Freitag, 31. Mai 2013

Was unterscheidet die evangelische von der katholischen Kirche

..., so dass man kirchenrechtlich nicht von der evangelischen KIRCHE spricht?

Vergelt's Gott für eure Hilfe.

Nachtrag: Neben den Kommentatoren gilt mein Dank Pro spe salutis für diesen Beitrag auf seinem Blog.

Heiligenkalender Juni

Juni[1]

1.     Florus, B – Pamphilus, Pr und M – Wistan, Fürst und Bk
2.     Erasmus, B und M
3.     Klotilde, Kön der Franken
4.     Quirinius, B und M – Franz Caracciolo, Bk
5.     Bonifatius, Erzb und M, Ap der Deutschen
6.     Norbert, Erzb und Ordst – Claudius, B
7.     Robert, A – Gottschalk, Fürst und M
8.     Medardus, B – Klodulf, B
9.     Pelagia, J und M – Columbus, Pr – Primus und Felicianus, MM
10.  Margaretha, Kön von Schott­land und W
11.  Barnabas, Ap
12.  Johannes vom Hl. Facundus, Pr – Onuphrius, Eins – Ba­silides und Gef, MM
13.  Antonius von Padua, Bk, Patr zur Wiedererlangung verlo­rener Sachen
14.  Basilius der Große, B und Kirchl
15.  Vitus, M, Nothelfer, Patr gegen Nervenkrankheiten – Modestus und Crescentia, MM – Landelin, A
16.  Benno, B, Patr der Fischer – Franz Regis, Pr – Ludgardis, J
17.  Eurosia, J und M, Patr der Feldfrüchte – Rainerius, Bk
18.  Marcus und Marcellianus, MM – Marina, J
19.  Juliana Falconieri, J – Gerva­sius und Protasius, MM
20.  Florentia, J – Silverius, P und M
21.  Aloysius, Bk, Patr der Jugend
22.  Achatius, M, Nothelfer, Patr für einen guten Tod – Pauli­nus, B von Nola – Albanus, M – Eberhard, B von Salzburg
23.  Vigil d. Hl. Joh. d. T. – Edel­trud, J und Kön in England
24. Geburt des Hl. Johannes des Täufers
25.  Wilhelm, A – Prosper, Kirchl – Gallicanus, M
26.  Johannes und Paulus, MM, Wetterpatrone
27.  Ladislaus, Kön von Ungarn – Crescens, B und M
28.  Vigil der Hl. Ap Petrus und Paulus – Leo II, P – Irenäus, B und M
29.  Petrus und Paulus, Apostel­fürsten
30.  Pauli Gedächtnis – Martialis, B und M – Donatus, M, Patr gegen Ungewitter – Otto, B, Ap von Pommern


[1]                      Am Freitag nach der Octav des Fronleichnamsfestes ist das Fest des Heiligsten Herzens Jesu

Quelle

DIESE Mail hilft immer

... garantiert!

Nicht nur der HEILIGE Geist macht in Sprachen sprechen

... kann man hier erfahren. Vergelt's Gott für diesen englischsprachigen Beitrag!

Gothik, Sütterlin und Fraktur - Umfrage

Liebe Blogoezesanen mit Verwandtschaft und Bekanntschaft!

Ich würde gerne wissen, wer von euch, vor allem die unter 50jährigen (denn viele der über 50jährigen haben das noch in der Schule gelernt), die Druckschriften Gothik und Fraktur sowie die Schreibschrift Sütterlin ( und ihre Schwestern) lesen kann.

Über möglichst viele Antworten würde ich mich freuen. Ihr könnt auch - so ihr möchtet! - in der Verwandtschaft fragen und dann einfach scheiben (meinetwegen:) 5 können Sütterlin lesen, 10 können die Druckschrift lesen.

Sütterlin schreiben ist ja bekanntlich ein Thema für sich ... und an den Druckbuchstaben habe selbst ich mich noch nicht versucht ...

Die Ergebnisse dieser Umfrage dienen lediglich der Vervollständigung eines Gedankenganges und haben (bei entsprechendem Ergebnis) höchstens und ausschließlich Auswirkungen auf mein privates Schreibverhalten.

Vergelt's Gott!

Donnerstag, 30. Mai 2013

Was ich da eben gefunden habe - gilt für mich?

Ja, ich denke gerade daran, einen schwerwiegenden und wichtigen Schritt in meinem Leben zu tun.
Und nun habe ich

dieses

Gedicht gefunden.

Allerdings sind für meinen (bislang ja nur gedachten) Schritt Voraussetzungen nötig, die ich nicht "in Erfüllung bringen" kann.
So habe ich Gott gebeten, wenn er möchte, dass ich diesen Schritt tue, dass er mir in diesem Punkt zu "100 %" hilft ...

Der Rosenkranz auf Lateinisch

Bei Huppicke habe ich die Anfrage der Ankerperlenfrau gefunden.
Sie sucht jemand, um Rosenkranzgeheimnisse zu übersetzen.

Bislang hat sich offensichtlich noch niemand gefunden. Vielleicht jetzt?

(Hand vor dem Mund zum Trichter formen:) CASSANDRA! Hast du gerade Zeit? Du hast mir ja auch schon geholfen.
Und es gibt ja noch ein paar, die Latein können ... Ich werd' mal eine Mail loslassen, zusätzlich.

Vergelt's Gott.

Christenverfolgung

Habt ihr das gewusst?

Gebetsbitte

Am Samstag ca. 17 h ist Krisensitzung aller Geschwister und der Mutter wegen ihrer Gesundheit.

Wegen ihrer (schwindenden) Gesundheit ist sie auf eben diese nicht gut zu sprechen.

Wir wünschen uns ein friedliches Beisammensein und eine gute Lösung der anstehenden Fragen.

Vergelt's Gott für euer Gebet!

Eine Predigt zu Fronleichnam

..., gefunden beim Morgenländer.
Vergelt's Gott!

Mittwoch, 29. Mai 2013

- Teufel - ja was soll ich den glauben?

Hier lang und Vergelt's Gott an den Denker!!!

Willkommen in der Blogoezese!

Sacerdos!

Unterricht für das heilige Fronleichnamsfest

Warum wird dieser Tag „Fronleichnamstag“ genannt?

