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um Eingange der
heiligen Messe erwecke mit dem Priester ein inbrünstiges Verlangen nach der
seligen Ruhestätte im Himmel – mit den Worten des 83. Psalmes: „Gott,
unser Beschirmer, schaue doch und sieh an das Angesicht deines Gesalbten; denn
besser ist ein Tag in deinen Vörhöfen
als tausend andere. - Wie lieblich sind deine Wohnungen; du Herr der
Heerscharen! Es sehnt sich und schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen des
Herrn.“ Ehre sei dem Vater ...
Gebet der Kirche
Lass, o Herr, deine Kirche unter dem Schilde deiner ewigen Erbarmung
Ruhe und Bewahrung finden, und weil sich die Schwachheit der Sterblichen ohne
dich vom Falle nicht retten kann, so mache sie stark, dass sie durch deine
Hilfe von allem, was schädlich ist, ferngehalten, und zu allem, was heilsam
ist, hinangeleitet werde – durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herrn ...
Amen.
Epistel des Hl. Paulus an die Galater
5, 16 – 24
Brüder! Wandelt im Geiste, so werdet ihr die Gelüste des
Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, der
Geist aber wider das Fleisch; denn diese sind einander entgegen, so dass ihr
nicht alles tun dürfet, was ihr wollet. Wenn ihr aber durch den Geist geleitet
werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetze. Offenkundig sind die Werke des
Fleisches, als da sind: Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Geilheit, Ketzerei,
Missgunst, Todschlag, Völlerei, Schwelgerei und was dergleichen ist, wovon ich
euch verkündige, wie ich es schon ehedem gesagt habe, dass die, welche solches
tun, das Reich Gottes nicht erlangen werden. Die Frucht des Geistes aber ist:
Liebe, Freude, Friede, Geduld, Milde, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Mäßigkeit,
Enthaltsamkeit, Keuschheit; wider dergleichen ist das Gesetz nicht. Die aber,
welche Christi sind, haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Lastern und Gelüsten.
„Die aber, welche Christi sind, haben ihr Fleisch gekreuzigt
samt den Lastern und Gelüsten“ (Gal 5, 24). Es ist ein Zeichen der
Gnadenwahl (der Auserwählung) oder dass der Mensch Christo zugehörig sei und mit
ihm einstens der ewigen Freuden genießen werde, wenn er sein Fleisch mit allen
seinen bösen Begierden kreuzigt, d. i. abtötet und bezwingt, dass er
nicht vollbringt, wonach ihm gelüstet. „Folge nicht deinen Begierden und wende
dich von deinem eigenen Willen; wenn du deiner Seele ihre Lüste gewährest,
macht sie dich zum Hohne deiner Feinde.“ So mahnt uns schon der Weise im Alten
Bunde (Eccli 18, 30. 31).
Viele bilden sich ein, die Worte des heiligen Apostels
Paulus von der Abtötung seiner selbst (2 Kor 4, 10) gelten nur etwa
den Klosterleuten (deren es damals noch keine gab!), und so betrügen sie sich
selbst. Jene Worte gehen alle an, sie sind für
alle geschrieben, die in den Himmel kommen wollen. Sie lauten aber also: „Immer tragen wir die Abtötung Jeus an unserem
Leibe umher, damit auch das Leben Jesu an unsern Körpern offenbar werde.“
Anmutung. Bitte
für mich, o heiliger Paulus, dass ich deiner Lehre folge und mein Fleisch samt
den bösen Begierden kreuzige, auf dass ich auch mit dir teilhaben möge an
unserem Herrn Jesus Christus.
Evangelium des Hl. Matthäus
6, 24 - 33
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Niemand kann
zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern
lieben, oder er wird sich dem einen unterwerfen und den andern verachten. Ihr
könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: sorget nicht
ängstlich für euer Leben, was ihr essen werdet, noch für euern Leib, was ihr
anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Speise, und der Leib mehr als
die Kleidung? Betrachtet die Vögel des Himmels; sie säen nicht, sie ernten
nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen: und euer himmlischer Vater ernähret
sie. Seid ihr nicht viel mehr als sie? Wer unter euch kann mit seinen Sorgen
seiner Leibeslänge eine Elle zusetzen? Und warum sorget ihr ängstlich für die
Kleidung? Betrachtet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten
nicht und spinnen nicht: und doch sag' ich euch, dass selbst Salomon in all
seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun
Gott das Gras auf dem Felde, welches heute steht und morgen in den Ofen
geworfen wird, also kleidet, wie viel mehr euch, ihr Kleingläubigen! Sorget
also nicht ängstlich und saget nicht: Was werden wir essen, was werden wir trinken,
oder womit werden wir uns bekleiden? Denn nach allem diesem trachten die
Heiden. Denn euer Vater weiß, dass ihr alles dessen bedürfet. Suchet also
zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, so wird euch dieses alles
zugegeben werden.
