Dienstag, 30. August 2011

Glaubenskampf

Hochaktuell (Quellenangabe am Ende des "Artikels")

S. 263
... Eine ganze Welt streitet gegen unsern Glauben. Hier wird Christus als ein Mythus abgetan, dort wird aus Gott irgendein Etwas gemacht, so wie der (S. 264) Mensch es sich wünscht. Hier wird die Kirche als ein Gebilde hingestellt, das zufällig aus griechischem Geist und römischem Machtanspruch, aus orientalischer Frömmigkeit und germanischer Gemütstiefe erwachsen ist, dort vertauscht man den Glauben an die Vorsehung Gottes mit dem Glauben an die Karten und das Horoskop, oder predigt man den Menschen das Diesseits und überlässt man den Himmel den Engeln und den Spatzen. Ein „neuer Glaube“ wird verkündet. Er spricht aus dem Munde der vielen Bücher und Zeitungen des Tages. Er sitzt auf den hohen Kathedern. Er schwebt über den erhabenen Sitzen der Mächtigen. Er leitet unsichtbar die Entscheidungen so vieler Konferenzen und Beratungen. Er gehört zu den Selbstverständlichkeiten der modernen Bildung. Wer heute noch zum Credo der Apostel und der Kirche hält, der muss ein Held werden und dem Kampf der Wenigen gegen die Vielen, der Ganzen gegen die Halben, der Bewussten gegen die Gedankenlosen aufnehmen. Insbesondere wo dem Glauben der unsichtbare Feind im eigenen Innern erwächst! Wo die Atmosphäre des Zeitgeistes, des Unglaubens in die Seele und in die Gedanken eindringt und die Seele mit Zweifeln, Fragen, Problemen, mit geistiger Nervosität vergiftet. Der Christ von heute ist ein Martyrer geworden. Er lebt in einer Christenverfolgung der geistigen Nöte, der Zurücksetzungen, der Kaltstellung, der Ausschaltung. Daher die wohlbegründete Mahnung der Lesung: „Stehet fest im Evangelium, das ich euch gepredigt habe.“

(Quelle: Baur, Benedikt, WERDE LICHT! Liturgische Betrachtungen an den Sonn- und Wochentagen des Kirchenjahres, III. Teil: Osterfestkreis – die Nachpfingstzeit, 11. Woche nach Pfingsten, Dienstag. Herder & Co. GmbH Freiburg im Breisgau © 1937)

Hochaktuell. Von 1937

Donnerstag, 25. August 2011

Hunger

Wer auf einfache und preiswerte Weise etwas gegen den Hunger in der Welt tun will,

aber aus finanziellen Gründen nicht so kann, wie er möchte, dem empfehle ich diese Methode.

MERCI

Dienstag, 23. August 2011

Wahrheit ist relativ

Hierzu zunächst eine Anekdote:

Eine Gruppe Blinder wurde im Zoo ins Elefantenhaus geführt.
Dem einen gab man den Rüssel in die Hand, einen anderen führte man zu einem Bein, ein dritter fühlte ein Ohr, ein anderer den Schwanz, wieder ein anderer einen Stoßzahn, wieder einer den Bauch.

Ihre Folgerungen:
Ein Elefant ist wie eine Schlange - oh, nein! Wie ein Schlauch!
Ein Elefant ist wie eine Säule.
Ein Elefant ist wie ein Blatt Papier.
Ein Elefant ist wie ein Pinsel.
Ein Elefant ist wie ein Speer.
Ein Elefant ist wie ein Fass.

??? Ein Elefant ist ein Elefant.
Oder: Sage dem Blinden mit dem Ohr, er soll seine Sticheltafel holen, einen Brief schreiben. Das wird dem Elefanten nicht gefallen.

Den Pinsel kann man auch nicht mit nach Hause nehmen und den Kindern schenken.

Versuche einmal, den Speer zu werfen.

Oder etwas in das Fass zu füllen ...

Ja, die Wahrheit ist relativ. Die Wahrheit ist so, wie du sie gerade empfindest. Ja, das ist Wahrheit.

Also, lieber Leser, für mich ist es die Wahrheit, dass dein neues Auto gar nicht dir, sondern mir gehört. Und du hast auch meinen Haustürschlüssel einstecken. Ich will mein Haus!!!

Ein Elefant ist ein Elefant ist ein Elefant.

Und das Haus, das du zum großen Teil mit eigener Hand erbaut hast, gehört dir, auch das neue Auto, das noch kein Jahr alt ist. - Oder vielleicht doch nicht???

Und Gott ist Gott und er lässt sich nicht leugnen und nicht wegdiskutieren.

PUNKT