Weil die katholische Kirche an diesem Donnerstage das Gedächtnis der Einsetzung des allerheiligsten Altarsakramentes oder des Leibes und Blutes unseres Herrn Jesu Christi unter den Gestalten des Brotes und Weines begeht. Fronleichnam ist ein altdeutsches Wort und heißt soviel als „Leib des Herrn“.
Geschah denn die Einsetzung des allerheiligsten Altarsakramentes nicht am Gründonnerstage?
Allerdings: aber dieser Tag fällt in die Kar- oder Trauerwoche, wo wir die Einsetzung dieses glorreichen Geheimnisses nicht mit der gebührenden Pracht begehen können. Darum hat die Kirche noch einen besonderen Festtag dafür verordnet.
Wer hat dieses Fest eingesetzt?
Der Hl. Thomas von Aquin bezeugt, dass der Papst Urban, dieses Namens der Vierte, das Fest um das Jahr Christi 1264 für die ganze Kir­che angeordnet hat.
Warum werden heute feierliche Prozessionen gehalten?
1. Damit wir Christo die Ehre wiederum geben, die ihm in seinem Leiden ist genommen worden; 2. um Gott zu danken für die Einsetzung dieses hochwürdigen Sakramentes – nach der Lehre des heiligen Konzils von Trient; 3. damit wir unsern Glauben öffentlich bekennen und alle Un- und Irrgläubigen beschämen.
Ist es auch in der Heiligen Schrift begründet, dass man das hochwürdige Sakrament umträgt?
Ja, und zwar ist dies durch die Bundeslade des Herrn vorbedeutet worden, in welcher das Manna oder Himmelsbrot, das ein Vorbild oder eine Vorbedeutung unseres heiligen Sakramentes gewesen, aufbewahrt wurde, und welche David und Salomon mit großer Pracht herumtragen ließen (2 Kön 6; 3 Kön 8).
Die Kirche Gottes singt vor Freuden heute zum Eingange der heiligen Messe jene Worte, welche David in prophetischem Geiste von diesem hochheiligen Sakramente vorgesungen hat (im Psalm 80): „Er hat sie gespeist mit dem Marke des Weizens und mit Honig aus dem Felsen sie gesättigt.“ Alleluja, Alleluja, Alleluja! „Frohlocket Gott, unserem Helfer! Frohlocket dem Gott Jakobs!“ Ehre sei dem Vater ...
Gebet der Kirche
O Gott, der du uns unter diesem wunderbaren Sakramente ein Denk­mal deines Leidens hinterlassen hast, wir bitten dich, verleihe uns, die heiligen Geheimnisse deines Leibes und Blutes so zu verehren, dass wir die Frucht deiner Erlösung allezeit an uns selbst erfahren mögen – der du lebst und regierst ... Amen.
Epistel des Hl. Paulus an die Korinther
 I. 11, 23 - 29
Brüder! Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch auch überliefert habe, dass der Herr Jesus in der Nacht, in welcher er verraten wurde, das Brot nahm und dankte, es brach und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird, dieses tut zu meinem Andenken. Desgleichen (nahm er) nach dem Nachtmahle auch den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute; tut dies, so oft ihr trinket, zu meinem Andenken. Denn so oft ihr dieses Brot esset und diesen Kelch trinket, sollet ihr den Tod des Herrn verkündigen, bis er kommt. Wer nun unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig des Leibes und Blutes des Herrn. Der Mensch aber prüfe sich selbst, und so esse er von diesem Brote und trinke aus diesem Kelche. Denn wer unwürdig isst und trinkt der isst und trinkt sich das Gericht, indem er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.
Paulus unterrichtet uns, dass Christus in der Nacht, da er verraten worden, Brot in seine Hände genommen, seinem himmlischen Vater ge­dankt und gesprochen habe: „Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Desgleichen nahm er den Kelch und sprach: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute.“ – Bei der Feier dieser Geheimnisse sollen wir uns des Leidens und Todes Christi erinnern. Danke Christo für die Einsetzung dieses hochheiligen Sakramentes; singe oder bete den Lobgesang Pange lingua oder Lauda Sion.

Glaubenslehre

(1 Kor 11, 29)
„Wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich das Gericht, indem er den Leib des Herrn nicht unterscheidet“ (nämlich von gewöhnlichen Speisen).
Was kann deutlicher die wahre Gegenwart Christi im hochwürdigsten Sakramente beweisen als eben die angeführten Worte? Denn wie kann ich den Leib Christi von andern Speisen unterscheiden, wenn er nicht wahrhaft gegenwärtig ist? Wie kann ich daran der ewigen Verdammnis schuldig werden, wenn er nicht wirklich da ist? Vorgeben, man mache sich deren schuldig, weil man einen Bissen Brot unwürdig isst, das wäre grausam und der Güte Gottes völlig zuwider. Wenn daher der Irrlehrer Calvin sagte, man werde darum der Verdammnis schuldig, weil man nicht zwar Christum selber, wohl aber sein Zeichen unwürdig genieße, so wurde er auch des Leibes und Blutes Christi schuldig, wenn er dessen Zeichen und Bild, nämlich die Kruzifixusbilder oder andere, zer­schlug.
Evangelium des Hl. Johannes
 6, 56 - 59
In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden: Mein Fleisch ist wahrhaftig eine Speise, und mein Blut ist wahrhaftig ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Gleichwie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich um des Vater willen lebe, so wird auch der, welcher mich isst, um meinetwillen leben. Dies ist das Brot, welches vom Himmel herabgekommen ist, nicht wie das Manna, das eure Väter gegessen haben und gestorben sind. Wer dieses Brot isst, wird ewig leben.
Warum sagt Christus: „Mein Fleisch ist wahrhaftig eine Speise“?
Dies hat er, wie er’s gewöhnt war, den Juden schon zum voraus gesagt, ehe denn es geschehen, auf dass, wenn es einmal geschen würde und sie hörten, dass sein heiliger Leib unter den Gestalten des Brotes ihnen und auch andern dargereicht würde, sie es glaubten und sich daran er­innerten, dass er es ihnen vorhergesagt habe (Joh 14, 29; 16, 4).
Wie ist das zu verstehen: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm“?
Es ist so zu verstehen, dass der, welcher Christum würdig empfängt, nicht allein durch die heiligmachende Gnade mit ihm vereinigt werde, sondern auch, nach der Lehre des Hl. Cyrillus, gleichsam in Blutsver­wandtschaft mit ihm trete, indem sein Fleisch und Blut mit dem unse­rigen sich vereinigt, so dass Christus in uns und wir in Christo ver­bleiben.
Warum sagt Christus: „Gleichwie ich lebe um des Vaters willen, so wird auch der, welcher mich isst, um meinetwillen leben“?
Er wollte, wie der Hl. Augustinus, Ambrosius und andere lehren, zu ver­stehen geben, dass, gleichwie die heilige Menschheit Christi wegen ih­rer Vereinigung mit der Gottheit die allerglückseligste ist und das ewige Leben besitzt, wir auch ebenso wegen unserer Vereinigung mit seinem Leibe das ewige Leben haben sollen.
Warum sagt Christus: „Dies ist das Brot, welches vom Himmel herabge­kommen ist“?
Er gibt dadurch zu verstehen, dass das heiligste Sakrament des Altares, in welchem uns unter den Gestalten des Brotes der Leib Christi gereicht wird, jenes Brot sei, welches durch das Manna oder Himmelsbrot, das den Kindern Israels in der Wüste vom Himmel herab gegeben war, vor­bedeutet worden ist, da ja der Leib Christi wegen der Vereinigung der göttlichen Natur mit der menschlichen auch uns vom Himmel zukommt.
Inwiefern kann der Leib Christi unter der Brotsgestalt noch in anderer Be­ziehung mit dem Himmelsbrote verglichen werden?
1. Gleichwie die Kinder Israels am Manna oder Himmelsbrote jenen Ge­schmack gefunden haben, der jedem angenehm war, so finden auch wir in diesem heiligsten Sakramente alles, was einem jeden die Erlangung der ewigen Seligkeit leicht und angenehm macht. 2. Von den Israeliten, die in der Wüste das Manna sammelten, hatte jeder, auch wenn er mehr zu sammeln schien als ein anderer, doch nicht mehr als jener, welcher weniger gesammelt hatte. Eine ähnliche Verwandtnis hat es mit un­serem heiligsten
Warum setzt Christus hinzu: „Nicht wie das Manna, das eure Väter gege­ssen haben und gestorben sind“?
Hier hat man wohl zu beachten, was der Hl. Augustinus lehrt: dass die Väter in der wüste, als sie das Manna oder Himmelsbrot gegessen, auch im Vorbilde oder in der Vorbedeutung das heiligste Altarsakrament empfangen hätten; es seien aber die Väter der Phari­säer, die es gegessen, ihrer Sünden willen des ewigen Todes gestor­ben. Darum eben habe Christus zu den Pharisäern gesagt: „Eure Väter haben das Manna gegessen und sind gestorben“, und zwar darum, weil sie den sündhaften Juden an Bosheit gleich waren; andere Israeliten aber, wie Moses, Aaron, Phinees und noch gar viele andere, haben es auch gegessen und sind nicht gestorben (nämlich des ewigen Todes), spricht der genannte heilige Kirchenlehrer Augustinus. Und warum nicht? Fragt er weiter, und antwortet: Darum nicht, weil sie verstanden haben, was das Manna geistigerweise bedeutete, weil sie geistiger­weise danach gehungert, geistigerweise es genossen haben, auf dass sie geistigerweise davon gesättigt würden. Indem nun Christus die angeführten Worte sprach, wollte er uns belehren und ermahnen, dass wir dieses heiligste Sakrament mit einem reinen Herzen empfangen sollen, damit wir dadurch das ewige Leben erlangen.