Was heißt Gott dienen?
Es heißt: alles das treulich und eifrig verrichten, was Gott
von uns fordert, oder: den Willen Gottes tun und alles, was Gott wohlgefällig
ist.
Welches sind die zwei Herren, denen man nicht zugleich dienen kann?
Gott und der Mammon, worunter der Geizteufel zu verstehen
ist; beiden zugleich kann man nicht dienen, weil sie einander entgegengesetzte
Dinge befehlen. Gott verbietet das Wuchern und Stehlen; der Geizteufel aber
treibt dazu an. Gott befiehlt, man solle an Sonn- und Feiertagen seinem heiligen Dienste abwarten; der
Geizteufel aber reizt den Menschen an, den Gottesdienst zu verabsäumen und dem
zeitlichen Gewinne nachzulaufen, oder macht ihn wenigstens in der Kirche
unruhig und zertreut, dass er nur mit dem Leibe da ist, das Herz aber bei den
zeitlichen Dingen verweilt.
Welche dienen den Reichtümern?
Die Geizigen und Habsüchtigen, welche wie Sklaven oder
Leibeigene ihrer Begierlichkeit nach Geld und Gut und der Ungerechtigkeit
dienen, darum jenen zulieb sich auch nicht fürchten, Gott zu beleidigen.
Welchen dienen umgekehrt die Reichtümer?
Denjenigen, welche durch Übung der Werke der Barmherzigkeit
den Himmel kaufen. Auf diese Weise haben sie vielen tausend Heiligen Gottes
sowohl im Alten als im Neuen Bunde gedient.
Warum weist uns Christus an die Vögel des Himmels und an die Lilien des
Feldes?
Auf dass er uns Vertrauen zur göttlichen Vorsehung einflöße,
die sogar auch die Vögel erhält. Gewiss, wenn Gott die jungen Raben speist, die
von den Alten verlassen worden und zu ihm rufen (Ps 146, 9), wenn er die
Vögel ernährt, die nicht säen und nicht ernten, wennn er die Blumen auf dem
Felde so schön kleidet: wie viel mehr wird er für den Menschen sorgen, den er
nach seinem Bilde erschaffen hat, wofern er nur seinen Geboten gehorcht und ein
kindliches Vertrauen zu ihm trägt! - Erwäge doch, dass die Seele mehr als der
Leib ist! Der das Pferd gibt, soll er nicht auch den Zaum geben? Hat dir Gott
die Seele gegeben, welche tausendmal kostbarer ist als der Leib, warum soll er
denn zum Behufe und Dienste der Seele dem Leibe nicht auch die Nahrung geben?
Sollen wir uns also um gar nichts kümmern, da Christus spricht: „Saget
nicht: Was werden wir essen, was werden wir trinken, oder womit werden wir uns
bekleiden?“
Mit nichten; denn Gott hat ausdrücklich befohlen, dass der
Mensch im Schweiße seines Angesichtes sein Brot essen soll (1 Mos
3, 19). Die Worte Christi sind zu verstehen von der übertriebenen oder
unordentlichen Sorge fürs Zeitliche, die mit Nachteil der Ehre Gottes und
Verabsäumung des ewigen Heiles der Seele getragen wird.
Kann das übermäßige Sorgen auch etwas nützen?
Ebensoviel, als wenn einer mit unnützen Gedanken seiner
Leibeslänge eine Elle zusetzen wollte (Lk 12, 15); auch nicht einen
Strohhalm breit könnten wir's; denn ohne den göttlichen Segen vermögen wir gar
nichts. - Lerne auf Gott vertrauen!
Was kann uns die Sorgen nehmen?
1. Fest und lebhaft glauben, dass Gott uns helfen könne und
wolle. Dass er es kann, ist klar, weil er allmächtig ist; dass er auch helfen
wolle, ist ebenfalls gewiss, weil er uns die leibliche Nahrung versprochen hat
und gütig, freigebig und im Versprechen getreu ist. Vertraut man einem Freunde,
der vermöglich, treu und freigebig ist, warum denn nicht auch dem lieben Gott,
dessen Allmacht alles unterworfen ist und der uns mehr liebt als eine Mutter
ihre Kinder? (Jes 49, 15 f.) 2. Daneben soll man bedenken, dass man
einem Juden traut, der uns seine Handschrift gibt: warum denn nicht Gott, der
uns seine göttliche Handschrift, das Evangelium, hinterlassen hat, welches
denen das Zeitliche verspricht, die vor allem das Himmelreich und die dazu
notwendige Gerechtigkeit suchen werden?
