängnis und gib mir Mut, König der Götter und Herrscher über alle Mächte!
13 Gib mir in Gegenwart des Löwen die passenden Worte in den Mund und stimme sein Herz um, daß er unseren Feind haßt und ihn und seine Freunde vernichtet.
14 Uns aber rette mit deiner Hand und hilf mir! Denn ich bin allein und habe niemanden außer dir, o Herr.


Est 14, 1. 3 – 5. 12 - 14
Henne/Rösch
Esthers Gebet
1 Auch die Königin Ester nahm in ihrer Todesangst ihre Zuflucht zum Herrn.
3 Dann betete sie zum Herrn, dem Gott Israels: Mein Herr, du allein bist unser König. Hilf mir, der Verlassenen, die keinen andern Helfer hat als dich allein!
41 Und doch ist die Gefahr für mich so nahe.
5 Von meiner Kindheit an hörte ich im Kreise meiner Familie, daß du, o Herr, Israel vor allen Völkern auserwählt und unsere Väter vor allen ihren Vorfahren zum ewigen Eigentum angenommen und an ihnen alle deine Verheißungen erfüllt hast.
12 Gedenke unser, o Herr, und zeige dich uns zur Zeit unserer Trübsal! Gib mir Mut, Herr, König über die Götter und Herrscher über alle Gewalten!
132 Leg mir das rechte Wort in den Mund vor dem Löwen und stimme sein Herz um zum Hasse gegen unseren Feind, daß er und sein ganzer Anhang zugrunde gehe!
14 Uns aber errette durch deine Hand und hilf mir, der Verlassenen, die niemand hat als dich, o Herr.


Est 14, 1. 3 – 5. 12 - 14
Vulgata Clementina
1 Esther quoque regina confugit ad Dominum, pavens periculum, quod imminebat.
3 Et deprecabatur Dominum Deum Israel, dicens: Domine mi, qui rex noster es solus, adjuva me solitariam, et cujus praeter te nullus est auxiliator alius.
4 Periculum meum in manibus meis est.
5 Audivi a patre meo, quod tu Domine tulisses Israel de cunctis gentibus, et patres nostros ex omnibus retro majoribus suis, ut possideres hereditatem sempiternam, fecistique eis sicut locutus es.
12 Memento Domine, et ostende te nobis in tempore tribulationis nostrae, et da mihi fiduciam Domine rex deorum, et universae potestatis:
13 Tribuae sermonem compositum in ore meo in conspectu leonis, et transfer cor illius in odium hostis nostri, ut et ipse pereat, et ceteri, qui ei consentiunt.
14 Nos autem libera manu tua, et adjuva me, nullum aliud auxilium habentem nisi te, Domine, qui habes omnium scientiam,

1 Ester setzt sich der Todesgefahr aus, wenn sie ungerufen zum König geht.

2 König Assuerus wird hier Löwe genannt, um damit seine fürchterliche Macht und Grausamkeit zum Ausdruck zu bringen.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Hmmm. Jetzt wird's schwierig

Jetzt wollte ich die Fastenzeit hindurch hier die Lesungen vergleichen. Arbeitslose haben ja bekanntlich relativ viel Zeit. ABER

heute und die nächsten zwei Tage arbeite ich Probe, und es sieht gut für mich aus.

