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Freitag, 15. Juli 2016

Hildegard von Bingen, Dinkelkochbuch

Moewig-Verlag, ohne Autor, ohne Jahr.

Verwendet werden in den Rezepten unter anderem (beim Durchblättern entdeckt):

  • Kohlrabi
  • Grünkern
  • Lauch
  • Erbsen
  • Weißkohl
  • Brokkoli
  • Rotkohl
  • rohes Obst
  • Aprikosen
  • Pflaumen
  • Erdbeeren
Von den 127 Seiten sind etwa 33 Seiten Rezepte, der Rest sind allgemeine Tipps zur Zubereitung..

Die oben aufgeführten Lebensmittel sind nach meiner Erinnerung nach Hildegard von Bingen nicht empfehlenswert. Wenn ich in meinem Buch nachläse und dann das Kochboch noch einmal durchblätterte, würde ich sicherlich noch mehr finden.

Fazit: Das Buch kommt auf der Stelle in die Papiertonne. Weg damit!!!
... der Autor hat wohl gewußt, was er da so schreibt und hat seinen Namen deshalb nicht nennen lassen???

Freitag, 28. März 2014

Freitag, 7. März 2014

Hilfe zum Fasten

Wie bereits hier schon erwähnt, esse ich seit nicht allzu langer Zeit morgens statt selbst gebackenem Dinkelbrot (meist ohne jeden Aufstrich, wenn dann selten Butter, etwas öfters Marmelade) Hildes Dinkelmüsli, üblicherweise Dinkel-Habermus genannt (allerdings befindet sich darin kein Hafer).

Inzwischen habe ich etwa die Menge heraus gefunden, die ich brauche; sie kann natürlich je nach Grundumsatz und Arbeitsanforderungen bei jedem Menschen anders sein. Doch als Anhaltspunkt nenne ich hier die Mengen, die ich zu mir nehme:
für jeweils 2 Tage richte ich mir Gläser mit
80 g feinen Dinkelflocken (1)
80 g Trockenobst; in verschiedenen Gewichtsanteilen:
Äpfel, Rosinen, Hagebutten"schalen", Himbeeren, Maulbeeren, Kirschen (2)
2 TL Flohsamen
Quendel, Bertram und Galgant (viel Q, wenig B und ganz wenig G), Hildegards Gewürze
2 TL gemahlene Mandeln
1 - 2 TL Edelkastanienmehl
1 TL Zimt, gehäuft
2 - 3 TL Vollrohrzucker oder Honig
Saft 1/2 Zitrone

(1) auch zuvor eingeweichte Dinkelkörner soll man dafür gut verwenden können. Das kann ich mir gut vorstellen, habe es selbst aber noch nicht ausprobiert)
(2) im Originalrezept steht hier ein Apfel, den man in den letzen Minuten des Kochens in den Topf gibt; manches an Trockenobst, was ich gerne hätte, hat mein Händler nicht vorrätig, anderes hält Hildegard von Bingen für nicht gesund. Trockenobst verwende ich deshalb, weil es länger haltbar ist und man es unabhängig von der Jahreszeit bekommen kann.
(Die Zitrone vergesse ich leider meist)

Nach Vorschrift bringt man 4 Tassen Wasser mit dem Dinkel zum Kochen und gibt dann alle Zutaten bis auf den Apfel, Mandeln, Flohsamen und Zitronensaft dazu.
Nach meinem Rezept kommt alles bis auf die Zitrone gleich in den Topf. Wassermenge mache ich "freihändig", das kann man ja nach und nach zugeben bis zur gewünschten Konsistenz.
Das Ganze 5 - 10 Minuten kochen.
Abschließend übrige Zutaten dazu geben.

Eine Hälfte des Müslis esse ich gleich, die andere Hälfte fülle ich in das Schraubglas, in welches ich die Zutaten schon gerichtet hatte und stelle es nach Abkühlen für den nächsten Tag in den Kühlschrank oder nehme es für die Pause mit auf die Arbeit, je nach Laune bzw. Möglichkeit (Löffel zum Essen!).

