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ACHTUNG! Eine Korrektur zu diesem Beitrag findet sich
hier.
Anders kann ich nun wohl nicht mehr sagen.
Nachdem ich nun jahrelang sozusagen „abhängig“ von anderen war, was die Ernährung betrifft – wenn man alte Menschen zu Hause pflegt, muss man sich mit dem Kochen nach deren Gewohnheit und Gesundheitszustand richten -, habe ich nun die Freiheit, zu essen was ich möchte, was ich in der Fastenzeit ja schon gut genutzt habe.
Nun hatte ich gesundheitliche Probleme, und eines Tages war mir so komisch zu Mute, dass ich jemanden bat, mir den Blutdruck zu messen. Am nächsten Tag wieder, denn das muss Zufall sein. Nein. Am dritten Tag: Wieder: Kein Zufall.
SCHLEUNIGST einen Hausarzt aus dem Telefonbuch „gefischt“ und am selben Tag - Freitag Nachmittag - noch einen Termin bekommen.
Folge: Mehrmals täglich Blutdruck messen bis Montag, dann Wiedervorstellung.
Diagnose: „Ausgewachsener“ Bluthochdruck sowohl im Ober- als auch im Unterwert. Die Tabletten, die ich mitbekam kannte ich und nach Lesen der Nebenwirkungen – einige hatte ich ohnehin wegen des Blutdrucks – und die Tabletten kosten pro Stück (!!!) über 1 € ...
... beschloss ich, Hildegard von Bingen zu befragen, was sie zu diesem Thema weiß. Dann beschloss ich, meinem Blutdruck unter extremer Aufmerksamkeit eine Woche lang die Chance zu geben, ohne Tabletten zu sinken. Ich kochte mir nach Hildegards Rezept eine Suppe, von der ich täglich eine Portion aß, abends nach der Arbeit ...
Die Wirkung zeigte sich nach wenigen Tagen schon.
... und nun ist mein Blutdruck von etwa 180 (auch mal 200) zu 110 ab 13.05. auf den ganzen Tag 130 zu 90 am 25.05. gesunken, ohne dass ich ein einziges Mal eine Tablette genommen hätte. – Ja, ich weiß, der untere Wert ist immer noch hoch, aber ich mache dies ja auch noch keine zwei Wochen.
Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ich mehrmals täglich den Blutdruck messe und auch die Tabletten immer griffbereit hatte. Der Schreiber dieser Zeilen ist kein „Kamikaze-Flieger“.
Hildes Rezept kann ich hier angeben und die Bücher angeben, aus denen ich mein Hildegard-Wissen habe – und in einem der Bücher habe ich das Rezept gefunden:
Wighard Strehlow, Hildegard Heilkunde von A – Z, Knaur Verlag, S. 287 als Dinkelfastensuppe deklariert.
Wighard Strehlow, Die Ernährungstherapie der Hildegard von Bingen, Rezepte, Kuren, Diäten, Knaur Verlag
Gottfried Hertzka, Wighard Strehlow, Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin, Bauer Verlag
Gottfried Hertzka, Wighard Strehlow, Große Hildegard-Apotheke, Christiana Verlag
Die Bücher sind alle zu empfehlen. Dr. Hertzka hat seinen Nachfolger Strehlow eingearbeitet. Wer Wighard Strehlow liest, muss aber wissen,
- dass Hildegard von Bingen sagt – er schreibt es selbst!!! -, dass gekochter Knoblauch so gut ist wie schlechter Wein.
- dass Hildegard von Bingen sicher nichts von Homoeopathie wusste – und sicher nichts davon hielte, wenn sie davon gewusst hätte.
Hier das Rezept:
Pro Person:
Insgesamt 150 g Gemüse (im Buch ohne Gewichtsangaben):
Fenchel, Grüne Bohnen, Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel
Kräuter:
Petersilie, Beifuß, Gundelrebe und Liebstöckel, besser bekannt unter dem Namen Maggikraut.
Gewürze:
Bertram, Quendel, Galgant (Hildes bekanntes „Trio“) und Muskat.
Man dünste das kleingeschnittene Gemüse in wenig Wasser gar und mixe es, anschließend gebe man die Kräuter dazu.
Dann koche man in ½ l Wasser 1 Esslöffel Dinkelgrieß und gebe die beiseite gestellten und feingemixten Gemüse dazu. Man würze (Quendel muss gekocht werden!) koche auf, schmecke mit Salz ab – und esse dies täglich.
Ich hatte etwa so viel Fenchel wie grüne Bohnen, keine Sellerie (weil ich nur „Riesenknollen“ hätte kaufen können), eine große Petersilienwurzel. Gelbe Rüben (Karotten, Möhren) etwa halb so viel wie Fenchel.
Bertram zwei Teile, Quendel vier Teile, Galgant ein Teil, diese Kombination schmeckt mir persönlich am besten – es sei denn, man mag es pfefferscharf. Dann darf es natürlich mehr Galgant sein. Bei den Gewürzen kann man sich gerne nach dem persönlichen Geschmack richten.
Geschmacklich ist die Suppe, wenn man Hildegard von Bingen kennt, eine gute Suppe; wem diese Gewürze und Kräuter fremd sind, wird sich – ebenso wie an den von Hildegard von Bingen vor allen Getreiden zu Recht favorisierten Dinkel – erst einmal an den Geschmack gewöhnen müssen.
Wer es ausprobieren mag: NICHT AUF EIGENE FAUST EINFACH MEDIKAMENTE ABSETZEN!!!
Man sagte mir zwar, Hildegards Therapien wirken nur, wenn man keine Medikamente nimmt, dazu kann ich keine Erfahrungen liefern. Doch wer mag, kann ja vielleicht seine Medikamente weiter nehmen, unter (möglichst mehrmals) täglicher Blutdruckkontrolle die Suppe täglich essen und bei Erfolg zum Arzt gehen und die Medikamente anpassen lassen.
Nicht eigenmächtig vorhandene Medikamente absetzen! IMMER BLUTDRUCK KONTROLLIEREN!!!
Sonst könnte dieser Eintrag als Anstiftung zur Selbstschädigung „entarten“.