Gespannte Grüße

Eugenie Roth

Mittwoch der ersten Fastenwoche NO

Jon 3, 1 - 10
Vergleich: Schott 1975
1 Das Wort des Herrn erging an Jona zum zweitenmal:
2 Mach dich auf den Weg und geh nach Ninive, in die große Stadt, und ruf ihr die Straßenbotschaft zu, die ich dir sage.
3 Jona machte sich auf den Weg und ging, dem Wort des Herrn gehorsam, nach Ninive. Ninive war eine große Stadt vor Gott, drei Tagereisen breit.
4 Jona fing an, in die Stadt hineinzugehen, eine Tagreise weit, und rief aus: Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört!
5 Die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus und zogen Bußgewänder an, groß und klein.
6 Als die Nachricht den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in Asche.
7 er ließ in Ninive ausrufen: Anordnung des Königs und seiner Großen: Alle Menschen und Tiere, Großvieh und Kleinvieh, sollen nichts essen, nicht weiden und kein Wasser trinken.
8 Sie sollen Bußgewänder anziehen, Menschen und Tiere. Sie sollen laut zu Gott rufen, und jeder soll umkehren von seinem bösen Weg und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt.
9 Wer weiß, vielleicht kehrt Gott um, und es reut ihn, und er kehrt sich ab von seinem glühenden Zorn, so daß wir nicht zugrunde gehen.
10 Und Gott sah ihr Tun; er sah, daß sie von ihrem bösen Weg umkehrten. Da bereute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er tat es nicht.


Jon 3, 1 - 10
Henne/Rösch
Die Bekehrung der sündigen Weltstadt Ninive
Jonas‘ Gehorsam gegen Gottes abermaligen Auftrag
1 Abermals erging das Wort des Herrn an Jonas:
2 Mache dich auf, begib dich nach Ninive, der großen Stadt, und halte ihr die Predigt, die ich dir aufgetragen habe!
31 Jonas machte sich auf und begab sich der Weisung des Herrn gemäß nach Ninive. Ninive war einst eine gewaltig große Stadt, drei Tagereisen lang.
42 Während Jonas zunächst eine Tagereise weiter in die Stadt hineinging, predigte er: Noch vierzig Tage, und Ninive geht unter!

Ninives Buße
5 Die Einwohner von Ninive schenkten Gott Glauben, riefen ein Fasten aus und legten, groß und klein, Bußkleider an.
6 Die Kunde davon drang auch zum König von Ninive. Da erhob er sich von seinem Thron, legte seinen Mantel ab, hüllte sich in ein Bußkleid und setzte sich in Asche.
73 Dann ließ er in Ninive ausrufen: Befehl des Königs und seiner Großen: Menschen und Tiere, Rinder und Schafe dürfen nichts genießen! Sie dürfen nicht auf die Weide gehen noch zur Tränke,
84 sondern sollen – Mensch und Vieh – mit Trauerkleidern bedeckt sein! Man rufe laut zu Gott, und jeder lasse von seinem schlechten Wandel und dem frevlen Tun seiner Hände!
9 Vielleicht läßt sich’s Gott wieder gereuen und steht ab von seinem grimmigen Zorn, so daß wir doch nicht zugrunde gehen.

Ninives Rettung
10 Als Gott ihr Tun sah, daß sie nämlich von ihrem bösen Wandel ließen, da ließ sich Gott das Unheil gereuen, das er ihnen angedroht hatte und führte es nicht aus.


Jon 3, 1 - 10
Vulgata Clementina
1 Et factum est verbum Domini ad Jonam secundo, dicens:
2 Surge, et vade in Niniven civitatem magnam: et praedica in ea praedicationem, quam ego loquor ad te.
3 Et surrexit Jonas, et abiit in Niniven juxta verbum Domini: et Ninive erat civitas magna itinere trium dierum.
4 Et coepit Jonas introire in civitatem itinere diei unius: et clamavit, et dixit: Adhuc quadraginta dies, et Ninive subvertetur.
5 Et crediderunt viri Ninivitae in Deum: et praedicaverunt jejunium, et vestiti sunt saccis a majore usque ad mimorem.
6 Et pervenit verbum ad regem Ninive: et surrexit de solio suo, et abjecit vestimentum suum a se, et indutus est sacco, et sedit in cinere.
7 Et clamavit, et dixit in Ninive ex ore regis et principum ejus, dicens: Homines, et jumenta, et boves, et pecora non gustent quidquam: nec pascantur, et aquam non bibant.
8 Et operiantur saccis homines, et jumenta, et clament ad Dominum in fortitudine, et convertatur vir a via sua mala, et ab iniquitate, quae est in manibus eorum.
9 Quis scit si convertatur, et ignoscat Deus, et revertatur a furore irae suae, et non peribimus?
10 Et vidit Deus opera eorum, quia conversi sunt de via sua mala: et misertus est Deus super malitiam, quam locutus fuerat ut faceret eis, et non fecit.

