Samstag, 28. Mai 2011

Meine Freundin Hilde

... ??? ---

ACHTUNG! Eine Korrektur zu diesem Beitrag findet sich hier.

Anders kann ich nun wohl nicht mehr sagen.
Nachdem ich nun jahrelang sozusagen „abhängig“ von anderen war, was die Ernährung betrifft – wenn man alte Menschen zu Hause pflegt, muss man sich mit dem Kochen nach deren Gewohnheit und Gesundheitszustand richten -, habe ich nun die Freiheit, zu essen was ich möchte, was ich in der Fastenzeit ja schon gut genutzt habe.

Nun hatte ich gesundheitliche Probleme, und eines Tages war mir so komisch zu Mute, dass ich jemanden bat, mir den Blutdruck zu messen. Am nächsten Tag wieder, denn das muss Zufall sein. Nein. Am dritten Tag: Wieder: Kein Zufall.

SCHLEUNIGST einen Hausarzt aus dem Telefonbuch „gefischt“ und am selben Tag - Freitag Nachmittag - noch einen Termin bekommen.
Folge: Mehrmals täglich Blutdruck messen bis Montag, dann Wiedervorstellung.

Diagnose: „Ausgewachsener“ Bluthochdruck sowohl im Ober- als auch im Unterwert. Die Tabletten, die ich mitbekam kannte ich und nach Lesen der Nebenwirkungen – einige hatte ich ohnehin wegen des Blutdrucks – und die Tabletten kosten pro Stück (!!!) über 1 € ...

... beschloss ich, Hildegard von Bingen zu befragen, was sie zu diesem Thema weiß. Dann beschloss ich, meinem Blutdruck unter extremer Aufmerksamkeit eine Woche lang die Chance zu geben, ohne Tabletten zu sinken. Ich kochte mir nach Hildegards Rezept eine Suppe, von der ich täglich eine Portion aß, abends nach der Arbeit ...

Die Wirkung zeigte sich nach wenigen Tagen schon.

... und nun ist mein Blutdruck von etwa 180 (auch mal 200) zu 110 ab 13.05. auf den ganzen Tag 130 zu 90 am 25.05. gesunken, ohne dass ich ein einziges Mal eine Tablette genommen hätte. – Ja, ich weiß, der untere Wert ist immer noch hoch, aber ich mache dies ja auch noch keine zwei Wochen.


Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ich mehrmals täglich den Blutdruck messe und auch die Tabletten immer griffbereit hatte. Der Schreiber dieser Zeilen ist kein „Kamikaze-Flieger“.

Hildes Rezept kann ich hier angeben und die Bücher angeben, aus denen ich mein Hildegard-Wissen habe – und in einem der Bücher habe ich das Rezept gefunden:
Wighard Strehlow, Hildegard Heilkunde von A – Z, Knaur Verlag, S. 287 als Dinkelfastensuppe deklariert.
Wighard Strehlow, Die Ernährungstherapie der Hildegard von Bingen, Rezepte, Kuren, Diäten, Knaur Verlag
Gottfried Hertzka, Wighard Strehlow, Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin, Bauer Verlag
Gottfried Hertzka, Wighard Strehlow, Große Hildegard-Apotheke, Christiana Verlag

Die Bücher sind alle zu empfehlen. Dr. Hertzka hat seinen Nachfolger Strehlow eingearbeitet. Wer Wighard Strehlow liest, muss aber wissen,
- dass Hildegard von Bingen sagt – er schreibt es selbst!!! -, dass gekochter Knoblauch so gut ist wie schlechter Wein.
- dass Hildegard von Bingen sicher nichts von Homoeopathie wusste – und sicher nichts davon hielte, wenn sie davon gewusst hätte.

Hier das Rezept:
Pro Person:
Insgesamt 150 g Gemüse (im Buch ohne Gewichtsangaben):
Fenchel, Grüne Bohnen, Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel

Kräuter:
Petersilie, Beifuß, Gundelrebe und Liebstöckel, besser bekannt unter dem Namen Maggikraut.

Gewürze:
Bertram, Quendel, Galgant (Hildes bekanntes „Trio“) und Muskat.

Man dünste das kleingeschnittene Gemüse in wenig Wasser gar und mixe es, anschließend gebe man die Kräuter dazu.