Was kann uns dazu behilflich sein, dass wir einen festen Glauben an die
Allmacht und Zuversicht auf die Gütigkeit Gottes erlangen?
Man soll sich alle Tage fleißig darin üben; besonders so oft
man betet: „Ich glaube an Gott Vater, den
Allmächtigen, Schöpfer des Himmels und der Erde“, und im heiligen
Vaterunser: „Unser tägliches Brot gib uns
heute“ - soll man zugleich einen festen Glauben und kindliches Vertrauen
daraus schöpfen, das suns Gott die zeitlichen und ewigen Güter mitteilen werde.
Anmutung. O Herr
Jesu, gib mir ein festes Vertrauen auf deine Vorsehung und vermehre solches in
mir, damit ich bei allen widrigen Ereignissen glaube, dass, wenn ich vor allem
meinen himmlischen Vater um das Himmelreich und die christliche Gerechtigkeit
bitten werde, mir alles andere, was ich für Leib und Leben noch brauche, werde
dazugegeben werden.
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Beweggründe zum Vertrauen auf Gott
Vertraut man sein Hab und Gut, Glück und Ehre dem Fleiße und
der Gelehrsamkeit eines Advokaten an; übergibt man Leib und Leben gleichfalls
den Händen eines Schiffsmannes; verlässt sich ein Blinder auf ein Kind, ja wohl
auch auf den Hund, der ihn leitet: warum sollen wir uns denn nicht auf Gott
verlassen, dessen Allmacht und Weisheit unendlich ist, der alles regiert und
erhält, der uns aus allen Nöten erretten kann und will? Dass er es kann, ist
gewiss; denn er ist ja die Allmacht selbst; dass er es auch will, ist auch
erweislich, weil er es uns versprochen hat und getreu in seinen Verheißungen
ist. Lies den 49. und 90. Psalm, da wirst du finden, dass Gott dir versprochen
hat, er wolle dir helfen. Ernährt Gott so viele Juden, Türken und Heiden, die
seinen Namen schmähen und lästern: wie viel mehr wird er diejenigen ernähren,
welche seinen Namen anrufen und heiligen!
„Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, so
wird euch dieses alles zugegeben werden“ (Mt 6, 33).
Der König Salomon, weil er vor allem das Himmelreich und die
Gerechtigkeit gesucht hat, indem er nicht um langes Leben noch um Reichtum,
sondern um Verstand und Weisheit, das Rechte zu erkennen, betete, darum hat er
nicht allein dies von Gott erhalten, sondern Gott hat ihn auch das andere
zugelegt, um das er nicht gebeten, nämlich Reichtum und Ehre, so dass
seinesgleichen keiner unter den Königen gewesen ist (3 Kön 3, 5 ff.).
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Trost in Armut
„Sorget nicht ängstlich“ (Mt 6, 31)
Wenn du durch Krieg, Feuersbrunst, Hagelschlag oder durch
ein anderes Unglück in Armut geratest, so tröste dich mit dem Gedanken, dass Gott dir die Armut zu deinem Besten
geschickt hat; denn die Armut kommt von Gott, sagt die Heilige Schrift (Eccli
11, 14). Deswegen nimm sie von der Hand des Herrn wenigstens ohne Murren und
Widerspruch an, als eine Arznei für die Seele, auf dass du nicht vielleicht
durch leibliches Wohlergehen und zeitliche Wohlfahrt von Gott, deinem Herrn, abgeführt
werdest und dein Herz nicht so fest an das Zeitliche hängest, weil nur schon zu
vielen der Reichtum zu ihrem ewigen Untergange gedient hat. Damit es dir nicht
gar so schwer falle, führe dir zu Gemüte, dass du nichts in die Welt gebracht hast und auch nichts hinausnehmen
wirst.
Um dich ferner zu trösten, stelle dir das Beispiel der Heiligen vor, von welchen der
Apostel Paulus schreibt, dass sie mit Freuden den Raub ihrer Güter ertragen
haben wohl wissend, dass ihnen ein besseres und bleibendes Gut im Himmel
hinterlegt sei (Hebr 10, 34).
Das Vornehmste und Beste, woran man sich in der Armut
trösten kann, ist das Beispiel Jesu Christi
selbst, der da er reich war, um unsertwillen arm geworden und nicht
einmal so viel auf dieser Welt gehabt hat, wo er sein Haupt hinlegen mochte
(2 Kor 8, 9; Mt 8, 20).