1 Vielleicht wurden die vier Städte Ninive, Rechoboth, Chale und Resen als Einheit betrachtet (vgl. Gen 10, 11 f.).

2 4 f. Die Erfüllung der Weissagung war, wie die weitere Erzählung zeigt, bedingt und von der Buße der Niniviten abhängig. Die Predigt bestand sicher nicht bloß in den wenigen Worten der Weissagung. Es konnte Jonas nicht schwer fallen, sich in der dem Hebräischen sehr nahe verwandten Sprache der Einwohner zu verständigen. Der rasche Erfolg seiner Predigt mag wohl auch seinen Grund in den schweren Heimsuchungen (Pest, Aufstände) haben, die, anscheinend gerade in der Zeit seiner Sendung nach Ninive, das Land unter König Assurdan III. (771 – 754) getroffen hatten.

3 Ein ähnliches Bußedikt, das eine hunderttägige Bußzeit vorschrieb, erließ Assarhaddon (681 – 669).

4 Herodot (9, 24) erzählt, daß bei den Persern auch die Tiere an den Trauergebräuchen teilnahmen.

Dienstag, 16. Februar 2016

Dienstag der ersten Fastenwoche NO

Jes 55, 10 - 11
Vergleich: Schott 1975
10 So spricht der Herr: Wie Regen und Schnee vom Himmel fallen und dorthin nicht zurückkehren, sondern die Erde tränken, daß sie keimt und sproßt, daß sie Samen bringt dem Sämann und Brot als Speise,
11 so ist es auch mit meinem Wort, das von meinem Munde ausgeht: Es kehrt nicht erfolglos zu mir zurück, sondern wirkt, was ich will, und führt aus, wozu ich es sende.

Jes 55, 10 - 11
Henne Rösch
101 Denn so wie Regen und Schnee niederfallen vom Himmel und nichts zurückkehren dahin, bis sie die Erde getränkt und befruchtet und zum Sprossen gebracht, um Samen zu geben dem Säenden, und Brot dem, der ißt:
11 So ist’s auch mit meinem Wort, das aus meinem Munde hervorgeht:
Es kehrt nicht erfolglos zu mir zurück, bis es vollbracht, was ich wollte, und erfüllt, wozu ich es sandte.

Jes 55, 10 - 11
Vulgata Clementina
10 Et quomodo descendit imber, et nix de coelo, et illuc ultra non revertitur, sed inebriat terram, et infundit eam, et germinare eam facit, et dat semen serenti, et panem comedenti:
11 Sic erit verbum meum, quod egredcietur de ore meo: non revertetur ad me vacuum, sed faciet quaecumque volui, et prosperabitur in his, ad quae misi illud.

1 8 – 11 Niemand darf sich abhalten lassen, Buße zu tun, weil ihm etwa Gottes Ratschlüsse unbegreiflich erscheinen. Gottes Pläne decken sich nicht mit dem beschränkten menschlichen Denken; denn Gott wird langsam, aber unaufhaltsam, seine Heilsverheißung verwirklichen.

