Mutter wurde am 24.12. um 11 h in ihre Wohnung gebracht.
Meinerseits Koffer auspacken. Mütterlicherseits erst mal ein wenig staunen über die inzwischen vorgenommenen Veränderungen:
Ein Sessel ist aus dem Wohnzimmer verschwunden, Leitungen wurden fest verlegt, ein Lautsprecher hat den Aufenthaltsort gewechselt, viele kleine Teppichleins sind verschwunden ...
Alles, damit Mutter nicht stolpert ...
Natürlich hat es inzwischen "geweihnachtet": Die Stehlampe auf dem Tischchen ist verschwunden, an deren Stelle steht nun wie immer der Weihnachtsbaum mit Krippe. Das Kunstbäumchen am Fensterbrett wurde auch nicht vergessen.
Einige Blumentöpfe mussten leider weichen, Inhalt zu viel gegossen ... schade ...
An den Besuch der Christmette brauchte ich nicht zu denken, das war mir von Anfang an klar gewesen.
Die erste Nacht in der Wohnung. Alles ungewohnt. Häufiges Erwachen und Aufstehen ... Niederlegen, Licht vergessen auszumachen. Auf ihren Wunsch hin habe ich bei ihr geschlafen. ... bei brennender Nachttischlampe ...
Erster Feiertag: Gemeinsamer Besuch der Hl. Messe in der nahen Kirche. Bei der Predigt musste sie (und somit auch ich) den Gottesdienstraum vorübergehend verlassen ... Zum Ende der Predigt waren wir wieder da ...
Mittagessen alleine zu zweit. Auch das ist mal schön ... Man muss nicht immer Besuch und viel Gerede haben beim Essen.
Zweiter Feiertag. Angeblich ist in der nahen Kirche kein Gottesdienst. So wagen wir die Fahrt in die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die auserwählte Kirche ist kälter als gedacht, doch hat sich Mutter nicht erkältet.
Heute habe ich um 13 h Mutters Wohnung verlassen, ... um schon um 17 h wieder da zu sein um sie dazu zu bringen, etwas zu Abend zu essen und ihr beim Umkleiden für die Nacht zu helfen. Das Gleiche in umgekehrter Reihenfolge werde ich auch morgen tun: Aufstehen um 5 h heißt das für mich.
Weihnachten? - warum, was war damals anders?
Kein Platz in der Herberge, ein zugiger Stall zwischen Rind und Esel als "Heizungen".
Romantisch war das damals auch nicht ... Und dennoch:
Christ ist geboren! Kommt, lasset uns anbeten!
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