Glaubenslehre

Warum glauben wir Katholiken, dass Christus in dem heiligsten Sakramente wahrhaft gegenwärtig ist?
Weil Christus selbst es gesagt hat, als er in den Tod ging; sodann dar­um weil seine Worte: „Das ist mein Leib“, „das ist mein Blut“ – Worte eines Testamentes oder letzten Willens waren, deshalb mussten sie klar und unzweideutig sein, damit sie hintennach keinen Anlass zu Strei­tigkeiten gäben. Damit nun keiner daran zweifeln könne, dass besagte Worte von der wahren und nicht von einer bloß angedeuteten Gegen­wart zu verstehen wären, fügt Christus den Worten: „Das ist mein Leib“ – noch hinzu: „der für euch hingegeben wird“, und zu den Worten: „Das ist mein Blut“ – „das für euch vergossen wird“ (Lk 22, 19. 20). Nun ist aber gewiss, dass für unsere Erlösung nicht Brot dahingegeben noch Wein vergossen worden, wie ja auch die Unkatholi­ken gestehen; so folgt denn notwendig, dass der wahre Leib und das wahre Blut Christi in diesem Sakramente gegenwärtig sind.
Woher wissen wir, dass dies der eigentlich Sinn jener Worte Christi ist?
Weil es uns Gott durch seine Kirche, die nach den Worten des Apostels Paulus (1 Tim 3, 15) eine Säule und Grundfeste der Wahrheit ist, ge­lehrt hat; denn so ist es von den Zeiten der Apostel an bis heute bestän­dig festgehalten worden, wie die heiligen Konzilien mit allen Vätern be­zeugen, die von Anbeginn der Kirche gelebt haben.
In diesem Punkte handeln die Irrgläubigen wider ihr Gewissen, indem sie sich darüber den Kopf zerbrechen und die Heilige Schrift zu einem andern Sinne zwingen und verdrehen, während sie doch sonst immer rufen und schreien, die Schrift sei so klar, dass jedermann sie verstehen könne und keiner Auslegung vonnöten habe. Glauben unsere Gegner, dass Gott allmächtig sei oder nicht? Glauben sie es, warum wollen sie dann in diesem hohen Geheimnisse Gott die Allmacht absprechen, als sei es ihm nicht möglich, hier ein Wunder zu wirken? Glauben sie es aber nicht, so sind sie ärger als Türken und Heiden.
Hat Gott die Welt aus nichts gemacht, wie viel mehr kann er dann den Leib Christi, der wirklich ist, an verschiedenen Orten gegenwärtig ma­chen!
Hat Christus mit fünf Broten 5000 Menschen gespeist, warum soll er  denn nicht auch mit seinem Leibe viele Tausende speisen können? Hat er zu Kana das Wasser in Wein verwandelt, warum soll er denn nicht auch Brot in seinen Leib und Wein in sein Blut verwandeln können? – Ist es den Irrgläubigen eine Torheit, dass man Christi Leib essen soll, warum ist ihnen denn nicht auch sein Leiden und Kreuz eine Torheit wie den Heiden, oder ein Ärgernis wie den Juden? (1 Kor 1, 23) Sie können keinen andern Grund vorschützen als eben den: „Das eine glauben wir und das andere nicht.“ So folgt denn, dass sie die Glaubenssachen nicht nach der Offenbarung Gottes, die uns durch die Kirche Christi vorgestellt wird, sondern nach ihrem eigensinnigen Kopfe abmessen und ordnen.
Wie soll der katholische Christ auf die einwürfe der Andersgläubigen gegen diese Wahrheit antworten?
Er soll einfach sagen: Ich glaube, dass Jesus Christus im hochwürdigs­ten Sakramente zugegen ist, weil er es selber gesagt hat. Dass er es aber gesagt hat und dass seine Worte: „Das ist mein Leib“, „das ist mein Blut“, von seinem wahren Leibe zu verstehen sind, das weiß ich daher, weil seine heilige Kirche solches lehrt. Dass es aber geschehen könne, das weiß ich, weil mich der Glaube lehrt, dass, was bei den Menschen unmöglich, bei Gott möglich ist (Lk 18, 27), ja dass nach den Worten des Erzengels Gabriel bei Gott kein Ding unmöglich ist. Weil wir endlich alltäglich im Glauben bekennen, dass Gott ein allmächtiger Schöpfer Himmels und der Erde sei, darum glaube ich auch, dass der Leib des Gottessohnes im heiligsten Sakramente gegenwärtig ist.

Glaubenslehre von der heiligen Kommunion unter einer Gestalt

Ist ein Christ schuldig, die heilige Kommunion unter beiden Gestalten (des Brotes und des Weines) zu empfangen?
Nein: denn Christus sagt selber: „Wer von diesem Brote“ – nämlich sei­nem Leib unter der Brotsgestalt – „isst, der wird leben in Ewigkeit“ (Joh 6, 52).
Hat aber Christus nicht auch von dem Kelche gesagt: „Trinket alle daraus“?
Ja, aber nur zu seinen Aposteln als eben geweihten Priestern. Dass er das nur den Aposteln befohlen hat, zeigt genugsam der folgende Text: „Und alle tranken daraus“ (Mk 14, 23). Wenn alle Gläubigen hät­ten daraus trinken müssen, so hätten auch die 72 Jünger und so fort alle, die damals dem christlichen Glauben angenommen hatten, auch die Kranken und Gefangenen, daraus trinken sollen, was doch nicht ge­schehen ist, wie auch die Andersgläubigen zugeben müssen.
Dass dies aber wirklich der eigentliche Sinn jener Worte und die wahre Meinung Christi gewesen, das bezeugt uns genugsam die Kirche Gottes, welche solches allezeit gelehrt und festgehalten hat.
Zu verwundern ist es, dass die Andersgläubigen so stark auf den Genuss beider Gestalten und nicht auf die Fußwaschung dringen, da ja Christus auch diese eingesetzt und befohlen hat (Joh 13, 14): „Wenn nun ich, der Herr und Meiste, euch die Füße gewaschen habe, so sollet auch ihr einer dem andern die Füße waschen.“ Hieraus erhellt, dass nicht alles, was Christus geboten hat, alle verpflichtet; sonst müssten auch alle Menschen predigen und taufen, weil Christus den Aposteln auch gesagt hat: „Gehet hin, lehret und taufet“ (Mt 28, 19). Der Hl. Au­gustinus lehrt ausdrücklich, dass Christus den beiden Jüngern zu Em­ma­us die heilige Kommunion nur unter einer Gestalt (des Brotes) ge­reicht habe.