Montag, 15. Februar 2016

Montag der ersten Fastenwoche Novus Ordo

Lev 19, 1 – 2; 11 - 18
Vergleich: Schott 1975
1 Der Herr sprach zu Mose:
2 Sag zur ganzen Gemeinde der Israeliten, sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig.
11 Ihr sollt nicht stehlen, nicht täuschen und einander nicht betrügen.
12 Ihr sollt nicht falsch bei meinem Namen schwören; du würdest sonst den Namen deines Gottes entweihen. Ich bin der Herr.
13 Du sollst deinen Nächsten nicht ausbeuten und nicht um das Seine bringen. Der Lohn des Taglöhners soll nicht über Nacht bis zum Morgen bei dir bleiben.
14 Du sollst einen Taubstummen nicht verfluchen und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen; vielmehr sollst du deinen Gott fürchten. Ich bin der Herr.
15 Ihr sollt in der Rechtsprechung kein Unrecht tun. Du sollst weder für einen Geringen noch für einen Großen Partei nehmen; gerecht sollst du deinen Stammesgenossen richten.
16 Du sollst deine Stammesgenossen nicht verleumden und dich nicht hinstellen und das Leben deines Nächsten fordern. Ich bin der Herr.
17 Du sollst in deinem Herzen keinen Haß gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du auf ihn nicht Sünde laden*.
18 An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr.
* man vergleiche die Übersetzung mit den beiden Übersetzungen unten!

Lev 19, 1 – 2; 11 - 18
Henne/Rösch
Pietätspflichten
1 Weiter gebot der Herr dem Moses:
2 Teile der ganzen Gemeinde der Israeliten folgende Vorschriften mit:
11 Ihr sollt nicht stehlen, nicht lügen, nicht einer den anderen betrügen!
12 Ihr sollt bei meinem Namen nicht falsch schwören und so den Namen Gottes entweihen! Ich bin der Herr!
131 Übervorteile und beraube deinen nächsten nicht! Behalten den Lohn des Arbeiters nicht bis zum Morgen bei dir zurück!
14 Schmähe nicht einen Tauben, lege einem Blinden nichts in den Weg, sondern fürchte dich vor deinem Gott! Ich bin der Herr!
15 Tut nicht unrecht beim Rechtsprechen! Nimm weder Partei für den Armen noch Rücksicht auf den Vornehmen, sondern richte deinen Nächsten dem Rechte gemäß!
16 Streue keine Verleumdungen unter deinen Volksgenossen aus und bringe dadurch das Leben deines Nächsten nicht in Gefahr! Ich bin der Herr!
17 Trage gegen deinen Bruder keine Haß im Herzen! Weise deinen Nächsten freimütig zurecht, damit du seinetwegen keine Schuld auf dich ladest!
18 Sei nicht rachgierig gegen deine Volksgenossen und trage ihnen nichts nach, sondern liebe einen Nächsten wie dich selbst! Ich bin der Herr!


Lev 19, 1 – 2; 11 - 18
Clementina
1 Locutus est Dominus ad Moysen, dicens:
2 Loquere ad omnem coetum filiorum Israel, et dices ad eos: Sancti estote, quia ego sanctus sum, Dominus Deus vester.
11 Non facietis furtum. Non mentiemini, nec decipiet unusquisque proximum suum.
12 Non perjurabis in nomine meo, nec pollues nomen Dei tui. Ego Dominus.
13 Non facies calumniam proximo tuo, nec vi opprimes eum. Non morabitur opus mercenarii tui apud te usque mane.
14 Non maledices surdo, nec coram caeco pones offendiculum: sed timebis Dominum Deum tuum, quia ego sum Dominus.
15 Non facies quod iniquum est, nec injuste judicabis. Non consideres personam pauperis, nec honores vultum potentis. Juste judica proximo tuo.
16 Non eris criminator, nec susurro in populo. Non stabis contra sanguinem proximi tui. Ego Dominus.
17 Non oderis fratrem tuum in corde tuo, sed publice argue eum, ne habeas super illo peccatum.
18 Non quaeras ultionem, nec memor eris injuriae civium tuorum. Diliges anicum tuum sicut teipsum. Ego Dominus.

1 Der Lohn sollte täglich ausbezahlt werden, weil der Arbeiter meist Naturallohn erhielt und davon leben mußte.