Montag, 29. Oktober 2012

Vorbereitung auf Allerheiligen

Nachdem ein Großelterngrab inzwischen aufgelöst, das andere hunderte Kilometer entfernt ist, gehen wir (selten) zu einem Grab der entfernten Verwandtschaft, dessen Lage mir auf Grund der Größe des Friedhofs nur sehr ungefähr bekannt war.

Da schon im vergangenen Jahr die Gesundheit meiner Mutter einen Friedhofsgang nicht erlaubt hat und das selbe für dieses Jahr zu erwarten ist (jahreszeitlich bedingt - ja, so etwas gibt es), war ich im vergangenen Jahr nicht Gräber besuchen. Um mir dies jedoch für dieses Jahr zu ermöglichen, machte ich mich alleine auf die Suche nach dem Grab - doch der Friedhof ist einfach zu groß.

Nun habe ich einen Bekannten gefragt, der das Grab kennt und der gut Wege beschreiben kann (das kann durchaus nicht jede). Ich hätte ja nicht einmal den Eingang gefunden, von dem aus das Grab ganz leicht zu finden ist ... Vom Haupteingang ist das schon etwas verzwickter.

Jetzt weiß ich, wo das Grab liegt, so dass ich diesmal mir nach der Arbeit gleich die Zeit nehmen werde, täglich das Grab zu besuchen von Allerheiligen bis zum 8. November. Zu dieser Zeit gibt es einen besonderen Ablass, den man den Armen Seelen zuwenden kann, wenn man im Stand der Gnade ist und ein Gesätz des Rosenkranzes auf dem Friedhof betet.

Dieses Jahr bin ich vorbereitet. - Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass der Friedhof nicht mit Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen wird ... Aber dann bete ich halt vor der Mauer ...
Diesmal lasse ich mir nur durch schlechtes Wetter von einem Friedhofsbesuch abbringen ...

Dies ist ein Versprechen für die Armen Seelen.

Denn Ablass brauche ich selbst nur einen ... den letzten, gerade rechtzeitig vor meinem Tod. Hofft der Mensch ...

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