In deinem Elende und deiner Armut sprich mit dem geduldigen Job: „Der Herr hat es gegeben, der Herr
hat es genommen; wie es dem Herrn gefallen, also ist es geschehen. Der Name des
Herrn sei gebenedeit!“ (Job 1, 21).
„Fürchte dich nicht, mein Sohn; wir führen zwar ein armes
Leben, aber wir werden viel Gutes erhalten, wenn wir Gott fürchten und alle
Sünde meiden und Gutes tun.“ (Tob 4, 23). - „Ein großer Gewinn ist die
Gottseligkeit mit Genügsamkeit; denn wir haben nichts in diese Welt hereingebracht
und können ohne Zweifel auch nichts mitnehmen (1 Tim 6, 6. 7).
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Glaubenslehre
Kostbar ist die Seele
Das Allerkostbarste, was Gott nächst den Engeln erschaffen
hat, ist die Seele des Menschen; denn sie ist nach dem Ebenbilde der
allerheiligsten Dreifaltigkeit geschaffen. Das Gedächtnis stellt uns vor den
ewigen Vater, der Verstand den Sohn, der Wille den Heiligen Geist. O menschliche Seele! „So spricht
Gott, der Herr: Du Siegel der Ebenbildlichkeit voll der Weisheit und vollkommen
an Schönheit!“ (Ez 28, 12).
Nächst Gott, seiner jungfräulichen Mutter und den heiligen
Engeln gibt’s nichts Schöneres als eine Seele, die im Stande der Gnade Gottes
ist. Christus hat sein Leben hingegeben nicht für alle Güter der Welt, die er
für nichts geachtet, wohl aber für eine einzige Seele, um sie aus dem Rachen
der Hölle zu erretten. Und dennoch schätzt so mancher seine Seele dermaßen
gering, dass er sie um eine augenblickliche Lust feilbietet. Christus hat am
besten verstanden, wie kostbar und wie viel eine Seele wert ist; darum sagt er
(Mt 16, 26): „Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne,
an seiner Seele aber Schaden litte? Oder was kann der Mensch wohl geben, um
seine Seele wieder einzutauschen?“ - wenn sie einmal verloren ist?
O wie viel Mühe wendet man nicht an, den Leib auch nur für
eine kurze Zeit am Leben zu erhalten, während man kaum einen Fuß rühren mag, um
die Seele für's ewige Leben zu erhalten!
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Sittenlehre wider den Wucher
„Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon“ (Mt 6, 24)
Was heißt wuchern?
Es heißt: von seinem Nebenmenschen, der einem schuldig ist
oder dem man geliehen hat, etwas über die Gebühr fordern oder erpressen; daher
ist es eine schwere Sünde wider das siebente Gebot Gottes, wenn es in Sachen
geschieht, die wichtig oder bedeutend sind; denn Gott droht dem Wucherer mit
dem ewigen Tode (Ez 18, 13), und Christus der Herr verbietet den Wucher
(Lk 6, 34. 35). Die Wucherer sind recht eigentlich die Blutegel der Armen,
denen sie gleichsam Schweiß und Blut aussaugen, da es doch schon dem
natürlichen Gesetze widerstrebt, sich aus seines Nächsten Armut und Not
bereichern zu wollen. „Was nützte es aber dem Menschen, wenn er die ganze Welt
gewänne, an seiner Seele aber Schaden litte?“ (Mt 16, 26)
Gebet
Gelobt und gebenedeit seit du, o himmlischer Lehrmeister Jesu
Christe, dass du im heutigen Evangelium mit so schönen, tröstlichen und erfreulichen
Lehren von den Vögeln und Feldblumen uns gar so kummerhafte und allzu besorgte
Menschenkinder unterrichtet hast, wie und warum wir unser ganzes Vertrauen auf
dich setzen, die übertriebenen Sorgen um das Zeitliche fahren lassen und
vielmehr das Ewige suchen sollen. Weil wir aber diesem so heilsamen Rate aus unsern
eigenen Kräften nicht nachzukommen vermögen, so bitten wir dich, o gütigster
Jesu, um deinen göttlichen Beistand, damit wir alle unruhigen, ängstlichen
Sorgen und Kümmernisse großmütig überwinden, vor allem nur dein Reich und
dessen Gerechtigkeit eifrig suchen und dir als unserem Herrn und Gott
aufrichtig dienen; dann wirst du hoffentlich unser auch nicht vergessen,
sondern als ein treuer Vater deinen Kindern alles Nötige mitteilen. Um das
bitten wir dich, o Herr Jesu Christe, durch deine große Barmherzigkeit. Amen.
Quelle