Da hat sich Markus Kirchenmaus viel Mühe gemacht, und ich profitiere davon:
Aus der heutigen Laudes, hier das ganze Kapitel, Hervorhobungen (außer Überschriften) von mir.
Ist das nicht wie heute für uns geschrieben? -:
Fortsetzung von
hier.
Deuteronomium 32
Das Lied des Moses
Gottes Strafgericht
19 Da sieht es der Herr und wählt
schon Verwerfung,
Voll Groll ob solcher Söhne und
Töchter ...
20 So ist sein Wort:
Verhüllen will ich Ihnen mein Antlitz
Und sehen, was dann ihr Ende wird:
Sie sind ein Geschlecht, gänzlich
verderbt,
Söhne, jeglicher Treue bar.
21 Mit ihren Wahngöttern reitzen sie
mich zum Zorn,
Erzürnten mich mit ihren windigen
Götzen.
So will auch ich sie reizen mit einem
Schand-Volk!
Sie verdrießen mit einem Schmachvolk!
22
Entflammt ist die Glut meines Grimms,
Lodert hinab in die Schlünde der
Tiefe,
Verzehrt die Erde samt ihrer Frucht,
Sengt die Grundfesten der Berge,
23 Übel will ich häufen auf sie,
Meine Pfeile auf sie verschießen.
24 Wenn sie dann aufgerieben von
Hunger,
Verzehrt von Fieber und grimmer Pest,
Will ich hetzen gen sie der Bestien
Zahn
Samt dem Gift staubkriechender
Schlangen.
25 Dann mordet draußen das Schwert,
In den Kammern Schrecken
Jungling und Jungfrau zugleich,
Den Säuglich wie den ergrauten Mann.
Gottes Absehen von völliger Vernichtung
26 Ich hätte gesagt:
Zerschlagen will ich sie ganz,
Ihr Gedächtnis tilgen in aller Welt,
27
Müßt ich nicht fürchten der Feinde Spott,
Würden es nicht ihre Dränger
verkennen,
Also sprechend:
Obsiegt hat unsere Hand,
Nicht der Herr hat das alles
vollbracht!
28 Sie sind ja ein Volk, aller Einsicht
bar,
Klugheit sucht man bei ihnen umsonst.
29 Wären sie weise, verstünden sie
dies
Und bedächten ihr Ende …
30 Wie könnte denn einer tausend
verjagen
Und zwei zehntausend wenden zur Flucht?
Wenn nicht, dieweilen ihr Gott sie
verkauft,
Sie preisgegeben der Herr?
31 Denn unserem Gott ist ihr Gott nicht
gleich;
Des sind unsere Feinde Bezeuger.
32
Denn ihr Weinstock stammt von Sodoms Weinstock,
Von den Gefilden Gomorrhas.
Ihre Trauben sind Trauben voll Gift,
Ihre Beeren bitter wie Galle,
33 Drachengeifer ihr Wein,
Grausiges Natterngift ...
Das Gericht über die Feinde
34
Liegt nicht solches bei mir bewahrt,
Versiegelt in meinem Schatzhaus?
35 Mein sind Rache und Ahndung, (spricht der Herr, der Gott Israels,)
Zur Zeit, da ihr Fuß ins Wanken gerät:
Denn nah ist der Tag ihres Unheils,
Es eilt, was ihnen verhängt ist.
36
Dann schafft der Herr seinem Volke Recht,
Und zeigt seinen Knechten Erbarmen.
Denn er sieht, daß hinschwand
jeglicher Halt,
Daß Freie und Sklaven dahin sind.
37 Und er fragt: Wo sind ihre Götter
nun?
Ihr Fels zu dem sie geflüchtet?
38 Sie, die aßen das Fett ihrer Opfer,
Sie, die tranken ihrer Trankopfer Wein;
Die mögen nun aufstehn!
Die mögen euch helfen!
Die mögen euch werden zu bergendem
Schutz!
39 Seht doch, daß ich es bin, und nur
ich -
Und kein Gott neben mir mehr!
Ich bin's, der tötet und wieder ins
Leben ruft.
Ich bin's, der schlägt und wiederum
Heilung wirkt.
Keine Rettung gibt es aus meiner Hand.
Gottes Racheschwur
40 Denn zum Himmel heb ich empor meine
Hand
Und schwöre: „So wahr ich lebe in
Ewigkeit:
41 Wenn ich geschärft mit blitzendem
Schwert,
Meine Hand zum Gericht sich reckt,
Nehme ich Rache an meinen Drängern,
Meinen Hassern vergelte ich dann.
42 Trunken mach ich vom Blut meine
Pfeile,
Fleich wird fressen mein Schwert
Von der Toten und der Gefangenen Blut,
Vom Haupt der Führer des Feindes.
Ausklang
43 Hoch preiset, ihr Heiden, sein Volk!
Daß er rächt das Blut seiner Knechte,
Rache an seinen Drängern nimmt,
Sühne wirkt für das Land, sein Volk.“
Schlußmahnung
44 So ging denn Moses hin und trug alle
Worte dieses Liedes laut dem Volke vor, er und Josue, Nuns Sohn.
45 Als Moses alle diese Worte ganz
Israel vollständig vorgetragen hatte, sagte er zu ihnen:
46 „Beherzigt alle Worte, die ich
euch feierlich einschärfe! Befehlt sie euren Kindern an, damit sie
alle Gebote dieses Gesetzes genau beobachten!
47 Denn es sind für euch keine
bedeutungslosen Worte. Gilt es doch euer Leben! Durch Beobachtung
dieser Gebote werdet ihr lange in dem Lande weilen, in das ihr über
den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.“
Das Lebensende des Moses
Gottes Weisungen zum bevorstehenden Tod
48 Am gleichen Tage sagte der Herr zu
Moses:
49 „Steige auf das Abarimgebirge, auf
den Berg Nebo, der im Moabiterland liegt, Jericho gegenüber!
Betrachte das Land Kanaan, das ich den Israeliten zu eigen geben
will.
50 Dann sollst du auf dem Berge, den du
bestiegen hast, sterben und zu deinen Volksgenossen versammelt
werden, wie dein Bruder Aaron auf dem Berge Hor gestorben ist und zu
seinen Volksgenossen versammelt worden ist,
51 weil ihr mitten unter den Israeliten
unrecht gegen mich gehandelt habt beim Haderwasser von Kades in der
Wüste Sin und weil ihr inmitten der Israeliten mich nicht als heilig
offenbaren wolltet.
52 Denn du sollst das Land nur von
gegenüber sehen. Doch hineinkommen in das Land, das ich den
Israeliten geben will, darfst du nicht.“