Samstag, 31. August 2013

Heiligenkalender September

September[1]

1.     Aegidius, A, Nothelfer – Ver­ena, J – Regulus, M
2.     Stephan, Kön von Ungarn – Antoninus, M – Simeon der Säulensteher, Bk
3.     Marinus, Bk, Patr der Stein­metze – Remaclus, B
4.     Rosa von Viterbo, J - Rosalia, J, Pestpatronin – Moses, Prophet
5.     Laurentius Justiniani, Erzb, Patr gegen Halsleiden
6.     Magnus, A
7.     Regina J und M – Clodoald, Pr
8.     Mariä Geburt – Adrianus, M – Corbinian, B
9.     Peter Claver, Pr und Ap der Neger – Dorotheus und Gorgonius, MM – Audomar, B
10.   Nikolaus von Tolentino, Bk
11.   Felix und Regula, MM – Pro­tus und Hyacinthus, MM – Paphnutius, B
12.   Guido, B
13.   Amatus, B – Eulogius, Erzb
14.   Kreuzerhöhung – Maternus, B von Köln und Trier – Not­burga, J, Patronin der Dienst­boten
15.   Nikomedes, Pr und M – Eu­tropia, W
16.   Cornelius, P und M – Cyprian, B und M – Euphemia, J und M – Ludmilla, Fr und M
17.   Wundmale des Hl. Franz von Assisi – Hildegard, J und Ä – Lambert, B und M
18.   Joseph von Cupertino, Pr – Nichardis, K
19.   Januarius und Gefährten, B und MM – Maria von Cervel­lon, J, Patr gegen Meeres­gefahren
20.   Eustachius, M, Nothelfer, Pat in widrigen Ehestandsverhält­nissen
21.   Matthäus, Ap und Ev – Jonas, Prophet
22.   Thomas von Villanova, B – Mauritius und Gef, MM
23.   Thekla, J und M, Patr der Sterbenden – Linus, P und M
24.   Maria von der Erlösung der Gefangenen – Gerhard, B und M
25.   Firminus, B und M, Patron der Schreiner
26.   Cyprian und Justina, MM – Nilus, A
27.   Kosmas und Damian, MM, Patr der Ärzte
28.   Wenzeslaus, Herzog und M – Lioba, J und Ä
29.   Michael, Erzengel
30.   Hieronymus, Kirchl – Sophia, W – Victor, M



[1]                      Am ersten Sonntag im September ist an vielen Orten das Schutzengelfest. Am Sonntag nach Mariä Geburt ist das Namensfest Mariä. Am dritten Sonntag im Septem­ber wird das Andenken an die sieben Schmerzen Mariä gefeiert.

Quelle

Organspende - Hirntod

Zitat aus
Welt der Wunder 9/13, Titelseite
"Was passiert wirklich, wenn das Herz aufhört zu schlagen? Warum das Gehirn erst nach 8 Stunden wirklich tot ist"

Meinungsumfrage oder Meinungsmache?

... am konkreten Beispiel. Ein herzliches Vergelt's Gott an die Kopten!

Ist der christliche Glaube eine Lehre?

Immer wieder hört man in der letzten Zeit - selbst von katholischen Predigern, Rednern, Vortragenden, das Christentum, der christliche Glaube, sei keine Lehre - sondern: die Begegnung mit einer Person. Die "persönliche Beziehung zu Jesus Christus" sei nämlich das Eigentliche des Christseins.

Dass der persönliche Glaube nicht möglich ist ohne das Ergriffen-worden-Sein von Jesus Christus als unserem Retter vor Sünde und Tod und ohne ihm nachzufolgen und uns in ihn umzugestalten, ist eine wahre Feststellung und wer nur nach dem Buchstaben lebt, nicht aber Christus und seine Gebote im Herzen trägt, liebt und danach lebt, der hat nicht verstanden, was es um das Christentum ist. 

Genauso wahr ist aber, dass Christus uns "eine neue Lehre" kundgetan hat: Er selbst ist diese Lehre, so wie er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Die heilige Katharina von Siena schreibt über die von Gott in Jesus Christus zu uns gesandte Lehre:

"Daher befestigte Er (Anm.: der Heilige Geist nach der Himmelfahrt des Herrn) den Weg der Lehre, den Meine Wahrheit (Anm.: Jesus Christus) auf Erden zurückließ, und obwohl sie ihrer Gegenwart nach schied, entzog sie weder Ihre Lehre noch die Tugenden, die in der Lehre begründeten wahren Steine. Die Lehre ist der Weg, den euch die süße glorreiche Brücke (Anm.: Jesus Christus) bereitete. Zuerst verwirklichte er sie selbst und bildete mit seinen Werken den Weg; Er vermittelte euch die Lehre durch das Vorbild mehr als durch Worte; ja Er wirkte, ehe er sprach. (vgl. Apg 1,1)

(...) Seine Lehre ist der Weg; sie wurde, wie ich dir sagte, von den Aposteln bekräftigt, die Märtyrer haben sie mit ihrem Blute besiegelt, das Licht der Kirchenlehrer hat sie erhellt, die Bekenner haben sie bezeugt und die Evangelisten haben sie niedergeschrieben: alle walten sie als Zeugen zum Bekenntnis der Wahrheit im mystischen Leib der heiligen Kirche. Sie sind wie eine auf den Leuchter gestellte Lampe, um den Weg der Wahrheit zu weisen, der hinführt zum Leben im vollkommenen Licht."

 
Und dazu gehört die ganz persönliche Begegnung, die Verinnerlichung, die Anwendung der Lehre sozusagen. Katharina von Siena fährt fort:

"Und wie künden sie dir die Wahrheit? In der Erprobung, denn sie haben sie in sich selber durchgeprobt und bewiesen. So wird jeder Mensch zur Erkenntnis der Wahrheit erleuchtet, wenn er will und nicht durch ungezügelte Selbstsucht das Vernunftlicht sich selber entzieht. Dies ist die Wahrheit, dass Seine Lehre wahr ist und bei uns blieb als ein Boot, um die Seelen aus dem stürmischen Meere zu bergen und hinaufzuführen zum Hafen des Heils.

So ist Er in jeder Hinsicht, sowohl im Leben wie in der Lehre, Weg, Wahrheit und Leben, und der Weg (Anm.: der Lehre) ist die Brücke, der euch zur Höhe des Himmels führt."
Zitate aus: Caterina von Siena; Gespräch von Gottes Vorsehung; Johannes Verlag Einsiedeln; AD 1964; S. 39/40

Die Heilige Schrift, die kirchliche Tradition, das Lehramt der Kirche, sämtliche Heilige und sonstige Zeugen der Wahrheit widersprechen der Behauptung, das Christentum sei keine Lehre...





Schriftstellen aus dem Neuen Testament, die darlegen, dass Jesus Christus im Namen seines himmlischen Vaters seine Lehre verkündet: "Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat." Er verheißt der jungen Kirche den Beistand des des Heiligen Geistes: "Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. " Und die Apostel verkünden die  göttliche Lehre im Auftrag Jesu in aller Welt: "Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was ich euch geboten habe."

"Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel..."