Das Müsli füllt, wie schon im vorigen Beitrag erwähnt, den Magen angenehm warm und erlaubt mir auch noch am Nachmittag nach dem Mittagessen durch die Geschäfte zu gehen und die zum Kauf auffordernden Osterhasen frech anzugrinsen und stehen zu lassen. Früher hat mich das im Magen befindliche Mittagessen nicht vom Kauf abgehalten ...
Und: Das Müsli fördert die Durchblutung; wenn du hier Probleme hast wirst du merken, wie warm Hände und Füße werden. Bzw. werden sie viel schneller wieder warm, wenn sie kalt geworden sind ...
Letzte Anmerkung: Die Konsistenz ist etwas wie Haferschleimsuppe, wer das nicht möchte, kann VIELLEICHT den Dinkel in das kochende Wasser geben, habe ich jedoch noch nicht ausprobiert.
Jedenfalls muss das Getreide richtig kochen!

Mittwoch, 26. Februar 2014

Trockenobst in der (Vor-) Fastenzeit

So. Für dieses Jahr (letztes Jahr habe ich noch kein Hildegard-Müsli gefrühstückt) ist meine Frage geklärt, warum ich bei vollem Bauch, sprich sattem Magen, mich an Trockenobst in Mengen vergreife.
Inzwischen: vergriffen habe.

Ich habe zur Klärung dieser Frage, was ich sonst ÄUSSERST selten tue, Kalorien gezählt.
Ergebnis: Mein Frühstück hatte deutlich weniger als 350 kcal. Das war mir einfach zu wenig.
Heute habe ich etwa geschätzte 400 kcal gefrühstückt, später eine größere Portion Fenchelsalat gegessen, am Abend etwas Käsebrot und warme Suppe.

Den Fenchel schneide ich klein und würze ähnlich wie "normalen" Salat, allerdings mit viel "Soße", am besten etwas gewärmt. Dazu gebe ich noch Bertram und ein wenig Galgant. Das Ganze lasse ich dann mindestens 1 Stunde ziehen - aber das ist Geschmackssache. Manche mögen lieber "normal" viel Salatsoße und nicht gezogenen Salat.

Fenchel, Bertram und Galgant, nach Hildegard von Bingen SEHR gesund.

Freitag, 3. Januar 2014

Sauer?

Wenn du zuviel oder sogar zuviel Süßes gegessen hast und jetzt total sauer bist, empfehle ich dir eine leckere Medizin - zumindest schmeckt das den meisten Menschen:

Dinkel - nein, das ist nicht wirklich eine Medizin, aber Dinkel säuert nicht. Das hat nicht nur Hildegard von Bingen geschrieben, sondern ist auch wissenschaftlich inzwischen anerkannt.

Fenchel - wie hier der wissenschaftliche Stand ist, weiß ich nicht, jedoch haben mir einige Fenchelkörner (findet sich auf dieser Seite bestätigt) schon mal die erste Säure genommen und ein Fenchelsalat am folgenden Tag hat die Säure dann vertrieben.

Lieber Gott, ich danke dir für die Erkenntnisse der Hildegard von Bingen!

Montag, 16. Dezember 2013

Und wenn du mal erkältest bist

... und kannst es grad nicht brauchen,
dann geh zur guten Hilde nur,
brauchst keine Haare raufen!

Gestern habe ich gedacht, ich liege heute im Bett. Aber ...
1 Tasse Wein und 1 Teelöffel Pelargoniengewürzmischung
3 Minuten kochen (ich lass den Deckel auf dem Topf)

Den trinkwarm abgekühlten Wein mitsamt den Kräutern trinken.
Schmeckt meiner Meinung nach grauenhaft, aber hilft lt. Hildegardliteratur auch bei Virusgrippe.

Über mehrere Tage hinweg einnehmen.

Freitag, 22. November 2013

Hildegard-Heilkunde von A - Z

Wighard Strehlow, Hildegard Heilkunde von A – Z, Knaur Verlag

Die Ernährungstherapie der Hildegard von Bingen

Wighard Strehlow, Die Ernährungstherapie der Hildegard von Bingen, Rezepte, Kuren, Diäten, Knaur Verlag

Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin

Gottfried Hertzka, Wighard Strehlow, Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin, Bauer Verlag

Große Hildegard-Apotheke

Gottfried Hertzka, Wighard Strehlow, Große Hildegard-Apotheke, Christiana Verlag

Zöliakie

Obwohl auch Dinkel Gluten enthält (das aber wohl chemisch etwas anders aufgebaut ist), empfehlen die Autoren (Gottfried Hertzka, Wighard Strehlow, Große Hildegard-Apotheke, Christiana Verlag)

Dinkel in allen Variationen zur Behandlung bei Zöliakie.

