Freitag, 17. Juni 2011

Euren König

1. Euren König seht alldorten
In dem höchsten Sakrament,
Den der Priester mit den Worten
Christi durch das Firmament
Wunderbarlich hat gezogen,
Der Mariä Brüst gesogen,
Hier in Wein- und Brotsgestalt
Heut uns allen Mahlzeit halt’.

2. Schwache Christen in dem Glauben,
Gebt gefangen eure Sinn’:
Lasst sie den Verstand nicht rauben,
Sonst der Glaube schwindet hin.
Alle Furcht beiseit’ nur leget,
Dies Geheimnis wohl erwäget,
Christus, wahrer Pelikan,
Fleisch und Blut euch bietet an.

3. Seufzet ihr in Kreuz und Leiden,
Geht zu diesem höchsten Gut.
Jesus tut Sein’ Schäflein weiden,
Frischt sie an mit Seinem Blut;
All’ Versuchung Er wird schwächen,
Und des Feind’s Gewalt bald brechen;
Denn er fürcht’ dies Sakrament
So sich euch hat zugewendt.

4. Wann zerschlagen Donner, Hagel
Eure Früchte auf dem Feld,
Lauft zu dieser Engel Tafel,
Wo der Abgang hergestellt;
Tut hierher die Herzen heften,
Wendet an all’ Seelenkräften;
Nießet dieses Sakrament,
So macht Leben ohne End’.

5. Wer sein Seelenheil will pflegen,
Werf’ das Herz hier auf die Erd’,
Und erwarte hier den Segen,
Dieser sei dein Reisgefährt’,
Der verborgen ohn’ Betrügen
Hier in Brotsgestalt tut liegen,
In dem Glanz und Himmelszier
Wird sich glorreich zeigen dir.
(Melodie: Kommt herab vom Himmel droben)

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