Mt 28 16 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
17 Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel.
18 Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.
19 Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Mt 7,28 Und es begab sich, als Jesus diese Rede vollendet hatte, dass sich das Volk entsetzte über seine Lehre

Mt 11,1 Und es begab sich, als Jesus diese Gebote an seine zwölf Jünger beendet hatte, dass er von dort weiterging, um in ihren Städten zu lehren und zu predigen.

Mt 22,33 Und als das Volk das hörte, entsetzten sie sich über seine Lehre.

Mt 23,10 Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer: Christus.

Mk 1,22 Und sie entsetzten sich über seine Lehre; denn er lehrte mit Vollmacht und nicht wie die Schriftgelehrten.

Mk 1,27 Und sie entsetzten sich alle, sodass sie sich untereinander befragten und sprachen: Was ist das? Eine neue Lehre in Vollmacht! Er gebietet auch den unreinen Geistern und sie gehorchen ihm!

Mk 4,1 Und er fing abermals an, am See zu lehren. Und es versammelte sich eine sehr große Menge bei ihm, sodass er in ein Boot steigen musste, das im Wasser lag; er setzte sich, und alles Volk stand auf dem Lande am See.

Mk 6,2 Und als der Sabbat kam, fing er an zu lehren in der Synagoge. Und viele, die zuhörten, verwunderten sich und sprachen: Woher hat er das? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und solche mächtigen Taten, die durch seine Hände geschehen?

Mk 8,31 Und er fing an, sie zu lehren: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.

Mk 11,18 Und es kam vor die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und sie trachteten danach, wie sie ihn umbrächten. Sie fürchteten sich nämlich vor ihm; denn alles Volk verwunderte sich über seine Lehre.

Lk 1,4 So habe auch ich's für gut gehalten, nachdem ich alles von Anfang an sorgfältig erkundet habe, es für dich, hochgeehrter Theophilus, in guter Ordnung aufzuschreiben,
damit du den sicheren Grund der Lehre erfährst, in der du unterrichtet bist. 
Lk 4,32 Und sie verwunderten sich über seine Lehre; denn er predigte mit Vollmacht.  
Lk 11,1  Und es begab sich, dass er an einem Ort war und betete. Als er aufgehört hatte, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte.
Er aber sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme.
Unser tägliches Brot gib uns Tag für Tag
und vergib uns unsre Sünden; denn auch wir vergeben allen, die an uns schuldig werden. Und führe uns nicht in Versuchung. 
Joh 3 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden.
Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?
Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist.
Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. 
Joh 7  14 Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte.
15 Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift verstehen, wenn er es doch nicht gelernt hat?
16 Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.
17 Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.
18 Wer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm. 
Joh 14,26 Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.  

Joh 18 19 Der Hohepriester befragte nun Jesus über seine Jünger und über seine Lehre.
20 Jesus antwortete ihm: Ich habe frei und offen vor aller Welt geredet. Ich habe allezeit gelehrt in der Synagoge und im Tempel, wo alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet.
21 Was fragst du mich? Frage die, die gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe. Siehe, sie wissen, was ich gesagt habe.
Apg 2,42 Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. 

Apg 5 25 Da kam jemand, der berichtete ihnen: Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.
26 Da ging der Hauptmann mit den Knechten hin und holte sie, doch nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten sich vor dem Volk, dass sie gesteinigt würden.
27 Und sie brachten sie und stellten sie vor den Hohen Rat. Und der Hohepriester fragte sie
28 und sprach: Haben wir euch nicht streng geboten, in diesem Namen nicht zu lehren? Und seht, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.
29 Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Apg 5,42 und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus.  

Apg 13,12 Als der Statthalter sah, was geschehen war, wurde er gläubig und verwunderte sich über die Lehre des Herrn. 
Apg 17 18 Einige Philosophen aber, Epikureer und Stoiker, stritten mit ihm. Und einige von ihnen sprachen: Was will dieser Schwätzer sagen? Andere aber: Es sieht so aus, als wolle er fremde Götter verkündigen. Er hatte ihnen nämlich das Evangelium von Jesus und von der Auferstehung verkündigt.
19 Sie nahmen ihn aber mit und führten ihn auf den Areopag und sprachen: Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du lehrst? 
Apg 19Er (Paulus) ging aber in die Synagoge und predigte frei und offen drei Monate lang, lehrte und überzeugte sie von dem Reich Gottes.
Als aber einige verstockt waren und nicht glaubten und vor der Menge übel redeten von der Lehre, trennte er sich von ihnen und sonderte auch die Jünger ab und redete täglich in der Schule des Tyrannus. 
Apg 22,4 Ich (Paulus) habe die neue Lehre verfolgt bis auf den Tod; ich band Männer und Frauen und warf sie ins Gefängnis...
Röm 6,17 Gott sei aber gedankt, dass ihr Knechte der Sünde "gewesen" seid, aber nun von Herzen gehorsam geworden der Gestalt der Lehre, der ihr ergeben seid. 
Röm 16,17 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, dass ihr euch in Acht nehmt vor denen, die Zwietracht und Ärgernis anrichten entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und euch von ihnen abwendet. 
1Kor 4,17 Aus demselben Grund habe ich (Paulus) Timotheus zu euch gesandt, der mein lieber und getreuer Sohn ist in dem Herrn, damit er euch erinnere an meine Weisungen in Christus Jesus, wie ich sie überall in allen Gemeinden lehre
Kol 1,28 24 Nun freue ich mich in den Leiden, die ich für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was an den Leiden Christi noch fehlt, für seinen Leib, das ist die Gemeinde.
25 Ihr Diener bin ich geworden durch das Amt, das Gott mir gegeben hat, dass ich euch sein Wort reichlich predigen soll,
26 nämlich das Geheimnis, das verborgen war seit ewigen Zeiten und Geschlechtern, nun aber ist es offenbart seinen Heiligen,
27 denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.
28 Den verkündigen wir und ermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen in aller Weisheit, damit wir einen jeden Menschen in Christus vollkommen machen.
29 Dafür mühe ich mich auch ab und ringe in der Kraft dessen, der in mir kräftig wirkt.
2Thess 2,15 So steht nun fest, liebe Brüder, und haltet euch an die Lehre, in der ihr durch uns unterwiesen worden seid, es sei durch Wort oder Brief von uns.
2Thess 3,6 Wir gebieten euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr euch zurückzieht von jedem Bruder, der unordentlich lebt und nicht nach der Lehre, die ihr von uns empfangen habt. 
1Tim 1 3 Du weißt, wie ich dich ermahnt habe, in Ephesus zu bleiben, als ich nach Mazedonien zog, und einigen zu gebieten, dass sie nicht anders lehren,
auch nicht Acht haben auf die Fabeln und Geschlechtsregister, die kein Ende haben und eher Fragen aufbringen, als dass sie dem Ratschluss Gottes im Glauben dienen.
Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben.
Davon sind einige abgeirrt und haben sich hingewandt zu unnützem Geschwätz,
7 wollen die Schrift meistern und verstehen selber nicht, was sie sagen oder was sie so fest behaupten.
Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn es jemand recht gebraucht,
weil er weiß, dass dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sündern, den Unheiligen und Ungeistlichen, den Vatermördern und Muttermördern, den Totschlägern,
10 den Unzüchtigen, den Knabenschändern, den Menschenhändlern, den Lügnern, den Meineidigen und wenn noch etwas anderes der heilsamen Lehre zuwider ist,
11 nach dem Evangelium von der Herrlichkeit des seligen Gottes, das mir anvertraut ist. 
1Tim 2,7 Dazu bin ich eingesetzt als Prediger und Apostel - ich sage die Wahrheit und lüge nicht -, als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit.  