Vielleicht mag Cassandra das mal ausprobieren (und mir berichten? Kurz und "knackig"?).

... mich irritiert dabei allerdings, dass Dinkel in der "Nicht-Hildegard-Literatur" auf der Liste der verbotenen Lebensmittel steht. Drum die Frage, ob du das ausprobieren MAGST.

Vorsichtig ...

Sonntag, 3. März 2013

Erkältung mit Fieber

Schon lange habe ich nichts mehr in diese Kategorie geschrieben. Aber Gott sei Dank bin ich selten krank.

Gegen FIEBER hilft ein Eßlöffel Meisterwurz (bei Bedarf etwas zerstoßen), über Nacht in etwa 1/8 l Wein eingelegt. Am Morgen wird evtl. noch etwas Wein nachgefüllt, so dass die Menge über den Tag reicht.

Den Wein trinke man nüchtern, d. h. morgens und überhaupt vor den Mahlzeiten.
Hat bei mir sowas von prompt gewirkt, das Fieber ist binnen 1 Tages um 0,8 Grad gefallen!!!
Der Wein sollte nach Ende des Fiebers noch etwas weiter eingenommen werden, da sonst das Fieber zurückkehrt.



Bei SCHNUPFEN (außer eitrigem, gelbem) hilft Pelargonien-Mischpulver, das man sich auf den Handrücken streut und "einatmet" (natürlich nicht das Pulver selbst, sondern den Duft).

Bei GRIPPE-Herzschmerzen das Gemisch auf Brot essen ODER aus der Hand auflecken (das mache ich jetzt auch, obwohl ich eigentlich nur Schnupfen habe und keine Herzschmerzen, aber das Pulver habe ich nun auf der Hand und schädliche Wirkungen hat es ja nicht).

Bei DARMGRIPPE Pulver aus der Hand auflecken.

Bei HUSTEN Pfannküchlein backen (mit eben diesem Pulver im Teig) und nüchtern vor sowie nach der Mahlzeit essen.

Bei HALSBESCHWERDEN das Pulver in warmem Wein trinken. Anscheinend wird der Wein hier nicht gekocht.

Quelle: Wighard Strehlow, Hildegard Heilkunde von A – Z, Knaur Verlag..

Dienstag, 11. September 2012

Überfluss - Ergänzung

Ja, da war ich nun zum Kuchen essen eingeladen.

Der Hefeteig war auf Grund der Hitze des Tages wesentlich mehr aufgegangen, so dass der Kuchen einen "ordentlich" dicken Boden hatte. Üblicherweise sagt jeder, der Boden sollte (relativ) dünn sein, den Geschmack gibt ja das Obst, der Boden ... naja ...

Aber wir waren uns alle einig - auch die Nachbarin, die ein Stück Kuchen abbekommen hat -:

Der Boden schmeckt prima!

Es war ein "ganz normaler" Hefeteig, jedoch mit 500 g Dinkelmehl an Stelle von Weizenmehl und 100 g Roh-Rohrzucker an Stelle von raffiniertem Rübenzucker, der ja üblicherweise in den Haushalten verwendet wird. Roh-Rohrzucker ist auch gehaltvoller als raffinierter Rübenzucker, das sind ja nur leere Kalorien. Rohrzucker hat auch Gesundes ...

Einfach prima ... und wäre es ein Apfelkuchen gewesen, wäre Hildegard von Bingen mit der Bäckerin vollständig zufrieden ...

Sonntag, 27. Mai 2012

Donnerstag, 10. Mai 2012

Anlässlich der Heiligsprechung der Hildegard

von Bingen gibt es hier die Musik (Beitrag vom 10.05., kann leider nicht direkt dorthin verlinken) und hier den deutschen Text

des Liedes viridissima virga.

DANK an Thomas sein Abendland (Musik) und den Frischen Wind (dt. Text)!!!

Mittwoch, 22. Februar 2012

Die Fastenzeit ernst nehmen.

Heute ist Aschermittwoch.