Noch mehr vom allerheiligsten Sakramente des Altares

„Mein Fleisch ist wahrhaftig eine Speise“ (Joh 6, 56)
Was ist das allerheiligste Sakrament des Altares?
Es ist der wahre Leib und das wahre Blut unseres Herrn Jesu Christi, der unter den Gestalten von Brot und Wein zur Nahrung unserer Seele wirklich und wesentlich gegewärtig ist.
Warum sagst du: „Unter den Gestalten von Brot und Wein“?
Weil in diesem heiligen Sakramente nach geschehener Konsekration oder Wandlung kein Brot noch Wein mehr übrig ist, sondern nur die Gestalten des Brotes und Weines.
Welches sind die Gestalten?
Die Gestalten des Brotes sind: die weiße Farbe, die runde Form, der Geruch, Geschmack u. s. w. Die Gestalt des Weines ist ebenfalls seine Farbe, sein Geruch und Geschmack, die Feuchtigkeit ...
Wann hat Jesus Christus diese heilige Sakrament eingesetzt?
Er hat es eingesetzt beim letzten Abendmahle, am Vorabende seines bitteren Leidens.
Wie hat er dasselbe eingesetzt?
Jesus nahm das Brot, segnete, brach und gab es seinen Jüngern mit den Worten: „Nehmet hin und esset; das ist mein Leib.“ Dann nahm er den Kelch mit Wein, segnete und reichte ihn seinen Jüngern, indem er sprach: „Trinket alle daraus; das ist mein Blut. – Tut dies zu meinem Andenken.“
O Herr Jesu, der du die Apostel durch deinen Heiligen Geist erleuchtet hast, dass sie dieses erhabene Geheimnis im Glauben erkannt haben, gib uns allen die Gnade, dasselbe recht zu verstehen und würdig zu genießen!
In diesem Sakramente


ist der Tod
für jene, die es im Stande der Todsünde empfangen; solchen wird dieser Tisch zum Fallstri­cke (Ps 68, 23), womit sie getö­tet werden, wie dem Judas widerfahren, in welchen nach unwürdig empfangener heiligen Kommunion Satan gefahren ist (Lk 22, 3); Ja sie essen sich das Gericht hinein (1 Kor 11, 29).
ist das Leben
für die, welche es im Stande der Gnade, nach andächtiger Vorbereitung, nämlich mit wah­rem Glauben, in Demut und Liebe gegen ihren Erlöser emp­fangen: „Wer von diesem Brote (würdig) isst, wird leben in Ewigkeit“ (Joh 6, 52).
 


Wir können in Wahrheit sagen, was David im Geiste vorhergesagt hat: „Du hast einen Tisch vor meinem Angesichte bereitet wider die, so mich quälen“ (Ps 22, 5). Denn dieses Sakrament stärkt den Menschen wider alle teuflischen Nachstellungen. Der Hl. Bernardus spricht: „Ist einer, der nicht zum Zorne hingerissen wird oder zu Missgunst, Unkeuschheit oder dergleichen Lastern, so sage er Dank dem Leibe und Blute des Herrn; denn in ihm wirket die Kraft dieses heiligsten Sakramentes.“

Ist es notwendig zur Seligkeit, dass man den Leib Christi empfange?
Ja; denn Christus spricht: „Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht essen und sein Blut nicht trinken werdet, so werdet ihr das Leben nicht in euch haben“ (Joh 6, 54). Dass die Seele in ihrem Leben, d. i. in der Gnade Gottes, worin eben das Leben der Seele besteht, erhalten wird, das wirkt die Kraft dieses heiligsten Sakramentes, wie es Christus selbst erklärt in den Worten: „Das Brot, welches ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt; wer von diesem Brote isst, der wird leben in Ewigkeit“ (Joh 6, 52), d. i. er wird das Leben der Gnade auf Erden und das Leben der Glorie in Ewigkeit haben.

Welche Gnaden teilt uns die heilige Kommunion mit?
1. Sie vereinigt uns auf innigste mit Christo und vermehrt die heiligma­chende Gnade;
2. sie schwächt unsere bösen Neigungen und gibt uns Lust und Kraft zum Guten;
3. sie reinigt uns von lässlichen Sünden und bewahrt uns vor Tod­sünden;
4. sie ist uns das Unterpfand unserer künftigen Auferstehung und ewigen Seligkeit (Joh 6, 55).

Empfängt ein jeder mit der heiligen Kommunion auch die Gnaden?
Nein; wer die Kommunion unwürdig, d. h. im Stande der Todsünde empfängt, zieht sich die Verdammnis zu.

„Wer unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig des Leibes und Blutes des Herrn, ... der isst und trinkt sich das Gericht, indem er den Leib des Herrn nicht unterscheidet“ (1 Kor 11, 27 – 29).

Gebet
O gütigster Heiland, Herr Jesu Christe, der du aus reicher und milder Güte zum Pfande deiner Liebe und zum Gedächtnisse deines bittern Todes das hochwürdigste Sakrament deines heiligen Leibes und Blutes als heilsame Speise und Trank für unsere Seele eingesetzt hast: wir bitten dich, verleihe uns die Gnade, dass wir mit bußfertigem Herzen, mit reinem Gewissen und frommem Glauben, mit inbrünstiger Liebe und Begierde dieses heiligste Sakrament recht oft zu unserem Heile genießen und deines bittern Todes stets dankbar dabei geden­ken. Behüte uns, o liebster Heiland, dass wir nicht durch unwürdigen Genuss dein erschreckliches Gericht mit dem falschen Judas erfah­ren, sondern mit dir vereinigt in dir bleiben und aus dir Kraft und Gna­de zu allem Guten schöpfen mögen. Amen.
Quelle

Sonntag, 26. Mai 2013

Reinkarnation in der Bibel belegt

... und dann? "Auf den Knopf gedrückt" und wieder gelöscht ...

Gefunden über Non Draco sit mihi Dux. Vergelt's Gott!

Samstag, 25. Mai 2013

Gerade wird ein Fussballspiel übertragen

..., und anscheinend haben die Deutschen gerade ein Tor geschossen, die Nachbarn jubeln!

(((-;
(für alle, die diesen Beitrag später lesen: Dortmund gegen Bayern München in der ChampionsLeague)

Unterricht für den ersten Sonntag nach Pfingsten


Vorbemerkung. Auf diesen Sonntag fällt immer das Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit; allein dieser Sonntag hat, wie jeder andere, auf den ein Fest fällt, seinen eigenen Eingang, sein Gebet, Epistel und Evangelium, welches letztere auch am Schluss der heiligen Messe anstatt des Johannes-Evangeliums ge­lesen wird.

Zum Eingange der heiligen Messe wird die Barmherzigkeit Gottes aus dem 12. Psalm gepriesen: „Herr, ich hoffe auf deine Barmher­zigkeit; es frohlockt mein Herz in deinem Heile; ich will singen dem Herrn, der mir Gutes getan.“ Ehre sei dem Vater ...

Gebet der Kirche

O Gott, du Stärke aller, die auf dich h offen, erzeige dich gnädig un­serem Flehen, und weil ohne dich die menschliche Schwachheit nichts vermag, so  verleihe uns deine hilfreiche Gnade, dass wir in Erfüllung deiner Gebote, sowohl durch unsern Willen als durch unser Tun, dir wohlgefällig seien – durch Jesum Christum, deinen Sohn, un­sern Herrn ... Amen.

Epistel des Hl. Johannes

 I. 4, 8 - 21

Geliebteste! Gott ist die Liebe. Dadurch hat sich Gottes Liebe gegen uns geoffenbart, dass Gott seinen eingebornen Sohn in die Welt ge­sandt, damit wir durch ihn leben. Darin besteht diese Liebe; nicht dass wir Gott geliebt, sondern dass er uns zuvor geliebt und seinen Sohn gesandt hat zur Versöhnung für unsere Sünden. Geliebteste, da Gott uns so geliebt, so müssen wir uns auch einander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir aber einander lieben, so bleibt Sott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm wohnen und er in uns, dass er uns von seinem Geiste gegeben hat. Und wir haben es gesehen und bezeugen es, dass der Vater seinen Sohn als Heiland der Welt gesendet hat. Wer da be­kennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Dadurch ist die Liebe Gottes vollkommen bei uns, wenn wir, wie er ist, ebenso in dieser Welt sind, so dass wir Vertrauen auf den Tag des Gerichtes haben können. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein; wer aber Furcht hat, der ist nicht vollkommen in der Liebe. Lasset uns also Gott lieben, weil uns Gott zuerst geliebt hat. Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und hasst doch seinen Bruder, der ist en Lügner. Denn wer seinen Bruder, den er sieht, nicht liebt, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht? Auch haben wir dies Gebot von Gott, dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder liebe.