1Tim 4Das ist gewisslich wahr und ein Wort, des Glaubens wert.
10 Denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen.
11 Dies gebiete und lehre.
12 Niemand verachte dich wegen deiner Jugend; du aber sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit.
13 Fahre fort mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren, bis ich komme. 
1Tim 4,16 Hab Acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören.  

1Tim 5,17 Die Ältesten, die der Gemeinde gut vorstehen, die halte man zwiefacher Ehre wert, besonders, die sich mühen im Wort und in der Lehre
1Tim 6,1 Alle, die als Sklaven unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehre wert halten, damit nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werde.  

1Tim 6Wenn jemand anders lehrt und bleibt nicht bei den heilsamen Worten unseres Herrn Jesus Christus und bei der Lehre, die dem Glauben gemäß ist,
der ist aufgeblasen und weiß nichts, sondern hat die Seuche der Fragen und Wortgefechte. Daraus entspringen Neid, Hader, Lästerung, böser Argwohn,
Schulgezänk solcher Menschen, die zerrüttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die meinen, Frömmigkeit sei ein Gewerbe. 
2Tim 2,2 Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren.
2Tim 3,10 Du aber bist mir gefolgt in der Lehre, im Leben, im Streben, im Glauben, in der Langmut, in der Liebe, in der Geduld...

2Tim 3,16 14 Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast
15 und dass du von Kind auf die Heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus.
16 Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit...
2Tim 4So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der da kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich:
Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.
Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,
und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.
Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, richte dein Amt redlich aus. 
Tit 1,9 er halte sich an das Wort der Lehre, das gewiss ist, damit er die Kraft habe, zu ermahnen mit der heilsamen Lehre und zurechtzuweisen, die widersprechen.  

Tit 2Desgleichen ermahne die jungen Männer, dass sie besonnen seien
in allen Dingen. Dich selbst aber mache zum Vorbild guter Werke mit unverfälschter Lehre, mit Ehrbarkeit,
mit heilsamem und untadeligem Wort, damit der Widersacher beschämt werde und nichts Böses habe, das er uns nachsagen kann.
 
Gastbeitrag vom Frischen Wind. Vergelt's Gott!
http://frischer-wind.blogspot.de/2013/08/der-christliche-glaube-ist-keine-lehre.html

Religion im öffentlichen und privaten

... Raum. Gefunden bei Jobo. Vergelt's Gott!

Radio Horeb auf DAB+


Hier für alle, die es interessiert, die neuen Sendestationen, welche dieses Jahr in Betrieb gehen mit Aufschalt-Tag:


- Chemnitz-Geyer am 26. März (10 kW, aufgeschaltet)
- Würzburg-Frankenwarte am 28. März (10 kW, aufgeschaltet am 22.03.2013!!!)
- Inselsberg am 1. April (500 Watt, aufgeschaltet)
- Gelnhausen-Schnepfenkopf am 1. Juni (2 kW, aufgeschaltet am 15. Juni)
- Wendelstein am 27. September (2 kW, aufgeschaltet am 25. Juni 2013!!!)
- Geislingen-Oberböhringen am 1. August (2 kW, aufgeschaltet)
- Minden-Jakobsberg am 1. September (4 kW, aufgeschaltet)

 
Zum Empfang mit dem DAB+-Radio Sender-Liste aktualisieren!!!

 
Gefunden natürlich hier.

Update:
Laut einer Planungskarte sind folgende Standorte geplant:  
Rostock, Pritzwalk, Visselhövede, Aurich, Teutoburger Wald/Bielstein, Aachen, Siegen-Süd, Brocken, Bad Marienberg, Trier, Kaiserslautern, Jena, Gera, Ochsenkopf, Pfänder, Raichberg, Mudau, Kreuzberg
Offen ist noch, welche der Standorte bereits im Jahre 2014 in Betrieb genommen werden.

Unterricht für den fünfzehnten Sonntag nach Pfingsten


Der Eingang in die heilge Messe ist ein inbrünstiges Gebet, dem 85. Psalm entnommen, welches in aller Widerwärtigkeit und Not gesprochen werden kann: „Neige, o Herr, dein Ohr und erhöre mich. Hilf, mein Gott, deinem Knechte, der auf dich hofft. Erbarme dich meiner, o Herr; den zu dir rufe ich den ganzen Tag. Erfreue die Seele deines Knechtes; denn zu dir, Herr, erhebe ich meine Stimme.“ Ehre sei dem Vater ...

Gebet der Kirche

Lass, o Herr, deine Kirche durch die Fortdauer deiner Erbarmungen gereinigt und beschützt werden, und weil sie ohne dich nicht unver­letzt bestehen kann, so lass sie allezeit unter deiner Aufsicht regiert werden – durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herrn ... Amen.

Epistel des Hl. Paulus an die Galater

 5, 25 – 26; 5, 1 – 10

Brüder! Wenn wir im Geiste leben, lasset uns auch im Geiste wandeln. Lasset uns nicht eitler Ehre nachtrachten, so dass wir ein­ander reizen, einander beneiden. Brüder! Wenn auch ein Mensch von irgend einer Sünde übereilt worden wäre, so unterweiset einen sol­chen, ihr, die ihr geistlich seid, im Geiste der Sanftmut, und hab acht auf dich selbst, damit nicht auch du versucht werdest. Einer trage des andern Last, und so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Denn wenn jemand sich etwas zu sein dünkt, da er doch nichts ist, der betrügt sich selbst. Ein jeder aber prüfe sein eigenes Tun, und so wird er bei sich selbst nur Ruhm haben und nicht bei einem andern; denn ein je­der wird seine eigene Last tragen. Wer aber Unterricht im Worte (Gottes) erhält, der teile von allem Guten dem mit, der ihn unterrichtet. Täuschet euch nicht! Gott lässt seiner nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Wer in seinem Fleische sät, der wird vom Fleische auch Verderben ernten; wer aber im Geiste sät, der wird vom Geiste ewiges Leben ernten. Lasset uns also Gutes tun und nicht ermüden; denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermüden. Darum lasset uns, da wir Zeit haben, Gutes tun allen, vor­züglich aber den Glaubensgenossen.

Aus dieser Lektion lernen 1. alle jene, die einen andern zurechtweisen und strafen wollen, dass sie dies mit Sanftmut tun sollen, damit der, wel­cher zurechtgewiesen wird, merke, dass es nicht aus Hass, sondern aus Liebe geschehe; 2. dass ein jeder mit den Sündern Mitleid haben solle, aus Besorgnis, dass auch er vielleicht aus Zulasssung Gottes zum Falle kommen könnte; 3. dass diejenigen sich selbst betrügen, welche, von eitler Hoffart aufgeblasen, von sich selbst eine hohe Meinung und Einbildung haben, da sie doch nichts sind. Hoffärtige Leute fallen viel­mals aus gerechter Zulassung Gottes in große Sünden, damit sie durch ihren eigenen Schaden gewitzigt werden. „Der Stolz geht vor dem Verderben her und Hochmut vor dem Falle“ - heißt es darum in den Sprichwörtern Salomons (16, 18).