Wer macht mit? - Wie gesagt, die Art und Weise ist nicht starr, dies ist nur ein Vorschlag.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Meine Freundin Hilde - Korrektur

Korrektur:
So, da habe ich wohl irgend etwas „zusammengewürfelt“ im Kopf vor lauter Begeisterung. Hier folgt nun die Korrektur:

Auf der Suche nach einem Mittel gegen Bluthochdruck bei Hildegard von Bingen bin ich unter anderem auf die im ersten Beitrag beschriebene Suppe gestoßen, und zwar unter dem Hinweis, dass zum Blutdruck-Senken eine Gewichtsreduktion(!!!) hilfreich ist. Dies ist also eine „Fastensuppe“.

In der Zeit, in welcher ich diese Suppe täglich regelmäßig gegessen habe, ist mein Blutdruck um bis zu 40 Punkte gesunken, diese Tatsache steht allerdings fest. Leider hat sich der Blutdruck nicht soweit beeindrucken lassen, dass ein Arzt mit dem Ergebnis auf die Dauer zufrieden wäre; deshalb habe ich mich nun entschlossen, die mir als Probepackung mitgegebenen Medikamente doch einzunehmen.

Die Frage im Kommentarbereich, wie diese Suppe denn schmeckt – war im ersten Beitrag schon beantwortet. Dies ist eine „ganz normale“ Gemüsesuppe, die etwas anders zusammengesetzt ist als hier in unserer Gegend üblich – bis zur Begegnung mit Hildegard von Bingen hatte ich keine Ahnung, dass es Petersilienwurzeln gibt und dass man sie essen kann, auch die Fenchelknolle hatte ich bis vor etwas mehr als einem Jahr erst einmal gegessen – und die Suppe wird püriert, das kannte ich bislang nur von Kartoffelsuppe und Erbsensuppe (letztere kenne ich sowieso nur „aus der Tüte“).

Da ich keine Petersilienwurzel bekommen konnte, hatte ich in der ersten Suppe eine große Pastinake mit hinein gegeben (die war mir bis zum letzten Jahr auch völlig unbekannt), diese ist lt. Hildegard von Bingen sehr gesund und schmeckt meiner Meinung nach auch nicht schlecht in der Suppe. Und wie gesagt tun Hildegards Gewürze (Bertram, Quendel und Galgant), die ja sonst hier nicht bekannt sind, auch ihren Teil dazu, dass die Suppe ungewohnt schmeckt, wenn man Hildegard von Bingen nicht kennt.

Bislang – nach einer knappen Woche – haben die Tabletten den Blutdruck ebenso weit gesenkt, wie es mit der Suppe geschehen war. Doch nach Beipackzettel wirken die Tabletten erst nach 3 bis 6 Wochen voll. Warten wir’s ab.

Samstag, 28. Mai 2011

Meine Freundin Hilde

... ??? ---

ACHTUNG! Eine Korrektur zu diesem Beitrag findet sich hier.

Anders kann ich nun wohl nicht mehr sagen.
Nachdem ich nun jahrelang sozusagen „abhängig“ von anderen war, was die Ernährung betrifft – wenn man alte Menschen zu Hause pflegt, muss man sich mit dem Kochen nach deren Gewohnheit und Gesundheitszustand richten -, habe ich nun die Freiheit, zu essen was ich möchte, was ich in der Fastenzeit ja schon gut genutzt habe.

Nun hatte ich gesundheitliche Probleme, und eines Tages war mir so komisch zu Mute, dass ich jemanden bat, mir den Blutdruck zu messen. Am nächsten Tag wieder, denn das muss Zufall sein. Nein. Am dritten Tag: Wieder: Kein Zufall.

SCHLEUNIGST einen Hausarzt aus dem Telefonbuch „gefischt“ und am selben Tag - Freitag Nachmittag - noch einen Termin bekommen.
Folge: Mehrmals täglich Blutdruck messen bis Montag, dann Wiedervorstellung.

Diagnose: „Ausgewachsener“ Bluthochdruck sowohl im Ober- als auch im Unterwert. Die Tabletten, die ich mitbekam kannte ich und nach Lesen der Nebenwirkungen – einige hatte ich ohnehin wegen des Blutdrucks – und die Tabletten kosten pro Stück (!!!) über 1 € ...

... beschloss ich, Hildegard von Bingen zu befragen, was sie zu diesem Thema weiß. Dann beschloss ich, meinem Blutdruck unter extremer Aufmerksamkeit eine Woche lang die Chance zu geben, ohne Tabletten zu sinken. Ich kochte mir nach Hildegards Rezept eine Suppe, von der ich täglich eine Portion aß, abends nach der Arbeit ...