Der Apostel will, dass alle rechtgläubigen Christen von der Liebe beseelt sein sollen; denn wer die wahre Liebe besitzt, besitzt auch Gott, weil un­ser Gott die lautere Liebe ist. Aus Liebe hat er uns seinen einge­bornen Sohn Jesum Christum gegeben, der unsere menschliche Natur an­genommen, damit wir in Christo und Christus in uns bleibe. Es gibt aber auch noch andere Früchte, die aus der Liebe hervorgehen; wer Gott liebt, liebt auch den Nächsten, und wer Gott und den Nächsten liebt, kann sicher vertrauen, dass er einstens einen gnädigen Richter in Christo finden werde; wenn du also Gott liebst, hast du nichts zu fürch­ten.

Evangelium des Hl. Lukas

 6, 36 - 42

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet werden; verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt werden; vergebet, so wird euch vergeben werden. Gebet, so wird euch gegeben werden; ein gute, ein eingedrücktes, gerütteltes und aufgehäuftes Maß wird man in euern Schoß geben; denn mit dem­selben Maße, womit ihr messet, wird euch wieder gemessen werden. Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann wohl ein Blinder einen Blinden führen? Fallen sie nicht beide in die Grube? Der Jünger ist nicht über den Meister; jeder aber wird vollkommen sein, wenn er wie sein Meister ist. Warum siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, des Balkens aber in deinem eigenen Auge wirst du nicht gewahr? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge ziehen, da du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Heuchler, zieh zuvor den Balken aus deinem eigenen Auge; dann magst du sehen, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst.

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“

Hier werden uns die Werke der Barmherzigkeit anbefohlen; also sollen wir wohltätig gegen den Nächsten sein, wie wir gerne wollen, dass sich Gott gegen uns erweise. Gott ist gütig gegen uns, er wartet langmütig auf die Besserung unseres sündhaften Lebens; ernimmt uns wieder in Gnaden auf, wenn wir selber es wollen; er verzeiht uns, er erweist uns Gutes, er straft zwar nach Maß das Verbrechen, belohnt aber auch nach Gebühr unsere Verdienste. Eben dieses nun müssen wir unserem Nächsten erweisen; wir müssen hoffen, der Nächste könne sich noch vom Bösen bekehren; den Feinen sollen wir großmütig verzeihen. So ist es auch unsere Schuldigkeit, das wir wohltätig gen die armen und not­leidenden Mitmenschen seien.

„Richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet werden!“

Zweierlei Urteile verbietet hier Christus, nämlich das freventliche und das angemaßte Urteil. Freventliches Urteil ist jenes, das aus puren Mutmaßungen ohne einen stichhaltigen Grund entspringt. Wir ur­teilen gar oft nach dem äußern Schein, ohne dabei zu erwägen, welche Meinung oder Absicht der Nebenmensch bei seinem tun und Lassen hatte. Die fromme Anna (im Alten Testament) wurde, während sie in­brünstig betete, der Trunkenheit beschuldigt. Christus selber, als er öf­fentliche Sünder und Sünderinnen zu seinen Füßen duldete, hatte sofort bösen Argwohn zu erleiden. – Das angemaßte Urteil besteht darin, dass man den Nächsten richtet, ohne dass man dazu bestellt ist. Die erste und nächste Sorge sollten wir für uns selber tragen; so aber wollen wir nur fremde, niemals die eigenen Krankheiten vertreiben. Über fremde Fehler hat dir Gott nicht das Richteramt übergeben, außer du wärest ein rechtmäßiger Richter oder Oberer; siehe darum nur auf deine eigenen Fehler; denn nach dem Zeugnisse des Apostels Paulus „steht oder fällt der Knecht seinem Herrn; wer bist du also, der du einen fremden Knecht richtest?“ (Röm 14, 4)

„Vergebet, so wird euch vergeben werden!“

Christus setzt hier eine Bedingung. Unsere Feinde haben uns, wir hin­gegen haben Gott beleidigt. Nun beten wir täglich im heiligen Vaterunser: „Vergib uns unsere Schulden,, wie auch wir vergeben un­sern Schuldigern.“ Gleichwie nun wir die Nachlassung der durch unsere Sünden Gott angetanen Unbilden verlangen, also müssen auch wir ale uns zugefügten Übel den Feinden großmütig verzeihen, und zwar muss diese Verzeihung aus dem Herzen kommen; denn, wie St. Chrysosto­mus schreibt: „Es ist nicht genug, dass du bloß den nicht verletzest, der dir Schaden zugefügt, wenn du dabei im Herzen beständig Abscheu trägst vor deinem Feinde, so dass du ihn nicht einmal ansehen magst; wisse aber, dass dann auch Gott seinerseits gegen dich nicht barmher­zig sein wird.“ Verzeihe also den Beleidigern von ganzem Herzen, und Gott wird dir gerne deine Sündenschuld nachsehen.

„Mit demselben Maße, womit ihr messet, wird euch wieder ge­messen werden.“

Die Belohnung unserer Verdienste ist bei Gott allezeit überfließend, die Strafe aber nach dem Maße der Schuld berechnet. Bei jenen, welche täglich Sünden wie das Wasser hineintrinken, wird auch die Strafe nach der Schuld bemessen werden. „Womit einer sündigt, damit wird er auch gestraft“, heißt es im Buche der Weisheit (11, 17). Dem Samson haben die Philister die Augen ausgestochen, die er allzu frei nach den heid­nischen Weibern hatte schweifen lassen. Hier mögen alle Unkeuschen und Ehebrecher, alle Geizhälse und Wucherer, alle Zornigen und Rach­süchtigen die Ohren spitzen, sie alle, die ihren Lastern so freien Zügel schießen lassen, als ob im Himmel kein Richter mehr wäre, der sie ver­urteilen könnte, und in der Hölle keine Strafe mehr, die sie zu fürchten hätten!

„Kann wohl ein Blinder einen Blinden führen?“

Die Frage, welche Christus hier stellt, will uns unterweisen, dass nie­mand seinen Nächsten belehren, ermahnen oder tadeln soll, wenn er nicht selber in dem erfahren oder vollkommen ist, worin er andere un­terweist oder beschuldigt; denn weil der Jünger nicht Meister über sei­nen Herrn ist, sondern nach seines Meisters Beispiel sich richtet, so muss doch notwendig der Meister vollkommen sein, damit nicht ein Blinder den andern führe. Lächerlich ist es, wenn der Blinde den Blinden schilt, dass er an allen Ecken anstoße, oder wenn der Taube sich be­klagt, dass ihn der andere Taube nicht verstehe. Ebenso kann die Ermahnung nichts fruchten, wenn der, welcher andere ermahnt, diesen an Fehlern und Mängeln ganz gleich oder gar noch überlegen ist. Ziehe denn vorher den Balken, d. i. deine großen Fehler, aus deinem Auge; nachher kannst du den Splitter d. i. die kleinen Fehler, bei dem Neben­menschen verbessern.

O dass ich doch hier in der Zeit stets gütig gegen meinen Nächsten wäre, damit ich dereinst bei meinem Gott Barmherzigkeit finde! O dass ich niemanden fälschlich richtete, auf dass ich einstens nicht nach meinen Vergehen verdammt werde! Jenen, so mich beleidigt haben, verzeihe ich von ganzem Herzen. Herr, sei auch mir gnädig und verzei­he alle meine Bosheit! Erleuchte meine Blindheit, dass ich den rechten Weg zum Himmel gehen und auch andere durch gutes Beispiel dahin führen möge!