Gebet der Kirche wider die Hoffart

O Gott, der du den Hoffärtigen widerstehest, dem Demütigen aber Gnade gibst: verleihe uns die Tugend der Demut, von welcher uns dein eingeborner Sohn ein Vorbild hinterlassen hat, damit wir nicht durch Stolz deinen Zorn wider uns erwecken, sondern vielmehr durch demütigen Gehorsam deine Gaben zu empfangen verdienen mögen – durch denselben Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herrn ... Amen.

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Nützliches Lehrstück


„Einer trage des andern Last, und so werdet ihr das Gesetz Christi erfül­len“ (Gal 6, 2)

Das Gesetz unseres Herrn Jesu Christi ist das Gesetz der Liebe. Diese Liebe besteht aber nicht in bloßen Worten, sondern in der Tat und in der Wahrheit (1 Joh 3); darum wird sie vollbracht, wenn einer des andern Last, verstehe: Beschwernis, mit Geduld erträgt. Gott hat es so verord­net, dass einer des andern Bürde tragen soll; denn keiner ist ohne Mangel, keiner lebt auch ohne Widerwärtigkeit. Einer ist mürrisch, der andere langsam, jener kränklich oder schwachsinnig. Nun soll der Hurtige den Langsamen ertragen, der Gesunde den Kranken, der Fröh­liche den Mürrischen -  und so werden wir das ganze Gesetz Christi erfüllen. Alle Uneinigkeit, Zank und Hader entstehen in Häusern und Gemeinden daraus, weil einer des andern Last oder Beschwernis nicht um Gottes willen ertragen mag; darum soll man sich selber Gewalt an­tun und sich im Gottes willen bezwingen, dass man Gott zulieb seines Nächsten Mängel ertrage. Durch dieses Mittel kann man beim lieben Gott mehr verdienen als durch andere, freiwillig übernommene, wenn auch noch so schwere Bußwerke.

Anmutung. Auf dass sich dein Gesetz erfülle, o liebreichster Jesu, so will ich – nach der Lehre deines Apostels Paulus – von deiner Gnade unterstützt, die Bürde und Beschwernisse meines Nächsten in Geduld und dir zulieb und zur Ehre, o gütigster Jesu, ertragen.

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Evangelium des Hl. Lukas

 7, 11 – 16

In jener Zeit kam Jesus in eine Stadt, welche Nain hieß; und es gingen mit ihm seine Jünger und viel Volk. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, den einzigen Sohn seiner Mutter, die Witwe war; und viel Volk aus der Stadt ging mit ihr. Da nun der Herr sie sah, ward er von Mitleiden über sie ge­rührt und sprach zu ihr: Weine nicht! Und er trat hinzu und rührte die Bahre an (die Träger aber standen still). Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! Da richtete sich der Tote auf und fing zu reden an. Und er gab ihn seiner Mutter. Es ergriff sie aber alle eine Furcht, und sie lobten Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns aufge­standen, und Gott hat sein Volk heimgesucht.

Bild Auferweckung des Jünglings von Nain

Welche Sünden verkürzen gar oft den jungen Leuten das Leben?
1. Fraß und Völlerei, denn es sind ihrer schon mehr durch Unmä­ßigkeit als durch das Schwert umgekommen; 2. die Unzucht, wovon der Psalmist sagt: „Ihre Jünglinge fraß das Feuer“ (Ps 77, 63) – nämlich das Feuer der Unkeuschheit. 3. Es ist ferner der Zorn: „Wenn ihr aber einander beißet und naget, sehet zu, ob ihr euch nicht gegenseitig auf­zehret“ - schreibt St. Paulus an die Galater (5, 15). Von Sticheleien kommen die jungen Leute bald zum Zank und endlich gar zu Mord und Todschlag. 4. Die vierte Sünde ist der Ungehorsam der jungen Leute. Man hat viele erschreckliche Beispiele, in welchen Gott gezeigt hat, dass er die Kinder um des Ungehorsams gegen die Eltern willen vorzei­tig von dieser Welt genommen hat, wie an Davids rebellischem Sohne Absalom und andern zu sehen ist. „Ehre Vater und Mutter, auf dass du lange lebest auf Erden“ (5 Mos 5, 16).

Lerne ferner aus dem heutigen Evangelium: 1. von denen, die die Lei­che des Jünglings begleitet haben, dass man den Verstorbenen die letz­te Ehre erweisen soll; 2. von Christus, der diese arme Witwe getröstet hat, dass Gott ein Tröster aller betrübten und verlassenen Witwen sei; daher haben diejenigen Ursache, sich zu fürchten, welche trostlose Wit­wen unterdrücken; denn „die Tränen der Witwe schreien wider den, der sie ausgepresst: von ihren Wangen steigen sie bis zum Himmel empor“ (Eccli 35, 18. 19). 3. von dem Volke, welches von Furcht ergriffen wurde wegen dieser Wunderzeichen, lerne Gott fürchten.

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Von der Furcht Gottes


Was ist die Furcht Gottes?
Es ist die Scheu, Gott zu beleidigen.

Wie vielerlei ist die Furcht Gottes?
Zweierlei: die kindliche und die knechtische.

Wer hat die kindliche Furcht?
Derjenige, welcher sich fürchtet, Gott als den allerliebsten Vater zu be­leidigen, auch nicht für aller Welt Güter dies tun wollte; und gewiss, wenn der Mensch die große Freigebigkeit und Güte Gottes erwägt, so soll er billig sich scheuen, einen so gütigen und lieben Vater zu erzür­nen.

Wer hat die knechtische Furcht?

Wer Gott zu beleidigen nur darum sich scheut, weil er die Sünden hier zeitlich und dereinst ewig abstraft.

Was nützt die Furcht?
Sehr viel; denn gleichwie der Wächter, spricht der Hl. Chrysostomus, den Dieb vertreibt, also vertreibt die Furcht Gottes die Sünde.

Sollen sich jene auch noch fürchten, welche nicht gerade schwere Sünden begangen oder dieselben nach Möglichkeit abgebüßt haben?
Ja; denn weil ein Gerechter vermöge seines freien Willens immer noch sündigen und böse werden kann, darum soll er billig sich noch fürchten: „Wer steht, der sehe zu, dass er nicht falle“ (1 Kor 10, 12); und weil der, welcher hofft, dass er reumütig gebeichtet und für seine Sünden Buße getan habe, doch nicht für ganz gewiss wissen kann, ob er seine Sünden mit bloß natürlicher oder aber mit übernatürlicher Reue bereut habe, darum kann er immer noch in Ungewissheit darüber sein, „ob er des Hasses oder der Liebe (Gottes) würdig sei“ (Pred 9, 1), und darf sich fürchten. Ferner mahnt der Apostel Paulus alle: „Wirket euer Heil in Furcht und Zittern“ (Phil 2, 12). „Die Furcht des Herrn gibt Freude: wer den Herrn fürchtet, dem wird es wohl ergehen, der wird gesegnet werden am Tage seines Hinscheidens“ (Eccli 1, 12. 13).