Dann koche man in ½ l Wasser 1 Esslöffel Dinkelgrieß und gebe die beiseite gestellten und feingemixten Gemüse dazu. Man würze (Quendel muss gekocht werden!) koche auf, schmecke mit Salz ab – und esse dies täglich.

Ich hatte etwa so viel Fenchel wie grüne Bohnen, keine Sellerie (weil ich nur „Riesenknollen“ hätte kaufen können), eine große Petersilienwurzel. Gelbe Rüben (Karotten, Möhren) etwa halb so viel wie Fenchel.
Bertram zwei Teile, Quendel vier Teile, Galgant ein Teil, diese Kombination schmeckt mir persönlich am besten – es sei denn, man mag es pfefferscharf. Dann darf es natürlich mehr Galgant sein. Bei den Gewürzen kann man sich gerne nach dem persönlichen Geschmack richten.

Geschmacklich ist die Suppe, wenn man Hildegard von Bingen kennt, eine gute Suppe; wem diese Gewürze und Kräuter fremd sind, wird sich – ebenso wie an den von Hildegard von Bingen vor allen Getreiden zu Recht favorisierten Dinkel – erst einmal an den Geschmack gewöhnen müssen.

Wer es ausprobieren mag: NICHT AUF EIGENE FAUST EINFACH MEDIKAMENTE ABSETZEN!!!

Man sagte mir zwar, Hildegards Therapien wirken nur, wenn man keine Medikamente nimmt, dazu kann ich keine Erfahrungen liefern. Doch wer mag, kann ja vielleicht seine Medikamente weiter nehmen, unter (möglichst mehrmals) täglicher Blutdruckkontrolle die Suppe täglich essen und bei Erfolg zum Arzt gehen und die Medikamente anpassen lassen.
Nicht eigenmächtig vorhandene Medikamente absetzen! IMMER BLUTDRUCK KONTROLLIEREN!!!
Sonst könnte dieser Eintrag als Anstiftung zur Selbstschädigung „entarten“.

Montag, 23. Mai 2011

Priesterweihe in Würzburg

Da ich am Samstag nun doch nicht als Umzugshelfer gebraucht wurde, hatte ich die Auswahl zwischen einer gregorianischen Messe, einem Besuch bei einem lieben Menschen, der mich gerne einmal wieder gesehen hätte und einem Vortrag über die Zukunft der Kirche einerseits und einer Priesterweihe von Br. Bernhardin M. Seither und Br. Steffen Behr mit anschließend Zeit zur freien Verfügung auf der anderen Seite (nach der Priesterweihe gab es anschließend sogar noch einen Imbiß im Kreuzgang). Da es heißt, dass ein Primizsegen wert ist, dafür ein Paar Schuhsohlen durchzulaufen, habe ich mich nach Würzburg begeben.

Der kleine „Pimpf“ hat sich den allgemein offensichtlich begehrtesten Platz ausgesucht: Im hinteren Drittel der Kirche war hinter einer Säule noch ein Platz frei. - Wenn ich etwas sehen wollte, müsste ich in die ersten Reihen – und die sind üblicherweise wohl für die Angehörigen reserviert. Also ist es wirklich egal, auf welchem Platz ich „nichts“ sehe, und da ich nicht an Platzangst leide, habe ich ob der Aussicht für die Zeit des Gottesdienstes nur heimlich in mich hinein geschmunzelt. Ich hatte einen Platz in der Bank ... Dabei waren es nur zwei Priesteramtskandidaten und die Kirche ist doch recht groß.
... Aber ... Bei Priesterweihen von Ordensmitgliedern kommen die „Verwandten“ Schwestern aus dem Kloster ein paar Straßen weiter – und selbstverständlich Franziskaner von überall her, egal ob Kapuziner, Minderbrüder oder was auch immer. In meiner Nähe saß ein Ordensangehöriger mit franziskanischem „Seil“ um die Taille, aber mit (mir von den Benediktinern her bekanntem) Skapulier, ohne das „Schultertuch mit Kapuze“ der Würzburger Franziskaner (OFM Cap.). Nie zuvor gesehen. Ja, sicher, ein Franziskaner ist das schon. Aber woher?