Gebet

Mein holdseligster Jesu, du Brunnquell aller Gnade und Barmherzig­keit! Weil du gebietest, dass wir nach dem Vorbilde unseres himm­lischen Vaters barmherzig sein, weder urteilen noch verdammen, son­dern geistliche Hilfe den Notleidenden erzeigen sollen, wir aber aus uns selbst sol­ches nicht vermögen, so bitten wir dich um deiner großen Liebe und Barm­­herzigkeit willen: verleihe uns deinen göttli­chen Beistand, damit wir un­­seres Nächsten Tun und Lassen nicht fre­ventlich auslegen und ärgerlich davon reden, sondern in Anbetracht unserer menschlichen Schwachheit es seinem Unverstande zu­schreiben, wenn er Unrechtes tut, und bedenken, dass auch wir in noch größere Sünden fallen könnten, wenn deine gnadenreiche göttli­che Hand uns nicht davon abhielte. Deswegen sagen wir billig ohne Unterlass dir Dank, demütig bittend, du wollest unsere Worte, Werke und Gedanken so begnadigen, dass wir das, was uns zuwider ist, auch unserem Nächsten nicht zumessen, sondern ihn wie uns selber lieben und mit ihm endlich selig werden. Amen.
Quelle

Unterricht vom Feste der allerheiligsten Dreifaltigkeit


Dieses Fest folgt gleich nach den Pfingsttagen, weil die Apostel, sobald sie durch den Heiligen Geist belehrt und gestärkt waren, öf­fentlich zu predigen und im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit zu taufen angefangen haben. Dieses Fest ist eigentlich das erste und vor­nehmste Fest des ganzen Jahres, weil nämlich alle andern Feste von ihm ihren Ursprung haben.

Wozu feiern wir dieses Fest?
Damit wir der allerheiligsten Dreifaltigkeit (Dreieinigkeit) dankbar seien, von welcher eine jede göttliche Person zu unserer Seligmachung hat behilflich sein wollen; denn Gott der Vater hat uns erschaffen, Gott der Sohn hat uns erlöst und die Gnade verdient, um die Tugend zu üben; der Heilige Geist aber ist gekommen, uns zu heiligen und uns zu lehren, wie wir die Gnade gebrauchen und uns zugleich gegen alle Widerwärtigkeiten stärken sollen.

Warum wird aber dieser Tag doch nicht so gehalten wie andere hochfeierli­che Tage?
Die Kirche will dadurch gleichsam bezeugen, dass sie nicht imstande sei, würdig genug dieses Fest zu begehen. Auch ist schon jeder Sonntag des Jahres der besondern Verehrung der allerheiligsten Drei­faltigkeit gewidmet.

Sittenlehre


Wie vortrefflich der Segen im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit sei
Gar viele sprechen so oft: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ – und verstehen doch kaum, was dieser Segens­spruch für eine Kraft in sich begreift. Darum wisse, lieber Christ, dass es ebensoviel heiße, als: Im Namen, d. i. anstatt der allerheiligsten Drei­faltigkeit, auf ihren Befehl, mit ihrer Gutheißung, durch ihren Segen, mit ihrer Kraft, Mitwirkung und Hilfe, unter ihrem Schutz und Schirm – fange ich dieses und jenes ... an.

O wie tröstlich wird es einem Sterbenden vorkommen, wenn ihm sein Ge­wissen bezeugen wird, dass er bei seinen Lebzeiten alle seine Ge­danken, Worte und Werke, seiner Hände Arbeit, Essen, Trinken, Schlafen, Wachen ... im Namen der hochheiligen Dreifaltigkeit verrichtet habe!

Zum Lob und Preis der allerheiligsten Dreifaltigkeit singt heute die Kir­che im Eingange der Heiligen Messe: „Gebenedeit sei die allerheiligs­te Dreifaltigkeit und unzerteilte Einigkeit! Lasset uns sie loben, denn sie hat uns Barmherzigkeit erzeigt“ (Tob 12, 6). „Herr, unser Herr, wie wunderbar ist dein Name auf dem ganzen Erdboden!“ (Ps 8, 2) Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste! Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

(Diesen Lobspruch bete heute neunmal zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltig­keit; erneuere auch heute dein Taufgelübde.)

Gebet der Kirche

Allmächtiger, ewiger Gott, der du deinen Dienern die Gnade gegeben hast, in dem Bekenntnisse des wahren Glaubens die Herrlichkeit der ewigen Dreifaltigkeit zu erkennen und in der Macht der Majestät die Einheit anzubeten: wir bitten dich, dass wir durch treue Anhänglichkeit an diesen Glauben gegen alle Widerwärtigkeiten allezeit beschützt werden- durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herrn ... Amen.

Epistel des Hl. Paulus an die Römer

 11,33 - 36

O Tiefe des Reichtumes der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie un­begreiflich sind seine Gerichte und wie unerforschlich seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratge­ber gewesen? Oder wer hat ihm zuerst etwas gegeben, dass es ihm wieder vergolten werde? Denn von ihm und durch ihn und in ihm ist alles. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Grüble nicht vorwitzig den Urteilen Gottes nach, warum er dieses und je­nes tue oder unterlasse; denn die Gerichte Gottes sind unbegreiflich und sei­ne Wege oder Anordnungen unerforschlich: hat selbst ein Apo­stel Pau­lus den Sinn des Herrn nicht erkannt, wie viel weniger werden dann wir arme Erdenwürmlein solchen erkennen! Diejenigen, welche vorwitzig den Ratschlüssen Gottes nachforschen, fallen gemeiniglich in große Sün­den, z. B. in Verzweiflung; sie werden auch wohl ganz un­gläubig. Hat der liebe Gott einem mehr gegeben als dir, so bedenke, dass du ihm nichts zuvor gegeben hast, wofür er dir etwas wieder­zugeben schul­dig wäre. Sei zufrieden mit dem, was Gott dir gegeben hat; lege selbiges wohl an, so wirst du gewiss selig werden.

Übung der Bewunderung


O Tiefe des Reichtums der Weisheit und Wissenschaft Gottes! O wie gar unbegreiflich sind deine Gerichte und unerforschlich deine Wege! Wer ist, o Herr, der deinen Sinn erkannt hat, oder wer ist je dein Ratge­ber gewesen? Wer hat dir zuvor etwas gegeben, dass es ihm vergolten werde? Denn durch dich und in dir sind alle Dinge; dir sei Ehre in Ewig­keit! (Röm 11, 33 ff.) Amen.

Evangelium des Hl. Matthäus

 28, 18 - 20

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Trage bis ans Ende der Welt.

Unterricht von dem heiligen Sakramente der Taufe


Ist die Taufe ein Sakrament?
Ja; denn in ihr empfängt man die Gnade Gottes durch ein sichtbares, von Christus eingesetztes Zeichen (Joh 3, 5; Mt 28, 19).

Welches ist das sichtbare Zeichen, durch das man die Gnade Gottes emp­fängt?
Die Ausgießung des Wassers über das Haupt des Täuflings, die im Namen der drei Personen der allerheiligsten Dreifaltigkeit geschieht und wobei die Taufworte deutlich ausgesprochen werden müssen.

Was wirkt die Taufe bei dem Menschen?
Dies, dass er durch das Wasser und den Heiligen Geist von der Erb­sünde, welche wir von unsern ersten Eltern Adam und Eva geerbt haben, und auch von allen andern Sünden, die er etwa persönlich be­gangen hat, gereinigt, aufs neue geistigerweise geboren, zum Kindes Gottes und Miterben Christi angenommen wird (Joh 3, 3. 5; Röm 8, 15 ff.).

Kann das Sakrament der Taufe auch ersetzt werden?
Ja: 1. durch die Begierdetaufe, welche in dem herzlichen Verlangen nach der Taufe besteht, zugleich mit einer vollkommenen Liebe Gottes oder einer vollkommenen Reue über die begangenen Sünden; 2. durch die Bluttaufe, wenn einer sein Blut um Gottes willen vergießt und so gleichsam darin getauft wird.

Was bedeuten die vielen Zeremonien bei der Taufe?
Sie zeigen äußerlich an, was die taufe innerlich an der Seele dessen wirkt, der getauft wird; auch darum bedient sich die Kirche derselben, damit das umstehende Volk dadurch zu Andacht gestimmt werde.