Nach dem Beispiele des frommen alten Tobias sollen die Eltern ihre Kinder von Jugend auf lehren Gott fürchten und dass man auch um alle Güter der Welt Gott nicht erzürnen dürfe (Tob 1, 9 f.).

„Durchbohre mein Fleisch mit der Furcht vor dir; denn ich fürchte mich vor deinen Gerichten“ (Ps 118, 120). So flehe mit dem Psalmisten.

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Wider die eitle Menschenfurcht


„Es ergriff sie aber alle eine Furcht! (Lk 7, 16).

Aus Furcht, den Menshcen zu missfallen, gehen viele Tausende nun und nimmermehr den Weg der Tugend, sondern strecken die Hände zur Ungerechtigkeit aus, essen an gebotenen Fasttagen ihr Fleisch, bleiben an Sonn- und Feiertagen aus der heiligen Messe, singen garstige Lie­der, helfen stehlen und verhehlen, treiben Spott mit heiligen Dingen u. s. w.

Diese eitle Furcht, den Menschen zu missfallen, ist ein Strick, womit der Teufel viele Tausende mit sich zur Hölle zieht. Gar manche ver­schweigen ihre Sünde in der Beicht nur aus Furcht, was doch der Beichtvater von ihnen denken könnte, und gehen deswegen ewig zu Grunde. Der böse Feind bedient sich dieser elenden Furcht, um die Seelen unter seiner Gewalt zu halten. - Beten wir doch zu Gott inbrüns­tig um die Gnade, dass er uns diese so schändliche und so schädliche Menschenfurcht benehme!

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Sittenlehre vom Tode


„Da trug man einen Toten heraus“ (Lk 7, 12).

Wenn etliche Hunderte in einen Turm gesperrt wären, über welche der Spruch des Todes unwiderruflich ergangen, keinem von ihnen aber we­der der Tag noch die Stunde angesagt wäre, wann er sterben solle, un­terdessen aber einer nach dem andern, auch der es am wenigsten erwartete, herausgeholt würde: würde nicht einem jeden das Herz zittern, so oft er nur die Pforte des Turmes sich bewegen hörte? - Über uns alle ist das unabänderliche Urteil des Todes ergangen; wir alle sind in unserem Leibe wie in einem Turme oder Kerker eingeschlossen – laut Davids Ausspruche: „Führe aus dem Kerker meine Seele!“ (Ps 141, 8.) Einer nach dem andern, auch der es am wenigsten meint, wird da herausgeführt – und dennoch kehren wir uns – Gott erbarme sich! - nicht im mindesten daran!

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Unterricht von den Zeremonien bei Begräbnissen


„Da trug man einen Toten heraus“ (Lk 7, 12)

Warum tragen wir vor der Totenbahre das Kreuz?
Wir geben dadurch zu verstehen, dass der Tote Christus, den Gekreu­zigten, bekannt habe und im christkatholischen Glauben hingeschieden sei.

Warum tragen wir brennende Lichter herbei?
Dadurch geben wir zu erkennen, dass wir dem Verstorbenen nunmehr das ewige Licht wünschen. Es ist das ein uralter Brauch; denn der Hl. Cyprian, welcher schon vor mehr als 1600 Jahren um Christi willen ist enthauptet worden, ward mit Lichtern und unter Chorgesang zu Grabe geleitet.

Warum wird der Totensarg mit Weihwasser besprengt?
Dadurch wünscht die Kirche Gottes dem Toten Erquickung zu verschaf­fen, wenn er noch im Fegfeuer aufgehalten wird.

Warum wird Weihrauch beim Begräbnis angezündet und gebraucht?
Der Weihrauch ist ein Sinnbild des himmlischen Wohlgeruches, welchen die Kirche für den Verstorbenen erfleht.

Warum singen wir Psalmen oder andere heilige Gesänge?
Wir tun dies, 1. um dieselben für die Verstorbenen Gott darzubringen; 2. um uns der Lehre des Apostels Paulus (1 Thess 4, 12) zu erinnern, dass wir uns über den Tod unserer Lieben nicht betrüben sollen wie die übrigen, d. i. wie die Heiden, die keine Hoffnung (der künftigen Auferste­hung und Seligkeit) haben; 3. wir deuten auch dadurch an, dass wir den Verstorbenen zur nunmehr erlangten Ruhe Glück wünschen (Offb 14, 13): „Selig sind die Toten, die im Herrn sterben! Von nun an, spricht der Geist, sollen sie ruhen von ihren Mühen.“ - der fromme Gebrauch rührt von den Aposteln her, die den Hl. Stephanus unter Psalmen- und Lobgesängen zu Grabe getragen haben, wie der Hl. Hieronymus be­zeugt.

Warum werden die Glocken geläutet?
Damit alle Gläubigen dadurch zum Gebete für die Verstorbenen ermahnt werden.

Warum werden wir zum Begräbnis geladen?
Damit wir den Hingeschiedenen die letzte Ehre erzeigen können; denn das ist ein Werk der Barmherzigkeit (Tob 12, 12) – und dass wir für sie beten (2 Makk 12, 46). Darum tun jene gar nicht wohl daran, welche un­terwegs nur plaudern und sich Neuigkeiten erzählen, anstatt im Gebete der armen Seele des Hingeschiedenen gedenken.

Warum begraben wir den Leichnam in den Schoß der Erde?
St. Augustinus sagt: Weil es unerträglich wäre, dass der Beherrscher der Tiere von diesen aufgezehrt würde. „Du bist Staub und sollst zum Staube wiederkehren“ (1 Mos 3, 19) – sprach Gott der Herr im Pa­radiese zum Stammvater der Menschen. (Darum verabscheuen wir es auch mit Recht, wenn in unsern Tagen nach altem heidnischen Brauche die Leichen unserer Verstorbenen in Öfen verbrannt werden und buch­stäblich in Rauch aufgehen sollen!)

Warum errichten wir über den Gräbern ein Denkmal, z. B. Kreuz oder Grab­stein?
Das tun wir, um uns desto öfter an unsere lieben Freunde zu erinnern, damit wir in unserem Gebete ihrer Seelen eingedenk seien. Wenn wir ein Kreuz auf dem Grabhügel aufrichten, so geschieht es, um dadurch zu verstehen zu geben, dass der Verstorbene ein wahrer Christ ge­wesen und im Schoße der heiligen katholischen Kirche hingeschieden sei, und dass wir durch den Kreuzestod Christi auf eine freudige Aufer­stehung hoffen.