Zwei Franziskanerinnen haben als Kantorinnen gewirkt – und es war – wie bei der Seligsprechung von Pfr. Georg Häfner auch (fast ein Grund, den Fernseher auszuschalten!) – eine „Quotenministrantin“ dabei.
SCHADE.
Und das in einem Männerorden! Na, wenn’s da nicht genügend Männer gibt ... anscheinend beten wir zu wenig!!! (dies ist ein AUFRUF)

Die Heiligen-Litanei
- fand ich musikalisch nicht schön
- war wegen der Frauenstimmen teilweise nicht zu verstehen
- schien mir verkürzt.
SCHADE.

Der Organist konnte alles sehr gut, nur bei den Stücken, die extra für die Priesterweihe einzuüben waren, hat es manchmal geklemmt.
SCHADE.

Außer der nicht besonders gelungenen Litanei wurden noch ein oder zwei neuere Lieder gesungen, aber die waren recht schön und auch vom Organisten nicht „vergriffen“ – im Gegensatz zu den Stücken mit Trompete und Orgel sowie der Litanei.

DENNOCH: Alles in allem eine schöne und würdige Feier.
HERR, segne DEINE Priester!!!

Samstag, 21. Mai 2011

Bitten um euer Gebet

Meine Kollegin hat ab 23. Mai bis 3. Juni Urlaub. Das bedeutet Überstunden, gegen die ich im Grunde nichts einzuwenden habe; allerdings bin ich gesundheitlich angeschlagen, was aktuell nicht besonders problematisch ist. Wenn dies aber ein Dauerzustand wird: UNBEQUEM - gelinde ausgedrückt. Die letzten zwei Tage ging es besser, das könnte durchaus mit Disziplin zu stabilisieren sein.
Im Grunde sind dies also zwei Gebetsbitten.

Eine dritte Gebetsbitte habe ich noch, die aus sehr vielen „Einzelheiten“ besteht:
Für eine „mittelalterliche“ Frau, die als Kind vor dem Krieg aus der Heimat ans andere „Ende“ des eigenen Heimatlands fliehen musste, dann später musste sie das Heimatland verlassen. Sie floh nach Deutschland und konnte da bleiben, aber der Rest ihrer Familie musste weiter ziehen.
Heimatlos und ohne den Rückhalt einer stabilen Familie oder im Glauben ist sie irgendwann an die Esoterik geraten. Und nun in tiefe Depressionen abgesunken. Nachdem sie wegen der Depressionen etliche Wochen krank geschrieben war, muss sie ab 30. wieder arbeiten.

DANKE, Vergelt' Gott, für Euer Gebet ...

If you need help

If you need something, don’t hesitate to ask anybody else.

Etwa: Wenn du etwas brauchst, zögere nicht, jemand anders zu fragen.
Aufgelesen auf einem T-Shirt.

Samstag, 14. Mai 2011

Die klassische römische Liturgie und die Zukunft der Kirche

Diesen Titel trägt der Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wollbold im Kolpinghaus, Adolph-Kolping-Straße 1, in Regensburg.

Am 21.05.2011 um 10 h findet ein levitiertes Hochamt in der Basilika zur Alten Kapelle, Kornmarkt 8 (gleich neben dem Dom) statt, der Vortrag beginnt um 14.15 h.
(Quelle: Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus, Mai 2011)

Priesterweihe

Lieber Herr Alipius!

Gottes Segen am Tag ihrer Priesterweihe - und weit darüber hinaus möchte ich Ihnen wünschen.

Und gleichzeitig zwei weitere Priesteramtskandidaten dem Gebet empfehlen, die nächsten Samstag, den 21.05.2011 in Würzburg bei den Franziskanern zu Priestern geweiht werden.

Die Namen weiß ich leider nicht - und wie sicher schon bemerkt wurde ist dies ein bilderloses Blog. Fotos nicht vorhanden.

Freitag, 6. Mai 2011

Katholisch sein

«Ihr, die ihr im katholischen Glauben geboren seid, seid euch eures Glücks gar nicht bewusst, dass ihr die Gnade Christi von Kindheit an empfangen habt; doch derjenige, der wie ich nach einer langen, jahrelang geleisteten Arbeit an die Schwelle des Glaubens gelangt, weiß die Größe der Gabe des Glaubens zu schätzen und empfindet alle Freude, die es nur gibt, darüber, Christ zu sein.»
(Worte des zum Christentum konvertierten Juden Eugenio Zolli)

Der Jude Zolli war Oberrabbiner in Rom zur Zeit Hitlers, der auch in Italien die Juden mit aller Macht verfolgte. Zolli stand in engem Kontakt mit Papst Pius XII, von dem er nach seiner Konversion seinen Taufnamen "lieh": Eugenio Pacelli hieß dieser nämlich vor seiner Wahl zum Papst.