Warum braucht man Paten oder Gevattern, die das Kind über die Taufe halten?
Damit die Kirche sich versichere, dass dieselben das Kind in Glaubens­sachen unterrichten, im Falle die Eltern ableben oder in der christlichen Unterweisung und Erziehung desselben nachlässig sind. Der Hl. Augus­tinus und Dionysius nennen die Paten Bürgen, weil sie versprechen, dass sie in besagtem Falle das Kind im christkatholischen Glauben und Leben erziehen wollen.

Warum nennt man die Paten auch „Gevattern“?
Weil sie gleichsam geistliche Väter der Täuflinge werden; darum tun diejenigen ihrem Amte vor Gott nicht genug, die sich verlassener Paten­kinder, deren Eltern gestorben sind, nicht annehmen und sie im heiligen Glauben nicht unterrichten.

Gehen die Paten auch eine geistliche Verwandtschaft ein?
Ja, und zwar aus Anordnung der katholischen Kirche mit dem Täuflinge und mit dessen Eltern (und mit dem Taufenden). Die Paten gehen je­doch unter sich selber keine geistliche Verwandtschaft ein.

Warum hat die katholische Kirche diese Verwandtschaft angeordnet?
Damit alle Paten verstünden, wie hoch sie zu den heiligen Pflichten ih­res Dienstes verbunden seien.

Was bewirkt diese geistliche Verwandtschaft?
Dass die Paten weder mit dem, den sie aus der Taufe gehoben, noch mit dessen Eltern sich verehelichen können, es sei denn, dass dieses Hindernis durch Dispense oder Erlaubnis der Kirche aufgehoben werde.

Warum wird dem Täufling ein christlicher Name gegeben?
1. Um anzudeuten, dass er in die „Gemeinschaft der Heiligen“ aufge­nommen wird; 2. damit er an dem heiligen Namenspatron einen beson­dern Fürbitter bei Gott und ein besonderes Vorbild zur Nachahmung erhalte.

Warum haucht der Priester das Kind an?
Dies geschieht nach dem Beispiele Christi, der seine Jünger ange­haucht hat, um damit anzudeuten, dass im Namen und in der Macht Christi der Teufel gar leicht, auch nur durch Anhauchen, verjagt werden könne. Hierdurch werden die guten Christen aufgemuntert, sich vor dem bösen Feinde nicht übermäßig zu fürchten, weil er so leicht kann vertrieben werden.

Warum legt der Priester die Hand auf das Haupt des Täuflings?
Zum Zeichen, dass dieser von nun an Gottes Eigentum sei und zur ka­tholischen Kirche gehöre.

Was bedeutet es, dass Stirne und Brust mit dem heiligen Kreuze bezeich­net werden?
Der Hl. Augustinus sagt: es geschehe, um anzudeuten, dass der Ge­taufte sich nicht schämen solle, Schmach zu leiden um den christlichen Namens willen. Die Brust wird bezeichnet, damit er sich stets erinnere, dass er eine Wohnung des Heiligen Geistes sein soll.

Warum legt der Priester dem Kinde etwas geweihtes Salz in den Mund?
Um anzuzeigen: 1. dass es von nun an mit der himmlischen Weisheit erfüllt werden soll, 2. dass ihm die Gebote Gottes angenehm, gleichsam schmackhaft werden sollen, 3. dass es vor der Fäulnis der Sünde be­wahrt bleiben soll.

Warum werden Ohren und Nase mit Speichel berührt?
Das geschieht nach dem Beispiele Christi, der die Zunge eines Taub­stummen mit Speichel berührte und die Finger in dessen Ohren legte, indem er sprach: Ephphetha, d. i. Tu dich auf! „Und sogleich öffneten sich seine Ohren, und das Band seiner Zunge ward gelöset, und er re­dete recht“ (Mk 7, 33 ff.). Es soll also dadurch angedeutet werden, dass man der Stimme Gottes die Ohren offen halten und „ein guter Wohlgeruch Christi“ werden soll.

Warum fragt der Priester den Täufling: „Widersagst du dem Satan und allen seinen Werken und aller seiner Hoffahrt?“
Damit ein jeder Christ wisse, dass sein Beruf es mit sich bringe, den teuflischen Eingebungen, Werken und Hoffart zu widersagen und gegen dieselben zu streiten. Gar schön redet St. Ambrosius einen Getauften also an: „Als dich der Priester gefragt hat: ‚Widersagst du dem Satan und allen seinen Werken“’ – was hast du geantwortet? ‚Ich widersage.’ ‚Widersagst du der Welt und allen ihren Lüsten?’ – was hast du geant­wortet? ‚Ich widersage.’ Sei eingedenk deines Versprechens, und lass es dir niemals aus dem Sinne kommen. Du hast dem Priester an Gottes Statt gleichsam deine Handschrift gegeben

Warum antworten die Paten anstatt des Kindes?
Das tun sie, um anzuzeigen, dass sie das Kind fortan dessen erinnern wollen, was sie für dasselbe bei der heiligen Taufe versprochen haben.

Ermahnung eines Christen


Es möchte vielleicht einer sagen: er wisse nichts von diesem Verspre­chen, folglich sei er auch nicht daran gebunden. Wer aber in solch grober Unwissenheit lebt, der wird dadurch ebenso wenig entschuldigt, als ein feiger Soldat, welcher in der Schlacht sagen würde: er hätte nichts davon gewusst, dass er kämpfen müsse, oder in ungerechter Richter, der entschuldigt sein wollte, er hätte nicht gewusst, dass er zum Richter bestellt gewesen, um Recht zu sprechen. Unwissenheit über seinen eigenen Beruf ist keine Entschuldigung, sondern ein Beweis strafbarer Unachtsamkeit. Damit nun keiner in so verdammlicher Un­wissenheit leben möchte, darum sind die christlichen Eltern und Paten heilig verpflichtet, ihre Kinder und Patenkinder an die Gelübde zu er­innern, die sie bei der Taufe getan haben. – Kinder, welche für den Kriegsdienst bestimmt sind, werden von Jugend auf gelehrt, die Waffen zu führen, alle bevorstehenden Gefahren zu verachten und sich vor keinem Feinde zu fürchten; sie werden zum Wachtdienst gewöhnt, auch Frost und Hitze zu ertragen, überhaupt zu allem, was einen rechten Soldaten ausmacht. Gleicherweise sollen die Eltern und Paten ihre leiblichen und geistlichen Kinder von Jugend auf anleiten zur Geringschätzung der vergänglichen Welt, zur Verleugnung der zeitlichen Güter, zum Hasse aller eitlen Pracht, zur Hoffnung des ewigen Lebens und zur Erlangung der Erbschaft Christi; denn hierzu haben sich die Paten selber verpflichtet, als sie die Kinder zur Taufe hielten.

Warum salbt der Priester den Täufling mit dem heiligen Öle auf Brust und Schultern?
Der Hl. Ambrosius sagt: es geschehe darum, dass er zum Kämpfer wider die Laster gesalbt und gestärkt werde, und damit er das Joch Christi unverdrossen trage.

Warum wird bei der Taufe das Vaterunser und der Glaube gebetet?
Damit der Getaufte nochmals sich erinnere, dass er diese sowie alle andern zum Glauben notwendigen Stücke zu erlernen schuldig sei, sagt der Hl. Dionysius.

Warum wird dem Täufling das Wasser dreimal über das Haupt gegossen?
Zu Ehren der drei Personen der allerheiligsten Dreifaltigkeit, in deren Namen die Taufe erteilt wird.

Warum wird der Getaufte mit dem heiligen Chrisam gesalbt?
1. Nach der Lehre des Hl. Hieronymus geschieht dies darum, damit im Falle, dass er sterben sollte, ehe er die heilige Firmung empfinge, er doch mit dem heiligen Chrisam gesalbt wäre; 2. damit er wisse, dass er nunmehr zum wahren Christen gesalbt sei und jenem „auserwählten Geschlechte, jenem königlichen Priestertume“ angehöre, von dem der Apostel Petrus spricht (1 Petr. 2, 9), und er fortan die christlichen Werke zu üben sich befleißen solle.