Gebet

Dich loben wir billig, o Herr Jesu Christe, Gott alles Trostes, und setzen alle unsere Hoffnung auf dich, weil du in der äußersten Gefahr, wo die Not am höchsten ist und alle menschliche Hilfe versagt, deine allmächtige Hand väterlich zeigest, wie im heutigen Evangelium  zu sehen, indem du die tiefbetrübte Witwe nicht allein getröstet, sondern auch mit wenig Worten ihren Sohn von Toten auferweckt hast. Ach mein Gott und mein Herr! Von Herzen müssen wir uns schämen, dass sogar Tote dein Wort hören und ihm folgen, wir aber so oft und viel deine und deiner Diener, der Prediger und Beichtväter, heilsame Leh­ren zwar anhören, trotzdem aber nicht vom tödlichen Schlafe der Sünden aufstehen. Komm dewegen, o barmherziger Jesu, ehe wir zu Grabe getragen werden; rühre unsere Herzen mit deiner gnaden­vollen Hand an, wecke sie auf, erleuchte unsern Verstand, damit wir in der Erkenntnis unserer Seelengefahr der Welt absterben, dir, o Jesu, allein leben, dir allein dienen, dich über alles lieben und so in deinem Dienste, in deiner Liebe beständig leben und sterben. Amen.
Quelle

Freitag, 30. August 2013

Die FFI und der Vetus Ordo

... oder - eigentlich - die Kirche und der Vetus Ordo ...

Mittwoch, 28. August 2013

Gedanken zur Wahl

Die einen propagieren "Vater, Vater, Kind"
- meine Mutter hat mir damals aber was anderes erzählt. Und als ich in die Schule kam und dann irgendwann im Biologie-Unterricht das Thema dran war, hat der Biologie-Lehrer die Meinung meiner Mutter bestätigt. Hm. Ob sich daran in den letzten 50 Jahren was geändert hat?

Die andere meinen, "Werte sind wählbar"
- Welche Werte? Was ist ein Wert, den man bei dieser Partei wählen kann?

Wieder andere wollen eine Schule für alle
- damit sich die fixeren Kinder langweilen und die schwachen überfordert jedes dritte Schuljahr sitzen bleiben (das gibt es heute schon: eine geistig behinderte Schülerin mit Schulbegleitung in der Regelschule: 13 Jahre alt, in der 5. Schulklasse)

Oder die 24-Stunden KiTa ...
- 24 Stunden? Das ist ein ganzer Tag. D. h. montags früh das verschlafene Kind vor der Arbeit dort abgeben und am Freitag - oder gar am Samstag? Abend Das Kind abholen.
Das ist doch ein Kinderheim! Und am Ende kennt das Kind seine Eltern nicht mehr und will auch am Sonntag mit den Freunden spielen ...

Und was ich gar nicht leiden kann, ist, wenn jemand Wahlplakate kaputt macht. Wenn ich wüßte wer?
Die halte ich auch nicht für wählbar ... obwohl mir - ehrlich gesagt - auch manchmal danach ist. Aber ich tu sowas bestimmt nicht, weil ich das im umgekehrten Fall auch nicht wünschen würde ...

Nochmal die "altrituellen" Franziskaner FFI

Vergelt's Gott an Rorate Caeli!

Die Homo-Ehe in Frankreich

... - ein Triumph!

Aktuelle Stimme zum Limburger Bischof

Vergelt's Gott an Katholon!

OP am 29.08.13

Gebetsbitte hier.

Dienstag, 27. August 2013

Eine ECHT KATHOLISCHE Nachricht

... und ich bitte hiermit um Entschuldigung an alle, die den Novus Ordo lieben.

Ich liebe ihn auch, wenn er ordentlich gefeiert wird, was leider immer seltener der Fall ist ...

Der Bischof von Limburg

... und die öffentlich-rechtlichen Medien. Vergelt's Gott an den Kreuzknappen!

Und dafür MÜSSEN wir zahlen ... !!!

Sonntag, 25. August 2013

Samstag, 24. August 2013

Eine kleine aktuelle Info zur Grünen Politik

Beim Beiboot.

Schließen wir uns an!

Da kann ich mich nur anschließen.

Unterricht für den vierzehnten Sonntag nach Pfingsten


Zum Eingange der heiligen Messe erwecke mit dem Priester ein in­brünstiges Verlangen nach der seligen Ruhestätte im Himmel – mit den Worten des 83. Psalmes: „Gott, unser Beschirmer, schaue doch und sieh an das Angesicht deines Gesalbten; denn besser ist ein Tag in deinen Vörhöfen als tausend andere. - Wie lieblich sind deine Wohnungen; du Herr der Heerscharen! Es sehnt sich und schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen des Herrn.“ Ehre sei dem Vater ...

Gebet der Kirche

Lass, o Herr, deine Kirche unter dem Schilde deiner ewigen Erbar­mung Ruhe und Bewahrung finden, und weil sich die Schwachheit der Sterblichen ohne dich vom Falle nicht retten kann, so mache sie stark, dass sie durch deine Hilfe von allem, was schädlich ist, ferngehalten, und zu allem, was heilsam ist, hinangeleitet werde – durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herrn ... Amen.

Epistel des Hl. Paulus an die Galater

 5, 16 – 24

Brüder! Wandelt im Geiste, so werdet ihr die Gelüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, der Geist aber wider das Fleisch; denn diese sind einander entgegen, so dass ihr nicht alles tun dürfet, was ihr wollet. Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetze. Offenkundig sind die Werke des Fleisches, als da sind: Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Geilheit, Ketzerei, Missgunst, Todschlag, Völlerei, Schwelgerei und was dergleichen ist, wovon ich euch verkündige, wie ich es schon ehedem gesagt habe, dass die, welche solches tun, das Reich Gottes nicht erlangen werden. Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Milde, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Mäßigkeit, Enthaltsamkeit, Keuschheit; wider dergleichen ist das Gesetz nicht. Die aber, welche Christi sind, haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Lastern und Gelüsten.

„Die aber, welche Christi sind, haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Lastern und Gelüsten“ (Gal 5, 24). Es ist ein Zeichen der Gnadenwahl (der Auserwählung) oder dass der Mensch Christo zugehörig sei und mit ihm einstens der ewigen Freuden genießen werde, wenn er sein Fleisch mit allen seinen bösen Begierden kreuzigt, d. i. abtötet und bezwingt, dass er nicht vollbringt, wonach ihm gelüstet. „Folge nicht deinen Be­gierden und wende dich von deinem eigenen Willen; wenn du deiner Seele ihre Lüste gewährest, macht sie dich zum Hohne deiner Feinde.“ So mahnt uns schon der Weise im Alten Bunde (Eccli 18, 30. 31).

Viele bilden sich ein, die Worte des heiligen Apostels Paulus von der Abtötung seiner selbst (2 Kor 4, 10) gelten nur etwa den Klosterleuten (deren es damals noch keine gab!), und so betrügen sie sich selbst. Jene Worte gehen alle an, sie sind für alle geschrieben, die in den Himmel kommen wollen. Sie lauten aber also: „Immer tragen wir die Abtötung Jeus an unserem Leibe umher, damit auch das Leben Jesu an unsern Körpern offenbar werde.“

Anmutung. Bitte für mich, o heiliger Paulus, dass ich deiner Lehre folge und mein Fleisch samt den bösen Begierden kreuzige, auf dass ich auch mit dir teilhaben möge an unserem Herrn Jesus Christus.