Die Wirkung zeigte sich nach wenigen Tagen schon.

... und nun ist mein Blutdruck von etwa 180 (auch mal 200) zu 110 ab 13.05. auf den ganzen Tag 130 zu 90 am 25.05. gesunken, ohne dass ich ein einziges Mal eine Tablette genommen hätte. – Ja, ich weiß, der untere Wert ist immer noch hoch, aber ich mache dies ja auch noch keine zwei Wochen.


Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ich mehrmals täglich den Blutdruck messe und auch die Tabletten immer griffbereit hatte. Der Schreiber dieser Zeilen ist kein „Kamikaze-Flieger“.

Hildes Rezept kann ich hier angeben und die Bücher angeben, aus denen ich mein Hildegard-Wissen habe – und in einem der Bücher habe ich das Rezept gefunden:
Wighard Strehlow, Hildegard Heilkunde von A – Z, Knaur Verlag, S. 287 als Dinkelfastensuppe deklariert.
Wighard Strehlow, Die Ernährungstherapie der Hildegard von Bingen, Rezepte, Kuren, Diäten, Knaur Verlag
Gottfried Hertzka, Wighard Strehlow, Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin, Bauer Verlag
Gottfried Hertzka, Wighard Strehlow, Große Hildegard-Apotheke, Christiana Verlag

Die Bücher sind alle zu empfehlen. Dr. Hertzka hat seinen Nachfolger Strehlow eingearbeitet. Wer Wighard Strehlow liest, muss aber wissen,
- dass Hildegard von Bingen sagt – er schreibt es selbst!!! -, dass gekochter Knoblauch so gut ist wie schlechter Wein.
- dass Hildegard von Bingen sicher nichts von Homoeopathie wusste – und sicher nichts davon hielte, wenn sie davon gewusst hätte.

Hier das Rezept:
Pro Person:
Insgesamt 150 g Gemüse (im Buch ohne Gewichtsangaben):
Fenchel, Grüne Bohnen, Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel

Kräuter:
Petersilie, Beifuß, Gundelrebe und Liebstöckel, besser bekannt unter dem Namen Maggikraut.

Gewürze:
Bertram, Quendel, Galgant (Hildes bekanntes „Trio“) und Muskat.

Man dünste das kleingeschnittene Gemüse in wenig Wasser gar und mixe es, anschließend gebe man die Kräuter dazu.

Dann koche man in ½ l Wasser 1 Esslöffel Dinkelgrieß und gebe die beiseite gestellten und feingemixten Gemüse dazu. Man würze (Quendel muss gekocht werden!) koche auf, schmecke mit Salz ab – und esse dies täglich.

Ich hatte etwa so viel Fenchel wie grüne Bohnen, keine Sellerie (weil ich nur „Riesenknollen“ hätte kaufen können), eine große Petersilienwurzel. Gelbe Rüben (Karotten, Möhren) etwa halb so viel wie Fenchel.
Bertram zwei Teile, Quendel vier Teile, Galgant ein Teil, diese Kombination schmeckt mir persönlich am besten – es sei denn, man mag es pfefferscharf. Dann darf es natürlich mehr Galgant sein. Bei den Gewürzen kann man sich gerne nach dem persönlichen Geschmack richten.

Geschmacklich ist die Suppe, wenn man Hildegard von Bingen kennt, eine gute Suppe; wem diese Gewürze und Kräuter fremd sind, wird sich – ebenso wie an den von Hildegard von Bingen vor allen Getreiden zu Recht favorisierten Dinkel – erst einmal an den Geschmack gewöhnen müssen.

Wer es ausprobieren mag: NICHT AUF EIGENE FAUST EINFACH MEDIKAMENTE ABSETZEN!!!

Man sagte mir zwar, Hildegards Therapien wirken nur, wenn man keine Medikamente nimmt, dazu kann ich keine Erfahrungen liefern. Doch wer mag, kann ja vielleicht seine Medikamente weiter nehmen, unter (möglichst mehrmals) täglicher Blutdruckkontrolle die Suppe täglich essen und bei Erfolg zum Arzt gehen und die Medikamente anpassen lassen.
Nicht eigenmächtig vorhandene Medikamente absetzen! IMMER BLUTDRUCK KONTROLLIEREN!!!
Sonst könnte dieser Eintrag als Anstiftung zur Selbstschädigung „entarten“.