Warum legt der Priester das weiße Kleid oder Tüchlein auf das Haupt des Getauften?
Das er sich künftighin immer erinnere, wie er die Unschuld, die er in der Taufe empfangen hat, zu bewahren sich bemühen soll.

Warum wird ihm das brennende Licht dargereicht?
Um ihn dadurch zu erinnern, dass er sich nunmehr durch den Glauben bestreben soll, mit dem Lichte der guten Werke, gleich den klugen Jungfrauen im Evangelium, Christo, dem Herrn, entgegenzugehen (Mt 25, 1 – 2).

Nützliche Anmerkung


Jene Tage sollte jeder Christ sich besonders vormerken und behalten, an welchen er getauft und gefirmt worden, die erste heilige Kommunion empfangen, Gelübde getan oder den Ehesegen erhalten hat. Man sollte diese Tage durch Beicht und Kommunion heiligen, ein leibliches oder geistliches Almosen spenden, Gott für die empfangenen Gnaden danken und ihn bitten, dass er seine Gnade vermehren und uns darin bis zum Tode verharren lassen möge.

Von der Erteilung der Nottaufe


Kann im Notfalle jedermann taufen?
Ja; denn Christus hat es also angeordnet, damit ein jeder das notwen­dige Mittel zur Seligkeit bei der Hand hätte.

Was für Wasser muss man dabei brauchen?
Natürliches Wasser, es sei fließend oder stehend oder Regenwasser, das ist gleich. Dünnes Bier oder Wein, Rosenwasser und dergleichen künstliche Wasser dürfen und können niemals zum Taufen gebraucht werden.

Was für Worte muss man sprechen?
Man muss unter der Aufgießung des Wassers über das Haupt des Kindes sprechen: „N., ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Was für eine Meinung muss man hierbei haben?
Diese: man wolle dasjenige tun, was Christus, der Herr, eingesetzt oder was seine heilige katholische Kirche in diesem Falle zu tun pflegt.

Glaubenslehre von dem dreieinigen Gott


Was ist Gott?
Er ist das unendliche Wesen, das höchste Gut, und zwar dergestalt, dass nichts besseres und Vollkommeneres als er gedacht werden kann; er ist der Herr des Himmels und der Erde; er ist derjenige, „in welchem wir leben, uns bewegen und sind“ (Apg 17, 28), gleichwie ein Fisch im Wasser. Er ist aber auch derjenige, welcher Leib und Seele zugleich in die Hölle stürzen kann (Mt 10, 28).

Was ist die allerheiligste Dreifaltigkeit?
Sie ist eben dieser einige, unzerteilte Gott in einer Natur und Wesenheit, aber dreifach in den Personen: Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist.

Warum nennt man diese drei heiligen Personen „Dreifaltigkeit“?
Sie ist eben dieser einige, unzerteilte Gott in einer Natur und Wesen­heit, aber dreifach in den Personen: Gott Vater, Gott Sohn und Gott Hei­liger Geist.

Warum nennt man diese drei heiligsten Personen „Dreifaltigkeit?“
Auf dass die Ungelehrten das Geheimnis besser verstünden; denn gleichwie – um einfältig zu reden – ein Finger drei verschiedene Glieder oder Gelenke hat und es doch nur ein Finger ist, also sind auch in Gott drei verschiedene Personen und ist doch nur ein Gott oder eine Gott­heit.

Ist eine jede Person Gott?
Ja; der Vater ist wahrer Gott, der Sohn ist wahrer Gott, und der Heilige Geist ist wahrer Gott.

Warum sind denn aber nicht drei Götter?
Weil diese drei Personen nur eine einzige göttliche Natur und Wesen­heit haben.

Ist unter diesen drei Personen eine älter, mächtiger, größer und vornehmer als die andere?
Mitnichten, sondern sie sind alle drei von Ewigkeit her, in der göttlichen Allmacht, Größe und Herrlichkeit einander gleich und darum in gleicher Weise von uns zu verehren und anzubeten.

Von wem ist der Vater?
Von keinem als von sich selbst.

Von wem ist der Sohn?
Von dem Vater von Ewigkeit gezeugt.

Von wem ist der Heilige Geist?
Er geht von dem Vater und dem Sohne zugleich aus. Wie das Licht von der Sonne kommt, also kommt der Sohn von dem Vater, und gleichwie die Wärme der Sonne und ihrem Lichte herkommt, so geht der Heilige Geist von dem Vater und dem Sohne zugleich aus.

Hauptglaubenslehre


„Das aber ist (verstehe: darin besteht) das ewige Leben“, oder das wird er­fordert, um das ewige Leben zu erlangen, dass die Menschen, durch dei­ne Gnade innerlich erleuchtet, „dich erkennen“, dass du das höchste Gut, die unendliche Barmherzigkeit und Gerechtigkeit bis, „der allein wah­re Gott“, welcher alles aus nichts gemacht hat, der alles regiert, „in wel­chem wir leben“ – wie der Fisch im Wasser, „in welchem wir uns bewegen“ – wie der Vogel in der Luft, „in welchem wir sind“ – wie das Kind in seiner Mutter Schoß – und dass sie erkennen „den­jenigen, den du gesandt hast, Jesum Christum“ (Joh 17, 3; Apg 17, 28).

O wie sind es deren so wenige, die Gott erkennen, dass er ein Vergelter aller, auch der geringsten Werke sei, die ihm zu Ehren geschehen (Hebr 11, 6), dass er alles regiere und ohne ihn nichts geschehe! O wie wenige sind es, die ihren Gott und Schöpfer auf solche Weise erkennen! Und was noch das Ärgste ist: viele bekennen ihn zwar mit dem Munde, aber mit den Taten verleugnen sie ihn! (Tit 1, 16)

Darum sollen die Eltern und vornehmlich die Seelsorger darauf sehen, dass die Ihrigen verstehen lernen, was Gott der Herr sei, nämlich ein unendliches Wesen, so alles erschaffen hat, erhält und regiert, von dem alles Gute herkommt.

Heilsame Schlussgedanken


Glauben, dass ein Gott sei, der alles sieht und hört, und dennoch ein gottloses Leben führen: was heißt das anders, als Gott verleugnen? (Tit 1, 16)

Glauben, dass Gott die unendliche Majestät sei, und ihn nicht ehren; glauben, dass er das höchste Gut sei, und ihn nicht lieben; glauben, dass er dir unerschöpfliche Barmherzigkeit sei, und diese doch nicht su­chen; glauben, dass er die unerbittliche Gerechtigkeit sei, und ihn dennoch nicht fürchten – was heißt das anders, als ein Tor sein und von Gott abfallen?

Glauben, dass Gott en Vergelter aller, auch der geringsten guten Werke sei, und dennoch sich nicht darin üben wollen – was ist das anders, als sich selber der ewigen Belohnung berauben?

Gebet

Allmächtige, heilige, ewige, unbegreifliche Dreifaltigkeit, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, ein einiger, wahrer, lebendiger, ungeteilter Gott in drei Personen, der uns erschaffen, erlöst und geheiligt hat, dessen Gewalt, Weisheit, Güte und Barmherzigkeit unendlich ist: wir danken dir, o wunderbare Dreieinigkeit, für deine unzählbaren Gutta­ten, die du uns Unwürdigen vom Mutterleibe an bis auf diesen Augen­blick erzeigt hast, und bitten dich, du wollest unsere einfältigen Herzen erleuchten, damit wir felsenfest glauben mögen, was wir von deiner hochheiligen Dreifaltigkeit und allen andern Glaubensartikel nicht verstehen, bis dass wir mit deinen heiligen Engeln und allen aus­erwählten dich, den Vater, Sohn und Heiligen Geist, als den einen wahren Gott, dreifach in den Personen, in ewiger Freude und unaus­sprechlicher Klarheit ewiglich schauen, lieben, loben und benedeien mögen. Amen.
Quelle