Evangelium des Hl. Matthäus

 6, 24 - 33

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird sich dem einen unterwerfen und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: sorget nicht ängstlich für euer Leben, was ihr essen werdet, noch für euern Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Speise, und der Leib mehr als die Kleidung? Betrachtet die Vögel des Himmels; sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen: und euer himmlischer Vater ernähret sie. Seid ihr nicht viel mehr als sie? Wer unter euch kann mit seinen Sorgen seiner Leibeslänge eine Elle zusetzen? Und warum sorget ihr ängstlich für die Kleidung? Betrachtet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht und spinnen nicht: und doch sag' ich euch, dass selbst Salomon in all seiner Herrlichkeit nicht bekleidet ge­wesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras auf dem Felde, welches heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, wie viel mehr euch, ihr Kleingläubigen! Sorget also nicht ängstlich und saget nicht: Was werden wir essen, was werden wir trin­ken, oder womit werden wir uns bekleiden? Denn nach allem diesem trachten die Heiden. Denn euer Vater weiß, dass ihr alles dessen be­dürfet. Suchet also zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, so wird euch dieses alles zugegeben werden.

Was heißt Gott dienen?
Es heißt: alles das treulich und eifrig verrichten, was Gott von uns fordert, oder: den Willen Gottes tun und alles, was Gott wohlgefällig ist.

Welches sind die zwei Herren, denen man nicht zugleich dienen kann?
Gott und der Mammon, worunter der Geizteufel zu verstehen ist; beiden zugleich kann man nicht dienen, weil sie einander entgegengesetzte Dinge befehlen. Gott verbietet das Wuchern und Stehlen; der Geizteufel aber treibt dazu an. Gott befiehlt, man solle an Sonn- und Feiertagen seinem heiligen Dienste abwarten; der Geizteufel aber reizt den Men­schen an, den Gottesdienst zu verabsäumen und dem zeitlichen Ge­winne nachzulaufen, oder macht ihn wenigstens in der Kirche unruhig und zertreut, dass er nur mit dem Leibe da ist, das Herz aber bei den zeitlichen Dingen verweilt.

Welche dienen den Reichtümern?
Die Geizigen und Habsüchtigen, welche wie Sklaven oder Leibeigene ihrer Begierlichkeit nach Geld und Gut und der Ungerechtigkeit dienen, darum jenen zulieb sich auch nicht fürchten, Gott zu beleidigen.

Welchen dienen umgekehrt die Reichtümer?
Denjenigen, welche durch Übung der Werke der Barmherzigkeit den Himmel kaufen. Auf diese Weise haben sie vielen tausend Heiligen Gottes sowohl im Alten als im Neuen Bunde gedient.

Warum weist uns Christus an die Vögel des Himmels und an die Lilien des Feldes?
Auf dass er uns Vertrauen zur göttlichen Vorsehung einflöße, die sogar auch die Vögel erhält. Gewiss, wenn Gott die jungen Raben speist, die von den Alten verlassen worden und zu ihm rufen (Ps 146, 9), wenn er die Vögel ernährt, die nicht säen und nicht ernten, wennn er die Blumen auf dem Felde so schön kleidet: wie viel mehr wird er für den Menschen sorgen, den er nach seinem Bilde erschaffen hat, wofern er nur seinen Geboten gehorcht und ein kindliches Vertrauen zu ihm trägt! - Erwäge doch, dass die Seele mehr als der Leib ist! Der das Pferd gibt, soll er nicht auch den Zaum geben? Hat dir Gott die Seele gegeben, welche tausendmal kostbarer ist als der Leib, warum soll er denn zum Behufe und Dienste der Seele dem Leibe nicht auch die Nahrung geben?

Sollen wir uns also um gar nichts kümmern, da Christus spricht: „Saget nicht: Was werden wir essen, was werden wir trinken, oder womit werden wir uns bekleiden?“
Mit nichten; denn Gott hat ausdrücklich befohlen, dass der Mensch im Schweiße seines Angesichtes sein Brot essen soll (1 Mos 3, 19). Die Worte Christi sind zu verstehen von der übertriebenen oder unordentli­chen Sorge fürs Zeitliche, die mit Nachteil der Ehre Gottes und Verab­säumung des ewigen Heiles der Seele getragen wird.

Kann das übermäßige Sorgen auch etwas nützen?
Ebensoviel, als wenn einer mit unnützen Gedanken seiner Leibeslänge eine Elle zusetzen wollte (Lk 12, 15); auch nicht einen Strohhalm breit könnten wir's; denn ohne den göttlichen Segen vermögen wir gar nichts. - Lerne auf Gott vertrauen!

Was kann uns die Sorgen nehmen?
1. Fest und lebhaft glauben, dass Gott uns helfen könne und wolle. Dass er es kann, ist klar, weil er allmächtig ist; dass er auch helfen wolle, ist ebenfalls gewiss, weil er uns die leibliche Nahrung verspro­chen hat und gütig, freigebig und im Versprechen getreu ist. Vertraut man einem Freunde, der vermöglich, treu und freigebig ist, warum denn nicht auch dem lieben Gott, dessen Allmacht alles unterworfen ist und der uns mehr liebt als eine Mutter ihre Kinder? (Jes 49, 15 f.) 2. Daneben soll man bedenken, dass man einem Juden traut, der uns seine Handschrift gibt: warum denn nicht Gott, der uns seine göttliche Handschrift, das Evangelium, hinterlassen hat, welches denen das Zeit­liche verspricht, die vor allem das Himmelreich und die dazu notwendige Gerechtigkeit suchen werden?

Was kann uns dazu behilflich sein, dass wir einen festen Glauben an die Allmacht und Zuversicht auf die Gütigkeit Gottes erlangen?

Man soll sich alle Tage fleißig darin üben; besonders so oft man betet: „Ich glaube an Gott Vater, den Allmächtigen, Schöpfer des Himmels und der Erde“, und im heiligen Vaterunser: „Unser tägliches Brot gib uns heute“ - soll man zugleich einen festen Glauben und kindliches Vertrauen daraus schöpfen, das suns Gott die zeitlichen und ewigen Güter mitteilen werde.

Anmutung. O Herr Jesu, gib mir ein festes Vertrauen auf deine Vorse­hung und vermehre solches in mir, damit ich bei allen widrigen Ereig­nissen glaube, dass, wenn ich vor allem meinen himmlischen Vater um das Himmelreich und die christliche Gerechtigkeit bitten werde, mir alles andere, was ich für Leib und Leben noch brauche, werde dazugegeben werden.

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Beweggründe zum Vertrauen auf Gott


Vertraut man sein Hab und Gut, Glück und Ehre dem Fleiße und der Gelehrsamkeit eines Advokaten an; übergibt man Leib und Leben gleichfalls den Händen eines Schiffsmannes; verlässt sich ein Blinder auf ein Kind, ja wohl auch auf den Hund, der ihn leitet: warum sollen wir uns denn nicht auf Gott verlassen, dessen Allmacht und Weisheit un­endlich ist, der alles regiert und erhält, der uns aus allen Nöten erretten kann und will? Dass er es kann, ist gewiss; denn er ist ja die Allmacht selbst; dass er es auch will, ist auch erweislich, weil er es uns versprochen hat und getreu in seinen Verheißungen ist. Lies den 49. und 90. Psalm, da wirst du finden, dass Gott dir versprochen hat, er wolle dir helfen. Ernährt Gott so viele Juden, Türken und Heiden, die seinen Namen schmähen und lästern: wie viel mehr wird er diejenigen ernähren, welche seinen Namen anrufen und heiligen!

„Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, so wird euch dieses alles zugegeben werden“ (Mt 6, 33).

Der König Salomon, weil er vor allem das Himmelreich und die Ge­rechtigkeit gesucht hat, indem er nicht um langes Leben noch um Reichtum, sondern um Verstand und Weisheit, das Rechte zu er­kennen, betete, darum hat er nicht allein dies von Gott erhalten, son­dern Gott hat ihn auch das andere zugelegt, um das er nicht gebeten, nämlich Reichtum und Ehre, so dass seinesgleichen keiner unter den Königen gewesen ist (3 Kön 3, 5 ff.).

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Trost in Armut


„Sorget nicht ängstlich“ (Mt 6, 31)

Wenn du durch Krieg, Feuersbrunst, Hagelschlag oder durch ein anderes Unglück in Armut geratest, so tröste dich mit dem Gedanken, dass Gott dir die Armut zu deinem Besten geschickt hat; denn die Ar­mut kommt von Gott, sagt die Heilige Schrift (Eccli 11, 14). Deswegen nimm sie von der Hand des Herrn wenigstens ohne Murren und Wider­spruch an, als eine Arznei für die Seele, auf dass du nicht vielleicht durch leibliches Wohlergehen und zeitliche Wohlfahrt von Gott, deinem Herrn, abgeführt werdest und dein Herz nicht so fest an das Zeitliche hängest, weil nur schon zu vielen der Reichtum zu ihrem ewigen Un­tergange gedient hat. Damit es dir nicht gar so schwer falle, führe dir zu Gemüte, dass du nichts  in die Welt gebracht hast und auch nichts hin­ausnehmen wirst.

Um dich ferner zu trösten, stelle dir das Beispiel der Heiligen vor, von welchen der Apostel Paulus schreibt, dass sie mit Freuden den Raub ihrer Güter ertragen haben wohl wissend, dass ihnen ein besseres und bleibendes Gut im Himmel hinterlegt sei (Hebr 10, 34).

Das Vornehmste und Beste, woran man sich in der Armut trösten kann, ist das Beispiel Jesu Christi selbst, der da er reich war, um un­sertwillen arm geworden und nicht einmal so viel auf dieser Welt gehabt hat, wo er sein Haupt hinlegen mochte (2 Kor 8, 9; Mt 8, 20).

In deinem Elende und deiner Armut sprich mit dem geduldigen Job: „Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen; wie es dem Herrn gefallen, also ist es geschehen. Der Name des Herrn sei gebene­deit!“ (Job 1, 21).

„Fürchte dich nicht, mein Sohn; wir führen zwar ein armes Leben, aber wir werden viel Gutes erhalten, wenn wir Gott fürchten und alle Sünde meiden und Gutes tun.“ (Tob 4, 23). - „Ein großer Gewinn ist die Gottse­ligkeit mit Genügsamkeit; denn wir haben nichts in diese Welt hereinge­bracht und können ohne Zweifel auch nichts mitnehmen (1 Tim 6, 6. 7).

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Glaubenslehre


Kostbar ist die Seele

Das Allerkostbarste, was Gott nächst den Engeln erschaffen hat, ist die Seele des Menschen; denn sie ist nach dem Ebenbilde der allerheiligs­ten Dreifaltigkeit geschaffen. Das Gedächtnis stellt uns vor den ewigen Vater, der Verstand den Sohn, der Wille den Heiligen Geist. O menschli­che Seele! „So spricht Gott, der Herr: Du Siegel der Ebenbildlichkeit voll der Weisheit und vollkommen an Schönheit!“ (Ez 28, 12).

Nächst Gott, seiner jungfräulichen Mutter und den heiligen Engeln gibt’s nichts Schöneres als eine Seele, die im Stande der Gnade Gottes ist. Christus hat sein Leben hingegeben nicht für alle Güter der Welt, die er für nichts geachtet, wohl aber für eine einzige Seele, um sie aus dem Rachen der Hölle zu erretten. Und dennoch schätzt so mancher seine Seele dermaßen gering, dass er sie um eine augenblickliche Lust feilbietet. Christus hat am besten verstanden, wie kostbar und wie viel eine Seele wert ist; darum sagt er (Mt 16, 26): „Was nützt es dem Men­schen, wenn er die ganze Welt gewänne, an seiner Seele aber Schaden litte? Oder was kann der Mensch wohl geben, um seine Seele wieder einzutauschen?“ - wenn sie einmal verloren ist?

O wie viel Mühe wendet man nicht an, den Leib auch nur für eine kurze Zeit am Leben zu erhalten, während man kaum einen Fuß rühren mag, um die Seele für's ewige Leben zu erhalten!

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Sittenlehre wider den Wucher


„Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon“ (Mt 6, 24)

Was heißt wuchern?
Es heißt: von seinem Nebenmenschen, der einem schuldig ist oder dem man geliehen hat, etwas über die Gebühr fordern oder erpressen; daher ist es eine schwere Sünde wider das siebente Gebot Gottes, wenn es in Sachen geschieht, die wichtig oder bedeutend sind; denn Gott droht dem Wucherer mit dem ewigen Tode (Ez 18, 13), und Christus der Herr verbietet den Wucher (Lk 6, 34. 35). Die Wucherer sind recht eigentlich die Blutegel der Armen, denen sie gleichsam Schweiß und Blut aus­saugen, da es doch schon dem natürlichen Gesetze widerstrebt, sich aus seines Nächsten Armut und Not bereichern zu wollen. „Was nützte es aber dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne, an seiner Seele aber Schaden litte?“ (Mt 16, 26)

Gebet

Gelobt und gebenedeit seit du, o himmlischer Lehrmeister Jesu Chris­te, dass du im heutigen Evangelium mit so schönen, tröstlichen und erfreulichen Lehren von den Vögeln und Feldblumen uns gar so kum­merhafte und allzu besorgte Menschenkinder unterrichtet hast, wie und warum wir unser ganzes Vertrauen auf dich setzen, die über­triebenen Sorgen um das Zeitliche fahren lassen und vielmehr das Ewige suchen sollen. Weil wir aber diesem so heilsamen Rate aus un­sern eigenen Kräften nicht nachzukommen vermögen, so bitten wir dich, o gütigster Jesu, um deinen göttlichen Beistand, damit wir alle unruhigen, ängstlichen Sorgen und Kümmernisse großmütig über­winden, vor allem nur dein Reich und dessen Gerechtigkeit eifrig su­chen und dir als unserem Herrn und Gott aufrichtig dienen; dann wirst du hoffentlich unser auch nicht vergessen, sondern als ein treuer Vater deinen Kindern alles Nötige mitteilen. Um das bitten wir dich, o Herr Jesu Christe, durch deine große Barmherzigkeit. Amen.
Quelle