Hätte jemand sich taufen lassen und den Namen annehmen können, wenn Pius XII nichts für die Juden getan hätte?

Gedanken zu den großen Unglücken in Japan und anderswo

... was soll man dazu viel sagen?

Jedenfalls wird immer wieder gefragt, wie Gott denn so etwas zulassen kann. Die folgenden beiden Bibelstellen sind zu diesem Zweck im Zusammenhang zu lesen.

Übersetzung: Rösch
Röm 8, 19 - 22 Denn das Harren der Schöpfung ist ein Harren auf die Offenbarung der Kinder Gottes. 20 Die Schöpfung wurde der Vergänglichkeit unterworfen, nicht nach eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterwarf. 21 Doch bleibt der Schöpfung die Hoffnung, dass sie von der Knechtschaft der Vergänglichkeit frei und an der herrlichen Freiheit der Gotteskinder teilnehmen wird. 22 Wir wissen ja, durch die ganze Schöpfung zieht sich ein Seufzen; sie liegt in Wehen bis zur Stunde.

Lk 13, 4 Meint ihr, jene achtzehn, die der Turm von Siloe bei seinem Einsturz erschlug, seien schuldiger gewesen als alle übrigen Bewohner Jerusalems? 5 Nein, sage ich euch. Aber wenn ihr euch nicht bekehrt, werdet ihr alle gleichfalls umkommen.

Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer

Wenn ich an diese Lesung denke „höre“ ich den Lektor sagen: „Und der Herr hemmte die Räder an den Wagen der Ägypter ...“

Henne übersetzt da etwas deftiger (Ex 14, 24 f.): „Zur Zeit der Morgenwache schaute der Herr in der Feuer- und Wolkensäule über das Heer der Ägypter und brachte das ägyptische Heer in Verwirrung. Er ließ ihre Wagenräder abspringen und fügte es, dass sie nur mühsam vorwärts kamen.“

Schott schreibt an dieser Stelle noch deutlicher: „In Jenen Tagen schaute der Herr zur Zeit der Morgenwache aus der Feuer- und Wolkensäule auf das Lager der Ägypter und vernichtete ihr Heer; Er ließ die Räder von den Wagen abspringen und sie fielen zu Boden.“

Ruhe!

Bei den Lesungen der Osternacht ist mir bei der Schöpfungsgeschichte (Übersetzung: Schott) etwas aufgefallen:

„Und Gott vollendete am siebten Tage sein Werk, das Er gemacht hatte; und Er ruhte am siebten Tage von Seinem ganzen Werke, das er vollendet hatte.“ (Gen 2, 1. 2)

Selbst die von mir so geschätzte Übersetzung von Henne drückt dies sinngemäß so aus, wie wir das gewohnt sind: Gott hatte am siebten Tage alles vollendet und ruhte von seinem Werk aus.
Doch bei Schott heißt es „Gott vollendete am siebten Tage sein Werk“. Die nach vollbrachter Tat eingehaltene Ruhe gehört also auch zum Werk, das man vollbringt.

Dienstag, 3. Mai 2011

Hexenverbrennung

Ja, ja, immer die Katholiken!!!

Interessantes dazu gibt es hier.

Wahre Demut

Eine Statue der Gottesmutter mit dem Kind.
Wie so oft - wem ist das schon aufgefallen? - fiele Maria das Kind aus der Hand, müsste sie es "realiter" tragen. Das Göttliche Kind schwebt im Grunde neben ihrer Hand.

Beide tragen einen Heiligenschein.

Das Kind (mehr an als) in ihrer linken Hand, trägt die MUTTER in der Rechten ein Szepter. Nein, nicht wie eine Königin, Unterarm 90 Grad, Szepter senkrecht nach oben!!!

Die rechte Hand mit dem Szepter ist - etwa in Mariens Hüfthöhe - unter den Füßen des Kindes. Maria akzeptiert die von Gott gegebene Herrschaft bzw. ihren Anteil daran und stellt sie gleichzeitig unter Seine Leitung.

Wahre Demut!!!